Auf den Aufstieg zum Fernsehturm habe ich nicht wirklich Lust und möchte auch im geschäftigen Stadtzentrum bleiben. Unentschlossen, was ich denn als Nächstes unternehmen werde, bleibt mein Blick auf einem Plakat des Bier-Spa hängen. Baden im Bier? Na ja, eine Anwendung wollte ich sowieso mal machen, wenn ich schon mal hier bin, das gehört zu Karlsbad ebenso dazu wie die Schnabeltasse. Es ist warm und sonnig, die Mittagssonne macht mich fröhlich und ein wenig müde. Also setze ich mich hin, lasse den Trubel um mich herum ziehen und inspiziere die Website des Bier-Spa. Baden im Bier. Hm, das hat was.

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung
"Schon mal in Bier gebadet? – Das traditionelle Karlsbader Bier-Spa" weiterlesen

Ein Ausflug zum Fernsehturm mit Blick auf Karlsbad – das war für heute der Plan. Doch Pläne sind dazu da, umgeworfen zu werden und zunächst brauche ich sowieso einen Geldautomaten oder eine Wechselstube, irgend etwas, das mir hilft, an Bares in Form von Kronen zu kommen. Viele Wechselstuben bieten einen Exchange kommissionsfrei an, doch am Ende entscheide ich mich für den Geldautomaten. Gehupst wie gesprungen, letztlich halte ich viele schöne, unbekannte Scheinchen in der Hand. Jetzt kann ich mir so eine olle, kitschige Schnabeltasse kaufen, von denen an jeder Ecke welche an den Souvenirshops aushängen und die es in allen Farben, Größen und Formen gibt. 

"Eine Reise in den Untergrund – Die Entstehung der Karlsbader Quellen" weiterlesen

Die Sonne fällt durch das Fenster und in der hell erleuchteten Gardine verfangen sich die Umrisse der tanzenden Zweige der Bäume im Garten. Mein Zimmer – schlicht mit alten Möbeln eingerichtet, befindet sich in einer Villa, die ehemals glanzvolle Zeiten gesehen haben muss. Stuck an den Decken, Lampions, bunt leuchtende Glasfenster voller Mosaiken und Muster. Ja, Karlsbad war ehemals ein Ort für die Reichen – und der Glanz und Prunk kehren langsam wieder in die Stadt zurück…

"Karlsbad in Tschechien – Die Stadt der vielen Gesichter" weiterlesen

Meine Füße schmerzen an diversen Stellen, an denen sich die Schuhe beim stundenlangen Marsch nach und nach eingedrückt haben. Ich sitze in meinem Lieblingsrestaurant, lasse mich von der seichten Musik berieseln und jeder Schluck des dunklen, tschechischen Bieres ist eine Wohltat. 

"Verwinkeltes Prag – Es macht dich glücklich, macht dich fertig…" weiterlesen

Der kleine Ostermarkt, den ich gesehen habe, war nur einer von vielen: Ganz Prag ist die Osterzeit über voll davon. Der größte befindet sich am Altstädter Ring. Die grün geschmückten Häuschen verkaufen alles Mögliche, ein großer Maibaum voller bemalter Eier steht in der Mitte des Platzes und auch hier lassen mir die Düfte nach Prager Schinken das Wasser im Mund zusammen kommen.

"Prag – Die Absintherie in der Jilska Straße" weiterlesen

Oder wie wichtig gutes Schuhwerk ist…

Tag eins ist Tag der Ankunft. Wobei – von der Ankunft als solche kann bei mir nicht die Rede sein – schnell lege ich meine Sachen auf dem Bett des Hostels ab und laufe wieder los in Richtung Stadt.

Dank der frühen Stunde habe ich noch ausreichend Zeit, das schöne Prag zu Fuß zu erkunden, so wie es mir am liebsten ist. Es gibt Städte, die sind am schönsten aus der Nähe, wenn man mittendrin ist, sie mit der Langsamkeit des Gehens entdeckt.

"Prager Geschichten – Mit schmerzenden Füßen durch die Goldene Stadt" weiterlesen