Ja, auch so etwas kommt schon mal vor, wenn man sich nur ins Auto setzt und vom städtischen Warschau entfernt. Bewegt man sich dann weiter Richtung Nordosten, vorbei an Dörfern und kleinen Ortschaften jenseits von Gut und Böse, so fühlt man sich irgendwann wie am Ende der Welt. 

"Ziegenmilch am Wegesrand – Die „Grüne Schule“ im ländlichen Polen" weiterlesen

Heute ist einer jener trübseligen Tage, die mit einem undefinierbaren, farblosem Grau aufwarten und allein schon der Blick nach draußen jegliche Unternehmungslust im Keim erstickt. Einer der Tage im Dezember, an denen ich mich nur langsam aus dem Bett quäle, nur um mich anschließend müde und gähnend auf der Couch einzumümmeln und weiter zu schlafen. 

"Schwarzwald – Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht" weiterlesen

Als Reisender versucht man immerzu, sich in die Kultur des jeweiligen Landes hinein zu versetzen, die kulturellen Gepflogenheiten zu verstehen. Besonders schwer gestaltet sich oftmals das Verständnis für die Eigenheiten der muslimischen Welt. Doch manchmal hat man die besondere Gelegenheit, einzutauchen und, nicht nur als Gast, sondern mittendrin – für eine kostbare Zeit zu einem Teil dieser Welt zu werden.

"Haram und Halal – Meine Zeit als marokkanische Schwiegertochter" weiterlesen

Idar-Oberstein, Februar 2018

Das Auffallendste, wenn man die Stadt erreicht und sich die lange Hauptstraße entlang in Richtung Zentrum bewegt, ist die kleine, schneeweiße Kirche hoch oben auf dem Berg. Sofort wandert der Blick zu ihr hoch, wie sie, eingequetscht zwischen aufragenden Felswänden, am Abhang über der Stadt harrt. 

"Idar Oberstein- Stadt der Edelsteine" weiterlesen

Darüber sind schon einige, mehr oder weniger gnädige Artikel geschrieben worden und das brachte mich dazu, mein Verhalten auf Reisen zu hinterfragen. Ab wann wird eine Wahrnehmung selektiv, ab wann suchen wir auf unseren Reisen nach der Fremdartigkeit, nach der Andersartigkeit?

Ich würde sagen: immer.

"Die Exotisierung der Fremde" weiterlesen

Die Streetart entdecke ich in einer Unterführung, als ich vom Hauptbahnhof aus die Spoorweglaan Richtung Süden gehe. Gestaltet hatte das Ganze anscheinend ein und derselbe Künstler, denn der Stil war überall in etwa der gleiche. Wenn Ihr die Werke ansehen wollt, Vorsicht, denn die meisten Graffitis sind in einem Bereich des Tunnels, der nur für Radfahrer und Roller zugänglich ist. Ja, die Leute haben schon etwas schräg geguckt, als ich mich immer mal wieder an die Wand drückte und unbeweglich wartete, bis der Verkehr vorbei gefahren ist. Und ja, ich frage mich an dieser Stelle auch, auf welchem unmöglichen Wege die Graffitis an die Wände gekommen sind…

"Streetart in Maastricht" weiterlesen

Während der Fahrt durch die Altstadt muss ich höllisch aufpassen. vor allem beim Abbiegen. Es sind überall Radfahrer unterwegs. Aus allen Richtungen kommen sie angeschossen, tauchen unerwartet auf. Radfahrer, Rollerfahrer – und davon ganz viele. Doch ich komme nicht dazu, mich über sie zu ärgern, denn innerlich bin ich voller Bewunderung. 

"Maastricht, die Beinahe-Kulturhauptstadt" weiterlesen

„Türkischer Mokka, gebraut auf Sand“, verspricht das Aushängeschild. Ich spähe interessiert durch die Scheibe. Ich stehe vor einem türkischen Supermarket in der Andernacher Fußgängerzone, es ist kühl und wolkig und ein kalter Wind weht mir um die Ohren. Eigentlich muss ich noch woanders hin, aber auf einen Mokka und das dazugehörende Päuschen habe ich mehr Lust.

"Mikro-Reisen – Ein kleiner Sprung in eine andere Welt" weiterlesen

Ich, in einem Breslauer Hostel, auf einem Hochbett sitzend. Ich lasse meinen Blick von oben durch den Raum schweifen. Es ist abends um halb zehn und im Damenschlafsaal herrscht gähnende Leere. Alle Täubchen sind ausgeflogen, lernen das Nachtleben von Breslau kennen. Und ich habe bereits meine Schlafsachen an. 

"Woran merkst du, dass du alt wirst…" weiterlesen