Darüber sind schon einige, mehr oder weniger gnädige Artikel geschrieben worden und das brachte mich dazu, mein Verhalten auf Reisen zu hinterfragen. Ab wann wird eine Wahrnehmung selektiv, ab wann suchen wir auf unseren Reisen nach der Fremdartigkeit, nach der Andersartigkeit?

Ich würde sagen: immer.

"Die Exotisierung der Fremde" weiterlesen

Als nächstes bewege ich mich grob in Richtung des Cismigiu Parks, des ältesten Parks der Stadt. Ich passiere das Viertel Lipscani, welches in diversen Blogs als das Bukarester Trendviertel angepriesen wird und frage mich, ob ein paar Bars und Cafes sowie das eine oder andere Graffiti an den Wänden wirklich für diesen Titel ausreichen.

"Rumänien – Begegnungen" weiterlesen

Eine schöne Kirche fällt mir ins Auge. Wie in einen Bahn ziehen mich die sakralen Gesänge, die den Gläubigen aus draußen angebrachten Lautsprechern beschallen und der Geruch von Weihrauch, der sogar nach draußen zieht, steigt in die Nase. Eine Bettlerin, die am Tor sitzt, spricht mich an.

"Schönheit und Verfall – die Altstadt von Bukarest" weiterlesen

Ich lasse die Wälder und die schroffen Berge hinter mir; es folgen Weiden und schnuckelige, kleine Dörfer, die ein bisschen noch so aussehen wie vor 100 Jahren. Zwei Pferde traben die Straße rauf. Sie ziehen die mit Holz beladenen Karren hinter sich, das die Besitzer vermutlich selbst im Wald gesammelt hatten. Pferde weiden abseits der Straße und ein junges Fohlen tanzt auf seinen dünnen Beinchen um seine Mutter herum. 

"Vlad Tepes war hier… nicht – Die wahre Geschichte von Schloss Bran" weiterlesen

So anders ist es nicht, denke ich mir, als ich später durch die Straßen laufe und die sandsteinfarbenen Häuserfassaden betrachte. Ja, so in etwa habe ich es mir vorgestellt. Der Verfall des ehemals Schönen erinnert mich ein wenig an Polen der neunziger Jahre.

"Das Katzencafe „Miau“ in Bukarest" weiterlesen

31 Mai 2018
Der Flug Frankfurt – Bukarest

Wie ein gestreifter Parkettboden breitet sich die rumänische Landschaft unter uns aus, während der Flieger auf Landung geht. Langgezogene Ortschaften ziehen sich an den Hauptverkehrsstraßen entlang wie in der Sonne glänzende, lange Adern. Wie in Polen sieht die Landschaft aus, denn auch dort ziehen sich die Orte unendlich in die Länge, hinter jedem Haus befindet sich ein mehr oder weniger großes Feld, das den Einwohnern gehört.

"Bukarest, die duftende alte Dame…" weiterlesen