Gedanken

Warum lese ich andere Blogs?

Es gab schon unzählige Artikel darüber, warum Blogger bloggen. In meinem Beitrag „Warum blogge ich“ zähle ich meine persönlichen Gründe dafür auf und erzähle euch, wie ich zum Bloggen gekommen bin (also praktisch wie die Jungfrau zum Kinde…)

Doch warum lesen wir andere Blogs? Es ist doch oft so, dass Blogger gerne bei anderen stöbern. Viele haben eine Blogroll, wenn nicht für jeden ersichtlich, dann zumindest im Hinterkopf. Und jeder von uns hat seine Lieblinge, bei denen er regelmäßig reinschaut.

Warum lese ich also Blogs?

Manchmal, da kann ich Stunden damit verbringen, mich durch die Abenteuer anderer Menschen zu fressen. Manches überfliege ich, einige Seiten schließe ich und wandere weiter. Doch hin und wieder entdecke ich richtige kleine Schätzchen, sehe die Person dahinter und will plötzlich alles über sie wissen. Und wenn das Geschriebene auch noch spannend in Worte und Sätze gekleidet ist, dann lese ich alles – ja, auch die ältesten Artikel von 2003 oder Beiträge über Themen, die mich unter normalen Umständen so gar nicht interessieren. Wie Geburtsberichte, wenn wir schon bei den „Umständen“ sind.

Vielleicht, weil ich ein kleiner Spanner bin. Ich mag die Blicke durch das Schlüsselloch, ich will wissen, was bei den anderen so los ist. Sobald ich einen neuen Blog entdecke, wandere ich sofort zur Rubrik „Persönliches“. Diese Rubrik ist bei jedem ungefähr dieselbe und beinhaltet verschiedenes. Oft versteckt sie sich unter Bezeichnungen wie „Gedanken“, „Verschiedenes“, „dies und das“. Und gerade dieses „dies und das“ interessiert mich. Da finden sich oft die spannendsten Sachen. Wie denkt der Mensch, dessen Website ich gerade besuche? Was beschäftigt ihn? Wie setzt er sich mit aktuellem Zeitgeschehen auseinander?

Dies mag der Grund sein, weshalb mich stark kommerzialisierte Blogs nicht anmachen; hier ist die Persönlichkeit des Bloggers kaum zu erspüren.

Andere Blogs sind eine Inspiration. Sie greifen Themen auf, die mir bereits im Kopf herumschwirrten. Um zu wissen, wie mehrere Personen über ein bestimmtes Thema denken, dazu eignen sich Blogparaden hervorragend. Doch auch abseits einer Blogparade lohnt es sich, zu schauen. Denn ab und an stoße ich auf einen Gedanken, eine Problematik oder einen Bereich, den ich anders interpretieren, anders sehen würde. Ja, manchmal lässt mich ein Gedanke nicht mehr los und ich spinne ihn weiter. Oder ich lese einen Beitrag, der mir viele Fragen aufwirft. Dies führt zu neuen Erkenntnissen, die ich dann für mich selbst, in meinem Blog, verarbeite.

Dass wir uns richtig verstehen. Das, was ich meine, hat nichts mit kopieren oder imitieren zu tun. Es geht nicht darum, Themen von anderen aufzugreifen, weil einem selber nichts einfällt. Nein; Blogs inspirieren mich dazu, mir meine eigenen Gedanken zu machen. Und die können stellenweise diametral von der Einstellung und Meinung des ursprünglichen Blogs abweichen.

Doch zugegeben, meist ist das Schauen hinter den Schleier der Grund. Der Hauptgrund sozusagen. Wenn ein Lieblingsblog offensichtlich stillgelegt worden ist, ist es beinahe genauso traurig, als wenn eine Lieblingsserie zu Ende geht. Manche Blogger verabschieden sich. Andere nicht. Manchmal gibt es noch ein neues Aufflackern, einen neuen Artikel. Es ist jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht – ich bin weit davon, zu meinen, dass ein Blogger irgend eine Art „Verpflichtung“ dem Leser gegenüber hätte. Nö, hat er nicht. Wieso auch? Schließlich ist das, was wir tun, etwas, was wir zu unserem Vergnügen, in unserer Freizeit tun.

Früher, am Anfang meiner „Blogger-Kariere“, da fehlte mir der Blick über den Tellerrand. Das erkenne ich jetzt. Wie immer, hilft mir die Zeitperspektive dabei. Ich habe stur vor mich hin gebloggt, ohne überhaupt zu wissen, was das Wort „Vernetzung“ überhaupt bedeutet. Na gut, ich wusste es schon. Und ich stöberte auch in schöner Regelmäßigkeit in meinen Lieblingsblogs, meinen Inspirations- und Fernweh-still-Quellen herum.

Doch eher selten hinterließ ich mal meine Gedanken, geformt zu einem Kommentar, bei meinen Mitbloggenden nieder. Wie vermutlich einige andere auch, war auch ich fest davon überzeugt, dass ein typischer Blogleser eben nicht selbst Blogger ist. Sondern jemand von „außerhalb“. Woher die romantische Vorstellung? Im Nachhinein weiß ich das nicht. Fakt ist jedoch, dass dies eher die Ausnahme darstellt. Ja, Menschen stoßen auf Blogs, doch das vor allem, wenn sie im Rahmen einer Recherche zu einem Thema selbst etwas suchen. Sie suchen Tipps, Informationen, bereiten sich auf eine Reise vor oder sind an einem Produkttest interessiert. Sie geben Suchbegriffe ein und finden Ergebnisse. Googeln nennt man das, glaube ich, heutzutage 🙂

Ob so ein Leser, nachdem er eine Lösung für sein „Problem“ oder eine gesuchte Information gefunden hat, regelmäßig wiederkommt? Ich weiß es nicht. Korrigiert mich, wenn ich mich irre, doch es scheint, als würden in erster Linie Blogger andere Blogs lesen, sich aktiv mitteilen und Kommentare hinterlassen. Dies ergibt sich zumindest aus meinen bisherigen Beobachtungen. Ein „Normalsterblicher“ Leser tut dies eher selten. Ich stelle mal eine gewagte These auf. Blogs werden (bis auf Ausnahmen) in erster Linie von Bloggern gelesen. Seit dieser Erkenntnis habe ich meinen inneren (Blog)Frieden gefunden.

Und warum ist es wohl so? Vermutlich kommt hier wieder die unserer Spezies typische Neugier ins Spiel. Wie macht der andere das? Was hat er für ein Layout? Worüber schreibt er? Und, wenn einem der bloggende nun näher ist: wie geht es ihm so, seit ich das letzte Mal vorbeigeschaut habe? Irgendwann hat man seine eigene, kleine Community, mit der man sich austauscht. Ob mit fotografischer Abbildung oder nicht, bei jeder Zeile, die gewechselt wird, entwächst ein schemenhaftes Bild in meinem Kopf. Ein Bild dieser Person. Wie ist sie so? Wie tickt sie? Worüber denkt sie nach? Der Mensch hinter dem Blog nimmt Konturen an.

So, das waren meine zusammengewürfelten Gedankengänge. Irgendwie fehlt mir noch ein Schlusswort, aber ich habe das Gefühl, als hätte ich mich in eine Ecke geschrieben… Eigentlich wollte ich etwas zu den Gletscherhöhlen in Island schreiben und bei einem neuen Blogprojekt mitmischen. Es wird immer etwas, womit man nicht rechnet. So wie dies hier. So viel zur Inspiration von anderen Blogs… 😉

Wenn ihr beim Lesen noch nicht eingeschlafen seid, schreibt mir gerne, wie ihr das sieht. Habt ihr auch den Eindruck, dass vorwiegend Blogger Blogs lesen? Oder habt ihr da ganz andere Erfahrungen gemacht? Ihr wisst, ich freue mich über jeden Austausch. In diesem Sinne…

Ach ja. Auf dem Headerbild lese ich ein Buch. Keinen Blog. Jaja, ich weiß. Aber es gibt so wenige Bilder von mir, auf denen ich vor einem Computer sitze…

Ganz passend zum Thema kommt da die Idee von Yvonne auf ihrem Blog: „Ein Anfang und kein Ende„, auf dem sie Bücher vorstellt und rezensiert. Yvonne ruft mit ihrer Aktion „Follow Friday“ dazu auf, regelmäßig andere Blogs zu lesen und zu kommentieren. Nicht für blindes Linksammeln, wie sie sagt, sondern um sich kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Und ich muss sagen, dass es das ist, was mir an der Bloggerei am meisten Spaß macht: der Austausch mit anderen, die Möglichkeit, auch mehr oder weniger kontroverse Themen auf niveauvolle Art zu diskutieren. Das kann einem kein Social Media geben, wo zwar viel diskutiert wird, aber die Freundlichkeit oft auf der Strecke bleibt. Das erlebe ich bei Blogs (noch) anders, und das freut mich sehr. 

Da ich keinen Bücherblog habe, werde ich offiziell nicht an Yvonnes Aktion teilnehmen, aber für alle Interessierten: es ist eine sehr schöne Idee, schaut sie euch an. 

Aufmerksam geworden bin ich durch den heutigen Beitrag von Steingarten.

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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17 Kommentare

  1. Ja, warum lese ich andere Blogs – auch wenn mich mein eigenes schon eine Menge Zeit „kostet“? Weil ich gerne lese, mich inspirieren lasse, gute Fotos anschauen möchte, spannende, kuriose und unterhaltsam geschriebene Stories mag, virtuell an fremden Erlebnissen teilhaben kann (gemütlich mit einer Tasse Tee in der Hand auf dem warmen Sofa), mich austauschen möchte.

    Auch ich mag es, wenn Persönliches durchblitzt. Das muss gar nicht unbedingt plakativ aus der „Über mich“-Spalte hervorgehen. Ich finde es viel spannender, zwischen den Zeilen oder aus der Art und Weise, wie Anekdoten beschrieben werden, herauszulesen, mit wem ich es zu tun habe, wie der- oder diejenige tickt. Besonders mag ich es, wenn sich zu interessantem Inhalt eine gute Schreibe gesellt, die gerne mit einer Prise Humor angereichert ist. Damit bin ich am Haken!

    Was den Austausch betrifft, so habe ich den gleichen Eindruck wie du: Blogger kommentieren eher und mehr bei Bloggern als „Nur-Leser“, die selbst kein Blog betreiben. Meine Initialzündung für mein Reiseblog entstand aus dem Wunsch und der Idee, mein persönliches Umfeld an meinen Reisen teilhaben zu lassen. Eine ganze Weile habe ich live vor Ort von meinen Reisen gebloggt, was bei Familie, Freunden und Bekannten (bis auf drei Ausnahmen sind da keine weiteren Blogger dabei) sehr gut ankam. Hatten sie so doch das Gefühl, wirklich so gut wie live dabei zu sein. Da haben sie auch noch relativ oft und regelmäßig kommentiert. Für mich aber hieß das, täglich recht viel Zeit damit zu verbringen, Fotos auszusuchen, zumindest minimal zu bearbeiten, Texte zu schreiben, ein paar Infos zusammenzusuchen etc. Zeit, die mir dann fehlte, vor Ort was zu erleben. Deshalb habe ich es vor einer Weile dann auch sein lassen und berichte seitdem zeitversetzt.

    Vielleicht ist es Zufall, oder ich bilde es mir nur ein: seitdem scheint seitens meines persönlichen Umfelds weniger kommentiert zu werden. Ich weiß allerdings, dass schon noch einige davon weiter still mitlesen – vielleicht nicht jeden Beitrag, aber schon einigermaßen regelmäßig. Manche geben mir mündliches Feedback, wenn ich sie treffe oder mit ihnen telefoniere. Andere sagen ab und zu per Email ein paar Worte dazu (weil sie nicht „öffentlich“ im Internet kommentieren wollen, wo gefühlt alle Welt mitliest). Wieder andere kommentieren auf Facebook, wo ich alle meine Beiträge parallel verlinke. Zwar „riskieren“ sie den einen zusätzlichen Klick auf den Link zum Beitrag, schreiben dort aber nichts ins Kommentarfeld, obwohl sie eh schon „drüben“ auf dem Blog sind. Vielleicht ist ihnen das Anmelden bei WordPress zu kompliziert oder zu umständlich. Ich weiß es nicht, weil sich auch auf Nachfrage keiner dazu positioniert hat.

    Seit einer Weile habe ich aber deutlich mehr Follower, die selbst bloggen. Die meisten davon haben mich über den WordPress-Reader gefunden bzw. ich sie. Seitdem ist deutlich mehr Leben in der Kommentar-Bude. Und das finde ich klasse! Ich denke auch, dass Blogger eben einfach besser nachvollziehen können, dass man auch mal Feedback haben möchte und nicht immer nur „schweigsame“ Leser. Seitdem habe auch ich meinen Frieden damit gemacht, dass Nicht-Blogger in der Tendenz nur lesen, aber kein Feedback geben – und sich vielleicht auch schnell wieder aus der Leserschaft verabschieden.

    A propos: jetzt verabschiede ich mich auch aus diesem Kommentar. Wer soll das alles lesen ???

    1. Hallo liebe Elke,

      ich habe deinen ausführlichen Kommentar sehr gerne und mit Begeisterung gelesen 🙂 Deine Beobachtung ist richtig: bei Facebook ist die Hemmschwelle geringer, einen Kommentar zu hinterlassen. Vielleicht deshalb, weil das Eingeben von E-Mail usw. entfällt. Oder auch, weil die Kommentare nicht erst freigeschaltet werden müssen, und sich eine Diskussion so schneller entwickeln kann.

      Wie dem auch sei; als ich noch meine Beiträge in den Reiseblogger-Gruppen teilte, bekam ich recht viel Interaktion. Die ließ sich leider nicht auf den Blog selbst übertragen. Dann beschloss ich, mich weitestgehend aus Facebook zurückzuziehen. Ich teile nur noch Beiträge auf meinem Profil, das wars. Es macht mir mehr Freude, direkt auf Blogs zu kommentieren, weil ich weiß, dass auch der Blogger längerfristig mehr davon hat. Und es scheint mir, als seien die Kontakte auf diese Weise etwas beständiger als in Social Media.

      Ich habe anfangs, ebenso wie du, versucht, täglich von unterwegs aus zu bloggen, einfach, um „meine Leute“ daheim auf dem Laufenden zu halten. Das wurde mir erstens zu anstrengend, zweitens hat man so nicht immer die Möglichkeit, Inhalte zufriedenstellend zu recherchieren. Das merke ich, wenn ich meine ersten Berichte nachlese. Heute hätte ich mir – als Anspruch an mich selbst – mehr Hintergründe gewünscht. Auf diese Weise sieht man auch, wie sich ein Blog im Laufe der Zeit entwickelt.

      Einige Blogs haben eine Rubrik, wo diverse Gedanken und Überlegungen des Bloggers zusammen kommen. Sei es zum Thema Reisen oder zum aktuellen Zeitgeschehen. Das ist insofern spannend, da ich so ein bisschen „in den Kopf“ von demjenigen gucken kann.

      Wie du treffend schreibst, können auch Reiseberichte und Anekdoten viel Aufschluss über die Persönlichkeit des Bloggenden geben.

      Ich versuche es so zu sehen: auch andere Blogger sind Leser. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht ist es falsch, da eine Grenze zu ziehen (mir ist bewusst, dass ich das mit dem Ansatz meines Beitrags selbst getan habe). Und wenn andere Blogger zu der interessierten Leserschaft gehören, dann ist es nur von Vorteil.

      So, liebe Elke, wie du siehst, kann auch ich mich manchmal, ohne es zu wollen, beim Kommentieren „verlieren“ 🙂 Noch eine Anmerkung, warum ich andere Blogs lese: ich liebe gut geschriebene Wüstengeschichten. Die, wo der Sand aus dem Laptop rieselt. Aber das nur am Rande 😉

      Liebe Grüße
      Kasia

  2. Hi Kasia,

    nachdem ich das hier gelesen habe, werde ich erst mal meine ganzen alten privaten Blog-Gedanken in anderer Rubriken verschieben um Sie vor deiner grenzenlosen Neugier zu schützen.. 😉
    Tatsächlich ist es so, dass Du völlig Recht hast – die Blogosphäre ist wie ein Fernsehprogramm: es gibt tolle Serien (Blogs), viel Werbung (Unternehmens-Blogs und Coaches) aber auch Wissen (Tech-Blogger) – wenn einem was nicht gefällt zappt (surft) man weiter – und wie im Fernsehprogramm werden Serien, wenn die Einschaltquoten sinken abgesetzt. Ab und zu gibt’s ein Remake – aber meistens ist es nie so gut wie das Original..
    Gut finde ich, dass Du erkannt hast, wie Netzwerken funktioniert. Leser hinterlassen sehr selten einen Kommentar – dies ist sicher davon abhängig, wie Leser auf den Blog kommen. Früher wurde eine Blogroll geführt – irgendwann verschwand die in der Bedeutungslosigkeit, auch untereinander wurde immer weniger kommentiert. Aber schon der erste Kommentar bei einem Beitrag kann die Hemmschwelle von anderen Schreibern lösen. Das ist sicher ein psychologisches Phänomen, dass automatisch bei Beiträgen, bei denen schon jemand etwas geschrieben steht wesentlich häufiger kommentiert wird. Und wenn schon der Leser, der über google kommt, nicht kommentiert, sollten es wenigstens wir Blogger untereinander tun..Nöö?
    CU
    Peter

    1. Da hast du völlig Recht! Wir Blogger wissen einfach, wie wichtig Feedback für den jeweils anderen ist. Ja, der Leser, der „von Google“ kommt, kommentiert eher selten. Das ist frustrierend.
      Doch ich muss dir sagen, seit dem „Netzwerken“ macht mir das Bloggen erst richtig Spaß.

      Ich finde deinen Vergleich mit einem Fernseherprogramm sehr treffend. Serien, Werbung und Wissen – einfach auf den Punkt gebracht. Von der Seite hatte ich das noch gar nicht betrachtet 🙂

      Die Hemmschwelle lässt sich laut einschlägiger Tipps oft brechen, wenn man selbst den ersten Kommentar hinterlässt, aber das ist mir, ehrlich gesagt, zu… hm…

      Liebe Grüße
      Kasia

  3. Bloggen und Blogs lesen … um vielleicht auch mal einen anderen Blick auf Mitmenschen und Situationen zu bekommen 🙂

    1. Das ist ein guter Beweggrund 😉 eine andere Perspektive und neue Gedanken…

      Liebe Grüße
      Kasia

  4. Liebe Kasia,
    interessant! Sehr!
    In einem muss ich Dir widersprechen! Ich bin ganz und gar nicht der Überzeugung, dass es überwiegend Blogger sind, die Blogs lesen! Vielleicht liegt es am Thema eines Blogs. Aber ich habe für mich entschieden, dass ich ganz bestimmt nicht speziell für andere Reiseblogger schreibe! Der größte Teil meiner Leserschaft kommt über Suchmaschinen. Das sind Leute, die Informationen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten oder auch zu kulturellen Aspekten suchen. Deshalb schreibe ich nicht nur über reiserelevante Themen und nenne den wichtigsten Teil meines Blogs „China-Magazin“. Es ist und bleibt ein Blog, in dem ich versuche zu informieren und eine persönliche Note einzubringen. Mein Ziel ist es auch nicht, einen Online-Reiseführer zu bieten. Ich möchte begeistern, nachdenklich stimmen und unterhaltsam informieren. Ich lese selbst einige Blogs, eben weil sie mich unterhalten, aber auch weil ich manchmal versuche, dort abzugucken, was sie besser machen als ich, wo kann ich lernen? Natürlich bin ich auch neugierig. Deshalb lese ich auch gerne solche Artikel wie Deinen hier. Ich selbst schreibe solche Artikel in der Regel nicht (mehr). Ich glaube, dass sich meine Strategie bewährt hat. Während bei vielen Reisebloggern 2020bder Traffic enorm eingebrochen ist, hat es bei mir nur kurzfristig einen kleinen Rückgang gegeben. Jetzt geht es wieder aufwärts,
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich denke, dass dein Blog einen sehr hohen, informativen Mehrwert für den Leser bietet. Ich schaue auch gerne bei dir rein, wenn mich ein neuer Beitrag anspricht oder wenn ich etwas Spezielles zu China nachlesen möchte. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber seit dem Ausbruch von Corona ist das Land für mich interessant geworden. Vielleicht aufgrund der erhöhten Medienpräsenz. Es würde mich sehr reizen, Shanghai zu sehen. Das muss sich wie ein Ausflug in die Zukunft anfühlen. Auf Olivers Sinograph stand mal irgendwo, dass sich das Land auch rasend schnell verändert. Das ist sehr reizvoll.

      So, jetzt verliere ich aber den Faden… 🙂

      Blogs, die von Reisetipps gelebt haben, hatten vermutlich große Einbrüche. Bei mir lag der Schwerpunkt in erster Linie auf Storytelling, deshalb hatte sich nicht viel verändert. Doch im Moment tue ich mir schwer, über Reiseerlebnisse zu berichten. Deshalb bin ich eher bei Mitmach-Projekten und Blogparaden dabei. Hauptsache es macht Spaß.

      Bleib wie du bist, du hast so eine ehrliche, geradlinige Art und das gefällt mir richtig gut. Ich wünsche dir auch viel Erfolg und ein schönes Wochenende!

      Liebe Grüße
      Kasia

  5. Hallo Kasia,

    wieder einmal ein sehr interessanter Artikel, der zum Nachdenken anregt. Seitdem ich selber blogge lese ich viel mehr Blogs als vorher. Wenn ich jetzt zu einem bestimmten Thema recherchiere schaue ich immer ob es vielleicht Blogs darüber gibt.

    Genau wie Du, hole ich mir auch viele Anregungen. Für mich als Neuling ist das besonders wichtig. Schön ist es wenn dann über die Kommentare ein Austausch stattfindet, oder wenn ein anderer Blog über etwas schreibt, was einem selber auch durch den Kopf geht.

    Das mit den Kommentaren sehe ich genauso wie Du. Am Anfang war ich sehr enttäuscht wenn ich Beitrag um Beitrag geschrieben habe, aber nie jemand etwas kommentiert hat obwohl es genügend Zugriffe gab. Viele lesen einfach nur aber kommentieren nie oder nur ganz selten. Seitdem auch einige andere Blogger ab und zu meinen Blog besuchen sind die Kommentare nach oben gegangen und ich freue mich sehr über den Austausch. Das Feedback finde ich wichtig, gerade wenn es auch einmal andere Meinungen sind. Das hilft einem sich selber kritisch zu hinterfragen. Es ist auch manchmal spannend wie unterschiedlich der gleiche Blogbeitrag von verschiedenen Leuten wahrgenommen wird. Und wie Du schon geschrieben hast, ist es toll wenn man die Leute dann anhand Ihrer Blogeinträge und Kommentare zumindest virtuell ein bisschen besser kennenlernt.
    In diesem Sinne, ganz liebe Grüße? aus Antigua? und ein schönes Wochenende

    1. Hallo liebe Annemarie,

      ja, die Kommentare sind die Essenz des Ganzen und Feedback, egal, wie es auch aussieht, macht die Sache erst spannend. Gerade wenn ganz unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, ist es ein Zeichen dafür, dass da jemand aufmerksam gelesen und sich mit dem Beitrag auseinander gesetzt hat. Das ist viel wert, schließlich hätte der Kommentierende seine Zeit auch anderweitig nutzen können. Die Themen, die kontroverse Meinungen auslösen, sind die, die bewegen.

      Was mir aufgefallen ist: wenn Leute zu bestimmten Themen online recherchieren und mich über Google auffinden (was recht häufig der Fall ist…), dann sind sie nach ihrer Recherche schnell wieder weg. Diejenigen, die Kommentieren, sind (meistens) andere Blogger. Vielleicht weil sie wissen, wie wichtig das dem anderen ist. Und es sind – zumindest ist es bei mir der Fall – andere bloggende, die regelmäßig reinschauen. Ich mache sehr gerne an Challenges und aller Art Aktionen mit, auch deshalb, weil hier die Kreativität eine große Rolle spielt. Es macht mir Freude, wenn ein Blogger einen Happen in den Raum wirft (im Sinne von Anregung, Wochenaufgabe, Thema für eine Blogparade…), diesen aufzufangen und auf meine Art umzusetzen.

      Und wie du sagst, je länger man sich austauscht, umso besseres Bild bekommt man dann von seinen Mitmenschen (hier: Mit-Bloggern…) In diesem Sinne: vielen Dank fürs Reinschauen!

      Liebe Grüße
      Kasia

  6. schon wieder ich !!!! Habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen und verstehe jede Zeile ! Nun zu meinem Grund einem Blog zu folgen ! Im großen und ganzen sehe ich es genauso wie du ! Blogbeiträge finde ich zum Teil sehr interessant aber teilweise langweilen sich mich nur ! Lesen ist jetzt nicht meine Stärke außer es ist ein Thema was ich sehr interessiert. Ich bin eher auf Bilder fixiert. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Ich suche auf Fotos neue Ideen und Ispirationen und unternehme auch mal den Versuch das was ich gesehen habe umzusetzen. Viele Ideen stammen von Blogger die ich einfach abgeguckt habe !
    Ich lese zu gut wie kein Buch und deshalb sind mir lange Texte manchmal ein Greuel ! Ich möchte auch nicht meine Geschichten erzählen weil ich oft denke eis langweilt doch nur ! Eine Diskussion finde ich schon interessant weil man dort eben die verschiedenen Meinungen kennenlernen kann. Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Meinungen anderer nicht zu akzeptieren die von sich selber so eingenommen sind das nur das was sie schreiben zählt ! Dann droht die Stimmung leicht zu kippen und das brauch ich nicht ! Die sollen mit ihrer Meinung glücklich werden und mich in frieden lassen. Hier ist jedes geschriebene Wort schad für die Zeit und den Datenverbrauch !
    Also das mit den Diskussionen ist toll aber für mich nach negativen Erfahrungen mit Vorsicht zu genießen !
    Ich bin auch ein Mensch der ohne große Umschweife auf den Punkt kommt und mich nervt es unheimlich wenn man alles ins uferlose umschreiben muss. Das gilt übrigens auch für mich bei Gespräche ! Kurz und knackig lautet mein Motto !
    Also ich bin schon auch der Meinung das Blogger Blogger kommentieren ! Jemand der keinen Blog unterhält ist schon sehr schwer zu gewinnen weil einfach das Interesse fehlt.
    So langsam weißt du wie ich ticke !!! Für mich normal mit Stärken und Schwächen wie jeder Mensch !!! LG Manni

    1. Hallo lieber Manni! Wie schön, von dir zu hören 🙂 Ich weiß, dass lange Texte nicht deins sind und ich freue mich umso mehr, dass du dir meine regelmäßig durchließt! Es ist schön, so treue Leser zu haben.

      Ja, die Grenzen beim Diskutieren sind fließend. Es gibt so viele Wege, aneinander vorbei zu reden, weil man sich eben nicht gut kennt. Da bin ich auch sehr vorsichtig, wie ich meine Gedanken formuliere 🙂

      Sich Inspirationen bei anderen zu holen, ich glaube, das machen viele. Manchmal kann man auch einen Gedanken aufgreifen und im eigenen Beitrag weiter führen. Und manchmal schreibt man etwas, dann schaut man sich um und sieht, dass ein anderer über ein ähnliches Thema geschrieben hat.

      Ich schaue mir sehr gerne tolle Bilder an, aber ich lese auch gerne und viel. Beides interessiert mich. Deshalb wechselt bei mir Text mit Foto-Challenges (zum Beispiel Mannis Fotoprojekten… *hüstel*)

      Bei dir finde ich toll, dass zu deinen Bildern oft noch ein wenig Hintergrundwissen kommt. Das ist gut, und mehr Text braucht man nicht 😉

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Liebe Grüße
      Kasia

      1. ich sehe schon , mir verstehen uns schon !

        1. Jip 🙂

    2. Einen Gedanken habe ich noch: wenn sich jemand, der normalerweise keine langen Texte liest, meine Beiträge durchliest, und zwar regelmäßig – ein größeres Kompliment gibt es nicht. In diesem Sinne: Dankeschön 🙂

      1. weil es mich interessiert und nicht langweilig geschrieben ist. Das ist wie das Salz in der Suppe ! Vielleicht fliege ich mal über einen Absatz aber am Ende weiß ich um was es geht ! Du weißt wie ich es meine !
        Ich hatte mal einen Bekannten wenn der mir was erzählt hat, wusste ich nach 20 Minuten erzählen überhaupt um was es geht ! Die Menschen gibt es ! Die können unwahrscheinlich ausholen beim erzählen !

        1. Ah ja, das kenne ich… 🙂 hatte mal eine Freundin, da war es genauso. Irgendwann ging der Kontext verloren. Auf jeden Fall, Dankeschön!

          Lg Kasia

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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