Gedanken

Wie sieht es 2020 aus? Reisepläne, Rückblick und Vorschau

Wie sieht es 2020 für unsere Reisen aus? Und vor allem: wie war 2019? Tatsache ist, dass wir diesmal schon sehr früh Nägel mit Köpfen machten: alle Reisen für 2020 sind bereits geplant und gebucht. Aber da wir in diesem Jahr öfter solo unterwegs waren als gemeinsam, wollen wir das für 2020 ändern. Bei gleich zwei von drei Trips werden wir uns liebevoll auf den Keks gehen. Wie ein gutes, altes Ehepaar eben… 😉

 

Wo ich 2019 war:

(enthält unbeauftragte Werbung, Hotels und so…)

Bayerischer Wald, Altmühltal, Deutschland

19-22 April 2019, Ostern, Wellness-Urlaub mit Stefan
Unterkunft: 4,5 Sterne Hotel Dirsch (warum vergibt man halbe Sterne??)

Das Geburtstagskind hat einen runden gefeiert und das wollten wir natürlich entsprechend würdigen. Mit einer schönen Wellness-Oase und einem Tag voller Faulheit und Entspannung. Doch ein Trip durch das schöne Altmühltal am Tage darauf musste sein; wir wären einfach nicht wir, wenn uns nicht der Entdeckergeist gepackt hätte 🙂

Der Aufenthalt im Bayerischen Wald war von einem schrecklichen Ereignis überschattet. Vielleicht ist es schon ein wenig in Vergessenheit geraten, doch am Ostersonntag, als Menschen in der Kirche beteten, sprengten sich in Kirchen und Hotels Attentäter in die Luft und nahmen viele Menschen mit. Wir verfolgten die Nachrichten. Da wir beide Sri Lanka 2018 besuchten, war dieses Ereignis etwas, das uns mitnahm und nicht kalt lassen konnte. Warst du in einem Land, dann ist die Verbindung, der Bezug zu den Menschen dort ein anderer. Du fühlst dich betroffen und fühlst mit.

Nach dem Anschlag startete Sri Lanka eine weit angelegte Kampagne, um das Vertrauen in die Sicherheitskräfte wieder zu gewinnen und Touristen zurück ins Land zu holen. Wir sind wieder sicher, flehte das Land, bitte bleibt nicht weg. Im Rahmen dieser Kampagne wurden wir sogar während unseres Zwischenstopps am Flughafen in Colombo von einem Sri-Lankischen Fernsehsender interviewt. Aktuell (1.1.2020) meldet die Sri Lanka Botschaft wieder „neue Rekordbesuche“.

 

Malediven

6-20 Mai 2019, Pauschalreise, Strandurlaub mit Stefan
Unterkunft: Bungalow (jeah man…)

Es ist ein perfekter Traum, doch man langweilt sich schnell. So erging es zumindest mir. Es ist, als ob man immerzu aufzuwachen versucht, nach dem echten sucht. Eine Reise, so ganz ohne Reibungsflächen? So ist reisen nicht! Schon am zweiten Tag fehlte mir etwas. Soll das Herumliegen am Strand das sein, wofür ich hierher gekommen bin? Tja, sieht wohl ganz so aus…

Nicht falsch verstehen, der erste Anblick des unglaublich blauen Wassers und der ewig langen, schneeweißen Sandbänke haut einen erstmal um. Auch die Unterwasserwelt ist irre schön und die ganze Insel duftete nach Blumen. Es ist perfekt.

Es ist unecht.

Und es war leider die Reise, die bei mir am wenigsten Eindruck hinterlassen hat. Da war nichts Nachhaltiges, nichts, das mich im Nachhinein noch beschäftigt hätte. Mein Kopf hatte nichts, das er hätte nacharbeiten müssen. Nichts, womit sich mein Geist länger beschäftigen konnte. Wie kann ich das am besten beschreiben. Es war schön, es ist vorbei – war es da?

Doch ich muss sagen, etwas Grandioses habe ich auf dieser Reise doch erlebt, und zwar das Schnorcheln mit Walhaien. Einmalig, diesen großen, sanften Tieren so nahe zu kommen. Noch lange danach sah ich vor meinem inneren Auge das riesengroße Maul auf mich zukommen und fühlte, wie mich die Wellen tragen. Und das Grinsen ging mir gar nicht mehr aus dem Gesicht.

 

Barcelona, Spanien

30 Mai bis 2 Juni 2019, Kurztrip, Roadtrip mit Stefan
Unterkunft: Exe Hotel

Und ganz kurz nach der Malediven-Reise, nämlich zwei Wochen später, geht es gleich weiter nach Spanien, Barcelona.

Es war schöner, als ich es erwartet hätte. Eigentlich wollte Stefan bloß zum Konzert von Rammstein nach Barcelona fliegen, doch wir wären wohl nicht wir, wenn wir nicht noch eine kleine Reisen dahinter gesetzt hätten. Es ging mit dem Mietwagen nach Montserrat, Sitges und in die römische Stadt Tarragona. Am folgenden Tag schauten wir uns Gaudis unfertige Krypta von Colonia Güell an, die das Vorbild (und wohl der stylistische Vorläufer) der berühmten Sagrada Familia war…

Und ja, ich mag Spanien. Es ist kein spektakuläres Reiseziel zum Angeben, es ist sicher und erschlossen, doch aus gutem Grund strömen jedes Jahr ungebrochen Touristen in das sonnige Land. Schönes Spanien…

 

Karlsbad, Tschechien

Pfingsten, 8-10 Juni 2019, Städtetrip, solo
Unterkunft: Hotel

Karlsbad, die schöne, herausgeputzte Stadt, die vor heilenden Quellen und Kurbädern nur so strotzt! Ich glaube das herausragendste Erlebnis dort war das Bad in einem hölzernen Bierfass, gefüllt mit… na mit was wohl 😉 gefüllt mit Bier; oder zumindest mit seinen Bestandteilen: Hopfen und Gerstenextrakt. Ungeheuer entspannend, im duftenden Wasser des Sprudelbades zu liegen. Vielleicht lag das auch an dem Zapfhahn neben der Wanne, aus dem man sich Helles und Dunkles zapfen konnte, soviel man wollte… wie denn auch sei: jederzeit wieder!

Doch auch die Tour in den Karlsbader Untergrund war ein spannendes Erlebnis. Hier erfuhr ich eine Menge über die Entstehung der Karlsbader Quellen, die Wirkung des Heilwassers und konnte einen Blick auf die Versinterung der typischen Karlsbader Souvenirs werfen. Doch bei all dem stand bei diesem Trip eindeutig Wellness im Vordergrund.

Und da wir nach Malediven, Spanien und dem Bayerischen Wald einfach noch zu wenig von der Reiserei hatten, ging es in Juli direkt weiter nach Brandenburg an der Havel.

 

Brandenburg an der Havel

20-23 Juni 2019, Motorradtrip mit Stefan
Unterkunft: Hausboot

So langsam kann man vielleicht erkennen, wie vielfältig unsere Reisearten sind. Jede Art zu reisen hat ihre Vorzüge, deshalb kann ich dieses unreflektierte „mimimi, ich reise besser als du… mimimi, ich reise, du machst Urlaub/bist Tourist“ absolut nicht verstehen. Nichts ist doch geiler als einfach mal alles, was einem so vorschwebt, unvoreingenommen auszuprobieren. Oft lassen wir uns in Reisetypen unterteilen; viele machen diesen vermeintlichen Spaß mit und lassen sich in eine Form pressen. Irgendwie, Hauptsache es passt. Doch bist du gar kein „Reisetyp“. Oder du bist der Reisetyp „Vielfältig„…

Hausboot also. Diesen Trip haben wir vor langer Zeit schon gebucht. Vorsicht vor Erlebnisgutscheinen, denn ist so ein Gutschein erst gekauft, stellt man später fest, dass man an bestimmte Anbieter gebunden ist. Und da die Anbieter das wissen, kann es passieren, dass sie ihre eigenen, etwas speziellen Regeln machen. Das Hausboot „unseres“ Anbieters haben wir bereits zwei Jahre im voraus buchen müssen. Zwei Jahre im voraus? Was weiß denn ich, was in zwei Jahren ist… Es wäre wohl leichter gewesen, den direkten Weg zu gehen und direkt nach Hausbooten zu schauen, statt sich mit MySonstwas aufzuhalten.

Doch von diesen Details abgesehen war es ein Trip, den ich sehr schön fand. Ich habe nicht viel erwartet, doch vielleicht ist ja das die Grundvoraussetzung für ein tolles Erlebnis… Die zwei Tage am Wasser, sanft von den Wellen geschaukelt, waren wohl das Entspannendste, was ich in diesem Jahr erleben durfte. Sich nach einer langen Fahrt auf dem Motorrad (mein Baby musste für die Saison eingefahren werden…) fallen zu lassen, das Dröhnen des Motors noch im Ohr.

Einfach nur nichts tun, einfach nur sein. Die quakenden Enten an sich vorbei ziehen lassen, mit den nackten Füßen im Schlick stecken bleiben, abends die zartrosa Farben am Himmel betrachten und Pizza vom Kroaten von nebenan vertilgen. Leute, vergesst den Camper – solltet ihr mal in Lotto gewinnen, kauft euch ein Hausboot!

 

Nepal

26 August bis 8 September 2019, Backpacking, solo
Unterkunft: div. Hostels, 1x Tharu Homestay in Chitwan

Chaotisch, laut, stinkig. Anstrengend. Bereichernd. Voller neuer Eindrücke, voller herzlicher Menschen. Tolle Natur, leckeres Essen. Die traumhaften Mo-Mos vom Everest Momo Center, mit einem Hauch Schärfe und einem Schuss Koriander. Und natürlich der mit Duft von Räucherstäbchen geschwängerte, mystische Durbar Square…

Noch lange nach der Reise spukte mir Kathmandu, das chaotische, unruhige Kathmandu, wie ein Geist im Kopf herum. Die Geräusche, dieses untergründige, tiefe, spirituelle, das den Chaos durchdringt. Begegnungen, Wanderungen, Geschichten. Wie die von der Frau, die mich auf einem Berg aufgelesen und zu sich nach Hause brachte. Ich könnte ewig erzählen. Nepal ist voller Geschichten.

Das Land hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Menschen, die Kultur… es ist eines der Reiseländer, welches ich nochmal besuchen möchte. Und dabei war ich noch nicht einmal Trekken, was ich unbedingt nachholen werde. Es gibt einen weisen Satz, was die Besucher des Landes betrifft. Er besagt folgendes:

„Das erste Mal kommt man wegen der Berge; das zweite Mal kommt man wegen der Menschen.“ Bei mir war es umgekehrt. Beim ersten Mal kam ich wegen der Menschen. Das zweite Mal werde ich wegen der Berge kommen.

 

Dublin, Irland

2-6 Oktober, Städtetrip, solo
Unterkunft: Isaac Hostel

Irische Live-Musik. Guter Whisky. Die beruhigende Tatsache, auch alleine in eine Bar hereinspazieren zu können und sofort Freunde zu finden. Die Iren sind so… bodenständig. Voller scharfen Humors. Und da gibt es die zweite Seite von Irland, die der Burgen, Schlösser und der sehr bewegten Geschichte. Von Geistererzählungen ganz zu schweigen…

Der Trip nach Irland war ein Kurztrip übers lange Wochenende gewesen. Es hat gerade mal gereicht, um Dublin recht ausgiebig anzuschauen und einen oder zwei Ausflüge ins Umland zu machen. Doch ich bin noch nicht fertig mit dir, liebes Irland, denn in diesem Jahr nehme ich mir das ganze Land vor 😉 Ein Roadtrip die Küstenstraße entlang. Schon geplant. Schon gebucht. Jejjj…

 

Island

21 Dezember 2019 bis 1 Januar 2020, Pauschal-Busreise, solo
Unterkunft: Hotel, Hostel

Ein einmaliges, ein sehr besonderes Land. Wie einem Märchen entnommen mit seinen schwarzen Stränden, Wasserfällen und stillen atmenden Gletscherlagunen. Brodelnde heiße Quellen. Und der stets vorwärts fahrende Bus mit einem Guide, der uns mit alten, isländischen Sagen und Mythen unterhält.

Was hat es mit der menschenfressenden Katze auf sich? Was machen Trolle unter einem Wasserfall? (Sie duschen natürlich, was für eine Frage!) Island ist magisch und wer einmal dort war, wird es nie wieder vergessen.

Es ist ein Land, das mich einnimmt und davon träumen lässt, sofort zu packen und mich für immer dort niederzulassen. Es ist so ruhig und entschleunigt. Gerne würde ich die Insel noch einmal im Sommer sehen, wenn die Landschaft grün ist und Schafe auf den Weiden grasen. Weiße Nächte haben sicher auch ihren Reiz. Und eigentlich sind Pauschalreisen gar nicht so mein Ding. Eigentlich. Denn in diesem Falle hatte ich vor einem Autotrip zu viel gesunden Respekts. Auf eigene Faust durch den isländischen Winter zu fahren ist nicht ohne; ich wollte mir die Gegebenheiten erstmal vor Ort anschauen. Das Wetter in Island ist unberechenbar und eine gute Vorbereitung ist alles. Zudem schonen Busreisen das Klima 😉

 

Wo ich 2020 hin will und was ich mir erhoffe

Da drei von vier meiner Reisen in letztem Jahr solo stattgefunden haben (Freund hatte keine Zeit, Freund mochte das gewünschte Reiseziel nicht) und ich nicht immer nur solo verreisen möchte (ab und zu ist das ja mal ganz nett, aber wozu teilen wir uns die Liebe zum Reisen?), haben wir für 2020 gleich drei gemeinsame Reisen geplant. Wo es hin geht und was uns dort erwartet?

 

Irland

10-26 April 2020, Roadtrip mit Stefan
Unterkunft: vermutlich Hotels, Hostels und Pensionen

Diesmal nicht nur Dublin und ein bisschen Umgebung, nein; ein Roadtrip soll es sein. Eine Rundreise stets die Küste entlang. Beginnend in Dublin, werden wir uns weiter südwestwärts entlang der Küstenlinie bewegen, kleine Abstecher ins Land nicht ausgeschlossen. Durch den kurzen Aufenthalt in Oktober 2019 bin ich auf den Geschmack gekommen, noch mehr von dem Land zu erleben. Und habe meinen Liebsten gleich mit begeistert.

Und damit die Idee nicht wieder stirbt wie so viele Ideen vor ihr, machten wir Nägel mit Köpfen und buchten schon mal den Flug. Auch der Mietwagen und die ersten Unterkünfte stehen bereits fest.

Was erhoffe ich mir, zu sehen und zu erleben?

Die sagenhaft schöne, grüne Landschaft, die schroffen, grünen Küsten, geheimnisvolle Schlösser in Harry Potter Stil (was bitte ist das für ein Baustil und gibts sowas überhaupt? Ja, gibt es, grins…). Noch mehr Geisterstorys, urige Pubs und Musik, guten Whisky und tolle Menschen.

Städte voller Leben. Noch mehr Geschichte, noch mehr Landschaft.

Irgendwo habe ich mal geschrieben, dass man vor einer Reise seinen Geist vorausschickt, der dann mit schemenhaften Bildern zurück kehrt. Diese Bilder sind Klischees oder Vorstellungen, die man bereits von einem Ort hat. Und die bestehen meist aus Halbwahrheiten, Hörensagen und den Aufnahmen irgendwann mal angeschauter Reisekatalogen.

Und ist man dann wirklich selbst vor Ort, dann heißt es, flexibel zu sein mit seiner Erwartungshaltung – entweder es bestätigen sich die Vorstellungen und Klischees oder eben nicht. Entweder es wird, wie man sich erhofft hat, oder es wird anders, aber mindestens genauso geil. Ich bin gespannt, was uns erwartet.

(Dazu auch: „Warum ich auf Klischees stehe“)

 

Kanada

19 September bis 4 Oktober 2020, Roadtrip mit Stefan
Unterkunft: vermutlich Hotels

Kanada, besser: der kanadische Südosten, das war eher Stefans Geisteskind. Irgendwann sah er wohl einen günstigen Flug und ich dachte mir, warum nicht. Wir landen in Montreal und von dort aus geht es mit einem gemieteten Wagen weiter in Richtung Westen. Der kanadische, goldene Herbst soll ja traumhaft sein, und da kämen wir schon wieder zu dem, was ich mir erhoffe, dort zu sehen:

Den kanadischen, goldenen Herbst mit irre schönen, rotorangenen Farben, Ahornbäume, die sich in den vielen Seen spiegeln. Vielleicht ein paar verschneite Berge und, ach ja, ein paar Elche wären auch nicht schlecht. Bären dann bitte nur aus der Ferne, ja? Was noch… Moderne, lebhafte Städte. Eine offene, tolerante Gesellschaft. Und beim ganzen Rest lasse ich mich überraschen. Irgendwie habe ich ziemlich wenig Erwartungen an dieses Reiseziel.

Wird es mich vielleicht deshalb aus den Socken hauen? Wir werden sehen…

 

Äthiopien, Dschibuti

21 Dezember 2020 bis 3 Januar 2020, Pauschalreise, solo
Unterkunft: Hotel, Zelt

Dschibuti. Dschibuti. Schon seit Wochen bin ich nur am singen.

War ja klar; das war wieder so eine Kasia-Schnapsidee. Das Horn von Afrika, neben solch idyllischen Destinationen wie Eritrea und Somalia. Da kommt doch Sommerlaune auf. Pack den Rucksack und auf gehts…

Nein, ganz alleine werde ich dort nicht sein, es ist eine organisierte Tour. Ich saß vor dem Online-Katalog, las die Reisebeschreibung durch und bekam Schnappatmung. Das, ja, genau das – das will ich machen. Eine Reise in den Norden Äthiopiens und von dort in die Wüste Dschibuti, zu den Nomadenstämmen der Afar. Dann zurück nach Äthiopien zu den gelben Salz- und Schwefelpfannen der Danakil Wüste. Eine Wanderung bei 50 Grad im Schatten auf einen Berg zum Vulkankrater des Erta Ale. Und so begeistert sich das für Stefan angehört hat, spätestens beim letzten Punkt war er raus. Wandern? In der Wüste? Bei 50 Grad im Schatten? Also blieb Kasia alleine da mit ihrer Schnappsidee und buchte.

Warum schon wieder eine Pauschalreise?

Tja, mit einem Rucksack auf dem Rücken und viel Optimismus im Hirn alleine durch Dschibuti zu stampfen wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Ist aber nicht so mein Ding. Ich bin nicht lebensmüde, auch wenn mich viele dafür halten. Risiko, ja, aber bitte immer schön kalkuliert. Ich wäge ab.

Ja, es gibt eine vernichtend geringe Wahrscheinlichkeit, in der Wüste von Dschibuti von Nomaden überfallen zu werden, ist so zuletzt 2014 passiert. Es ist sogar dem Reiseanbieter passiert, bei dem ich jetzt gebucht habe, das macht Mut. Aber dann war lange Zeit nichts. Keine Zwischenfälle.

Und ausgerechnet, wenn ich vor Ort bin, soll es wieder Trubel geben? Ich meine; wie wahrscheinlich ist das bitte? Genauso gut kann dir ein bewaffneter Mann in Barcelona auf dem Weg zum Parc de Montjuic seine Knarre vors Gesicht halten. Ist tatsächlich jemandem so passiert, kurz nachdem Stefan und ich 2016 dort gewesen sind. Die Nebenzeilen der News haben mich milde gesagt etwas schockiert. Aber solche Dinge passieren. Sie passieren einfach.

Doch alleine? Nööö… das muss auch wieder nicht sein. Da steigt doch das Risiko exorbitant – zumindest in meinem Kopf. Ängste bilden sich in erster Linie nur in unseren Köpfen, unabhängig davon, ob rational begründet oder nicht. Auch das ist eine Tatsache. (Spannend dazu auch: „Nightmare – warum die größte Angst in unseren Köpfen sitzt…“

Und da gibt es noch diesen Zusatz, diesen fiesen, kleinen Satz, der mir im Hirn herumgeistert: „Als Frau?“ Ja, als Frau. Auch wenn es mich unglaublich ärgert, das auszusprechen, aber ja, als Frau. Als Frau alleine ist es nicht gerade sicherer in der Wüste. Da braucht man sich nicht selbst anzulügen. Ist scheiße, aber ist nun mal so. Ich muss sagen: das ist die Reise, auf die ich mich am meisten freue. Auf das Unbekannte (obwohl der Katalog den Verlauf ziemlich genau beschreibt…), auf die Hyänenfütterung in Harar und die schwefelgelben Farben der Danakil Salzwüste, einem wohl einmaligen Ort auf der Welt. Sobald ich von dem Reiseplan erzähle und Dschibuti erwähne, kommen… nein, keine Warnungen oder dergleichen; mein Umfeld macht nur verständnislose Gesichter. Dschibuti, Gesundheit? Dschibuti, ist das was zu Essen?

Ja, das Land steht so gar nicht auf der touristischen Speisekarte. Und habe ich nicht erwähnt, dass unentdeckte Orte mich wohl am meisten reizen? Dschibuti – her damit!

So, das sind meine Pläne – und was sind deine? Erzähl mir von deinen Reiseträumen in den Kommentaren 🙂

kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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