Wie alles begann…

Am Samstag, den 24 August 2019, packe ich meinen Rucksack und lasse alles hinter mir. Für die nächsten zwei Wochen werde ich alleine durch Nepal reisen, was sicherlich machbar ist, mir nun aber doch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Denn noch nie war ich so weit weg von Zuhause – allein. Nicht, dass ich nicht zurecht käme. Und es ist auch nicht so, als sei ich es nicht gewohnt, viel allein unterwegs zu sein, im Gegenteil, das bringt ein Job im Außendienst so mit sich. Und nein, auch fühle ich mich dabei nicht komisch oder habe irgendwelche Hemmungen, mich in ein voll besetztes Restaurant zu setzen und am Essen oder Wein zu mängeln. Das ist es nicht.

"Kathmandu – So hässlich, so ungeheuer spannend…" weiterlesen

Meine Vorbereitungen dauern lange. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich entschlossen habe, zum ersten Mal für eine längere Zeit allein mit dem Inhalt meines Rucksacks zu verreisen. Der Backpack hat die praktische Handgepäckgröße und erlaubt es mir während der Reise, gechillt alle Gepäckförderbänder und die dazugehörenden Schlangen umzugehen.

Der Stress beginnt nämlich schon davor – beim Packen. 

"Packliste für Nepal (ohne Trekking)" weiterlesen

„Kathmandu ist sehr wuselig. Groß, laut, stinkig und so wuselig – so viele Eindrücke, dass ich nicht einmal mehr schreiben mag. Ich brauche Zeit.“

Das sind meine ersten Worte, in schiefer Schrift gekritzelt in mein Notizbuch.
Müde. Müde bin ich und erledigt. Kathmandu ist groß, stinkig und laut. Sie ist sehr spirituell – sowohl die Stadt als auch die Menschen, an jeder Ecke steht ein Baum mit hinduistischen Symbolen oder ein kleiner Schrein. An solchen Orten bleiben die Menschen kurz stehen, beten, tauchen ihre Fingerspitzen in Wasser, berühren ihre Stirn und gehen weiter – es dauer praktisch nur einen Augenblick.

"Kathmandu, Tag 1 – Wuselig, laut und stinkig" weiterlesen

Bis zuletzt hatte ich es irgendwie im Gefühl. Deswegen habe ich so lange nichts geplant und auch ewig nichts gebucht. Diese Reise hätte alles Mögliche sein können – von Palästina über Sri Lanka, Irland oder Indien – ja, es hätte sogar eine Segeltour oder ein Trip durch den peruanischen Dschungel werden können. Doch letzten Endes kristallisierte sich Nepal immer klarer heraus. Nachdem jedoch meine Reisebegleitung kurzfristig abgesagt hatte (ich war nicht wirklich überrascht, wie gesagt, ich hatte es im Gefühl…), heißt es nun für mich in Anbetracht der gekauften Flugtickets bei Katar Airways – Kasia, zieh es durch!

"Things to do – in Kathmandu" weiterlesen

Mannheim

Home, sweet home. Home-Base nennen es manche. Ich nenne es Zuhause. Ganz einfach. Die Erfahrung, dass es draußen kühler ist als drinnen – unbezahlbar. Die frische, kühle Luft. Darauf muss man sich wieder einstellen, doch so ist mir die Welt wieder vertraut. Einen guten Doppelblack und eine Cohiba, ganz entspannt im Garten nach einer langen Reise. Meine Blumen sind in die Höhe geschossen, alles ist so saftig grün. Die Bräune in meinem Gesicht und der Sonnenbrand, den ich noch an Armen und Rücken spüre – so unpassend bei den frischen, deutschen Maitemperaturen. Es ist erst zehn Uhr morgens, hier spielt uns die Zeitumstellung zu. Völlige Erschöpfung.

"Es bleiben nur Geschichten…" weiterlesen

Kopflos springe ich ins Wasser. Zunächst versuche ich mich zu orientieren. Wo ist denn nur der Walhai? Der Guide neben mir gibt mir unter Wasser Handzeichen. Dreh dich um… Ich drehe mich um; zwei sanftmütige Augen und ein riesiges Maul schwimmen genau auf mich zu. Vor Schreck mache ich fast ein Salto im Wasser…

"Schnorcheln mit Walhaien – Eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens" weiterlesen

Es beginnt wie eine gute Geschichte: zwei Briten, zwei Deutsche und zwei Italiener laufen über eine Insel. Der Guide geht barfuß voran. Wir passieren bunt angestrichene Häuser, deren Farbe an vielen Stellen schon abblättert, bewegen uns im Schatten dichter Vegetation. Wir erkunden Fenfushi, eine der bewohnten Inseln der Malediven.

"Maledivische Local Islands – Ein Besuch auf Fenfushi" weiterlesen

Mein Körper fühlt sich an, als würde er noch immer in den Wellen treiben. Ich weiß, dass es nicht so ist… aber sobald ich die Augen schließe, gleite ich wieder im tiefen Blau dahin, schaukeln mich noch immer die Wellen, ziehen Fischschwärme an meinem Gesichtsfeld vorbei. Ich brauche die Bilder nicht herauf zu beschwören, sie sind einfach da, die Korallenriffe und die tanzenden Muster, die die Sonne am Grund des Meeres malt. 

"Sun Island – Eine Begegnung mit Adlerrochen" weiterlesen
Montag, 13 Mai 2019

Sanft wiegen sich die Palmblätter im Wind.
Sanft blubbert die Shisha.
Sanft rieselt die Musik aus dem Hintergrund.

Im Gin Tonic vor mir steigen kleine Bläschen auf. Ein Jetski rauscht vorbei. Der Passagier quietscht vergnügt, als die Wasserfontänen in die Höhe spritzen. Ein Pelikan fliegt mit schweren Flügelschlägen tief über den Wellen hinweg.

Sanft streicht der Wind über erhitzte Gesichter.
Sanft wiegen mich die Wellen in einen Schlummer.

"Die Krabbe und der Plattfisch" weiterlesen

Das bleifarbene Wasser verschmilzt mit dem Himmel. Kaum auszumachen, wo der Ozean aufhört und der Horizont beginnt. Immer am Abend nimmt das Wasser diese schwermütige Färbung an. „Ich finde das schön.“ Sagt Stefan. Am Bootsanleger gehen die ersten Lichter an. Die Rufe der Vögel werden immer lauter in den Abendstunden. Ein Pärchen spaziert am Strand entlang. Sie machen Bilder, einer „hält die Sonne“. Auch wir spazieren am Strand entlang, tauchen die Zehen ins warme Wasser. Glücklicherweise muss keiner von uns die Sonne halten.

"Mantas, Walhaie und Schildkröten – Die Speedboot-Tour" weiterlesen