Auf den Aufstieg zum Fernsehturm habe ich nicht wirklich Lust und möchte auch im geschäftigen Stadtzentrum bleiben. Unentschlossen, was ich denn als Nächstes unternehmen werde, bleibt mein Blick auf einem Plakat des Bier-Spa hängen. Baden im Bier? Na ja, eine Anwendung wollte ich sowieso mal machen, wenn ich schon mal hier bin, das gehört zu Karlsbad ebenso dazu wie die Schnabeltasse. Es ist warm und sonnig, die Mittagssonne macht mich fröhlich und ein wenig müde. Also setze ich mich hin, lasse den Trubel um mich herum ziehen und inspiziere die Website des Bier-Spa. Baden im Bier. Hm, das hat was.

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung
"Schon mal in Bier gebadet? – Das traditionelle Karlsbader Bier-Spa" weiterlesen

Ein Ausflug zum Fernsehturm mit Blick auf Karlsbad – das war für heute der Plan. Doch Pläne sind dazu da, umgeworfen zu werden und zunächst brauche ich sowieso einen Geldautomaten oder eine Wechselstube, irgend etwas, das mir hilft, an Bares in Form von Kronen zu kommen. Viele Wechselstuben bieten einen Exchange kommissionsfrei an, doch am Ende entscheide ich mich für den Geldautomaten. Gehupst wie gesprungen, letztlich halte ich viele schöne, unbekannte Scheinchen in der Hand. Jetzt kann ich mir so eine olle, kitschige Schnabeltasse kaufen, von denen an jeder Ecke welche an den Souvenirshops aushängen und die es in allen Farben, Größen und Formen gibt. 

"Eine Reise in den Untergrund – Die Entstehung der Karlsbader Quellen" weiterlesen

Die Sonne fällt durch das Fenster und in der hell erleuchteten Gardine verfangen sich die Umrisse der tanzenden Zweige der Bäume im Garten. Mein Zimmer – schlicht mit alten Möbeln eingerichtet, befindet sich in einer Villa, die ehemals glanzvolle Zeiten gesehen haben muss. Stuck an den Decken, Lampions, bunt leuchtende Glasfenster voller Mosaiken und Muster. Ja, Karlsbad war ehemals ein Ort für die Reichen – und der Glanz und Prunk kehren langsam wieder in die Stadt zurück…

"Karlsbad in Tschechien – Die Stadt der vielen Gesichter" weiterlesen

Die Celsius-Marke wandert gen vierzig Grad. Es ist wieder einmal eine Hitzeperiode in Deutschland zu verzeichnen, der Asphalt glüht und die Betonmauern der Stadt nehmen die unbarmherzige Hitze in sich auf, um sie wie ein Speicher in den späten Abendstunden nach und nach wieder abzugeben. Alles klebt – die Kleidung, das Gesicht – und zwar unabhängig davon, wie oft man bereits geduscht hat. Doch es gibt auch hier, in der Nähe der Großstadt, kleine Flecken Natur, schöne, ruhige, grüne Flächen, die ein wenig Schatten und Erholung zu bieten haben. Ein solcher „grüner Fleck“ ist die privat geführte, genau an der Gabelung zwischen dem Rhein und dem Main gelegene Campinginsel Bleiau.

"Naherholung bei Mainz – Camping auf der Insel Bleiau" weiterlesen

Colonia Güell

Fast schon organisch sieht es aus, bemerkt Stefan. Wir stehen vor den Toren der Krypta, betrachten das Bauwerk zunächst aus der Ferne. Ein Mädel sitzt am Eingang auf einem Klappstuhl, kontrolliert die Tickets. 8,50€ pro Person kostet der Eintritt in die unvollendete Kirche, der Rest der Siedlung ist frei zugänglich. Doch ist die Krypta der Grund, warum ich erst hierher gekommen bin.

"Was Gaudi nicht zum Ende brachte – Die Krypta von Colonia Güell" weiterlesen

Unser Exe-Hotel (unbeauftragte Werbung!) liegt etwas außerhalb von Barcelona, in einem der vielen Ausläufer mit dem Namen Sant Joan Despi. Die Ortschaft ist eher eine Ansammlung von, ich sage mal, katalanischen Plattenbauten und so bewundern wir selbige an diesem Morgen beim Blick aus dem Fenster. Wir steigen ins Auto mit lediglich einer groben Vorstellung, denn heute wollen wir uns ansehen, was es südlich von Barcelona entlang der Küste so Schönes zu sehen gibt.

"Kataloniens Küste – Sitges und Tarragona" weiterlesen

“Ihr Flug ist überbucht.“ Spricht die Stimme über uns. Das ist uns nichts Neues, denke ich, während wir zusammengekauert seit circa einer Stunde am Gate sitzen und warten, warten darauf, dass die Sonne untergeht (nein, eigentlich nicht, denn da wollten wir schon längst in der Luft sein…), warten auf besseres Wetter, warten darauf, dass sich endlich etwas tut. 

"Ein Tripp nach Barcelona – Kloster Montserrat" weiterlesen

Von all den ungewöhnlichen Übernachtungen, die ich bisher ausprobiert habe, war dies mit die schönste in ihrer Einfachheit. Seit jeher zieht es den Menschen ans Wasser und manchmal braucht man nicht viel, um die Gedanken fahren zu lassen als einen See, ein Boot und das Schaukeln der Wellen…

"Ungewöhnlich übernachten – auf einem Hausboot in Brandenburg" weiterlesen

Wandern? Frage ich mich. Aber wo? Ausgerechnet der Odenwald, wo ich gefühlt bereits weiß, wie jeder einzelne Stein aufeinander liegt? „Kein Thema, ich bin offen.“ Sagt meine Freundin. „Es kann auch woanders hin gehen.“ Das macht mich noch ratloser, denn mich zieht es in der Regel sehr weit weg, meist hinter die Grenze, wo die Häuser anders aussehen und die Leute anders sprechen. Die rastlose Kasia.

Ich überlasse ihr freie Hand, um uns eine schöne Wanderstrecke auszusuchen. Und nun sind wir hier. 

"Buddhas Weg – Wandern im Odenwald" weiterlesen