September 2019, Pokhara, Nepal
Fledermäuse faszinieren mich. Die Bat Cave ist eine Karsthöhle, die sich im Laufe der Zeit ins Kalksteinmassiv gefressen hat. Es ist eine touristisch begehbare Schauhöhle, in der tausende Fledermäuse unterschiedlicher Arten überwintern und gehört zu einem weit verzweigten Höhlensystem. Die Fledermaushöhle liegt einige Kilometer von der Lakeside entfernt. Und sie ist mein heutiges Tagesziel.

Es ist, als hätten die Regengüsse der letzten Nacht die Luft sauber gewaschen und die Farben der Landschaft zum Leuchten gebracht. Die Reisfelder links und rechts des asphaltierten Weges leuchten irrational grün, ein solches Grün dürfte es in der Natur eigentlich gar nicht geben. Zwischendrin schießen wilde, rote Schwertlilien empor wie kleine Fackeln. Alles schimmert in der Morgensonne und vom Trübsal der letzten Tage ist nichts mehr zu sehen. Pokhara hat ihr strahlendes Wetter wieder.
Das Leben tobt bereits unten auf der Straße, Roller, Motorräder und Busse schieben sich vorwärts und in den Reisfeldern verstecken sich Kinder, die sich auf dem Weg zu „ihrer“ Wasserversorgungsstelle machen, einem Rohr, das an einer Baustelle aus der Erde ragt und frisches Trinkwasser für die Bevölkerung der Lakeside bietet. Gut, frisch ist relativ und „Trinkwasser“ ebenso, doch das, was bei unsereins einiges Rumoren in der Bauchgegend verursachen würde, dient den Menschen in Nepal sowohl zum Kochen als auch zum Waschen gleichermaßen.

In meinem Stammlokal frühstücke ich diesmal eine süße Variation der Mo-Mos, der berühmten Teigtäschen, derer unterschiedliche Versionen es im ganzen Land gibt. Je nach Region und Zubereitungsart erhält man ein völlig neues Gericht.
So wie heute: die süßen Mo-Mos sind mit Banane und Schokolade gefüllt, sehr reichhaltig, in Öl gebraten und werden mit einer kleinen Schüssel Honig serviert. Dazu gibt es diesen guten, würzigen, nepalesischen Kaffee, der in einem Kännchen bereits mit Milch aufgegossen ist.
Und ein weiteres Mal macht es sich, wie so oft, ein Straßenhund unter dem Tisch zu meinen Füßen bequem. Es ist nicht derselbe Hund wie die letzten Male, doch die Augen könnten gut und gerne dem gleichen Tier gehören, so groß und bittend und hingebungsvoll wie sie mich anblicken.




Ungerührt spazieren zwei Kühe über die Mitte der Fahrbahn. Durch nichts lassen sich die heiligen Tiere irritieren, zielsicher und seelenruhig beanspruchen sie die Straße für sich allein. Autos, die normalerweise einen ordentlichen Zacken an den Tag legen, umfahren die Tiere mit äußerster Vorsicht und auch sonst scheint niemand Notiz von den Tieren zu nehmen.
Die Nepalesen gehen weiter ihrer Tagesbeschäftigung nach, es scheint hier ein gewohnter Anblick zu sein. Nur die vereinzelt auftretenden Touristen wirken verblüfft, manch einer macht heimlich ein Foto von der Szene. Der Nepalese wundert sich seinerseits über den Touristen. Wohlerzogen wie er ist, würde er niemals etwas sagen, doch nicht zum ersten Mal keimt in seinem Kopf die Frage auf, ob diese Weißen, die von so weit her gekommen sind, solche Tiere nicht kennen?

Die Kühe indessen sehen ihre fünf Minuten Ruhm gekommen; mit erhobenem Kopf ziehen sie kauend weiter ihres Weges, stolzieren mit Würde, zugleich versuchend, eine gute Position für ein Foto einzunehmen und so zu tun, als ginge sie das alles nicht an. Die Kuh ist eine Diva; niemals würde sie zeigen, wie sehr sie das Rampenlicht genießt.
Busse, Motorräder, Autos – der ganze knatternde Verkehr zieht links und rechts an den Tieren vorbei, denen das nicht im Geringsten etwas auszumachen scheint. Welchen Grund hätten sie auch, um nervös zu werden? Wissen sie doch genau, dass die Menschen mehr auf ihre heilige Kuhhaut achten als auf ihre eigene.

Heute setze ich ein, was ich neulich von meiner tschechischen Reisebegegnung im Bezug auf die lokalen Busse gelernt habe. Ich lokalisiere den ungefähren Standort meiner Fledermaushöhlen auf der Karte und marschiere in diese Richtung los. Nebenbei schaue ich mich immer mal wieder nach hinten um und sobald ich einen der grünen Busse hinter mir erblicke, beginne ich zu winken.
Der Bus hält an und der Kassierer (nicht zu verwechseln mit dem Fahrer, der sitzt ausschließlich am Lenkrad und ist für den Ticketverkauf in der Regel nicht zuständig) wirft einen Blick auf meine Karte. Ja, es würde ein Stück in meine gewünschte Richtung gehen, dann wird er mir Bescheid sagen.
Gekonnt halte ich inzwischen die lokalen Busse an. Auf diese Weise komme ich mithilfe verschiedener Busse und meiner eigenen Beine Stück für Stück weiter. Wann die Busse jeweils kommen? Keine Ahnung. Ob sie kommen? Glückssache. Aber so ist es in Nepal: es gilt das Prinzip der Wahrscheinlichkeit.

Das gleiche gilt für die Preise, auch diese sind dem Wahrscheinlichkeitsprinzip unterworfen. Abgerechnet wird je nach Strecke und danach, ob du Einheimischer, Weißer oder Chinese bist (das sollte sich bei uns mal jemand trauen…). Manchmal bezahle ich fünfzehn, manchmal fünfundzwanzig Rupien und einmal, trotz dass die gefahrene Strecke ausgesprochen kurz war, hatte ich fünfzig Rupien berappen müssen; da habe ich noch heute die Vermutung, es wollte sich jemand am Touristen bereichern.
Doch wenn man die Preise umlegt und in unsere Welt überträgt, dann sind fünfzig Nepalesische Rupien nicht ganz fünfundvierzig €-Cent; zu wenig, als dass es mir die Spucke wert wäre, mich darüber zu ärgern.
Das ginge freilich vielen anders. Was wieder einmal beweist, dass die meisten (Europäer) ohne zu murren auch höhere Preise bezahlen, doch bei kleineren Beträgen bereit sind zu feilschen bis aufs Blut, nur um nicht übervorteilt zu werden. Es geht also niemals nur ums Geld. Es geht ums Prinzip.
Jedenfalls stehe ich inzwischen wie ein Local geübt da, halte im Gehen meine Busse an und fühle mich dabei unheimlich verwegen. Es ist schon was Cooles, wenn so ein Bus nur für dich alleine anhält. Und auch, dass du es dir heranwinken kannst wie ein New Yorker Taxi.
Innendrin sehen die Vehikel bunt und phantasievoll aus, ausgekleidet mit farbigem Stoff und geschmückt mit Gebimbsel. Doch die Sitzflächen und das Inventar tragen Abnutzungsspuren des täglichen Gebrauchs, die Sitze sind glatt poliert von den vielen Hintern, die tagtäglich wechseln. Ungerührt sitzt vorne der Fahrer am Lenker.
Und die anderen Fahrgäste? Sie sind sehr nett und höflich; das eine oder andere Mal fängt einer (meist eine Frau) einen Plausch mit mir an, der oft aufgrund der Sprachbarriere ziemlich schnell endet. Niemand scheint sich darüber zu wundern, dass ich mitfahre. Vermutlich ist es in touristischem Pokhara kein zu seltener Anblick.
Ich lasse mich in einem Stadteil Pokharas fernab von der Lakeside absetzen. Zum ersten Mal fällt mir auf, wie groß diese Stadt eigentlich ist. Wer als Tourist die Lakeside kennt, ist schnell geneigt zu glauben, es ginge einmal nur die Straße runter, und das war es gewesen, doch nein, die Ausläufer Pokharas erstrecken sich tief zwischen die grünen Hügel der Berge. Wobei alles, was unter fünftausend Metern hoch ist, für Nepalesen nicht wirklich als Berg zählt (habe ich mal gelesen…) so sind die Hügel, die ich hingegen meine, vermutlich nur als Bodenunebenheiten anzusehen.
Für mich geht es zu Fuß weiter. Diesen Teil der Stadt kenne ich überhaupt nicht. Touristen gibt es hier keine, wieso sollte sich auch jemand hierher verirren. Dafür pulsiert das Leben auf den Straßen. Jugendliche sitzen rum, Taxifahrer warten auf Kundschaft. Die Straßenzüge sind geschmückt; goldene Fähnchen ziehen sich über die Hauptstraße und erinnern mich an meine kitschige Vorstellung von einer Fiesta Mexicana. Vermutlich wurde in großem Stil das Teej Festival zelebriert, das drei Tage lang andauernde „Fest der Frauen“.
Geschäfte säumen die Straßen, viele Shops des täglichen Bedarfs, doch auch Kleider und Teppiche kann man hier erstehen. Fliegende Händler verkaufen rosa Zuckerwatte. Was völlig fehlt, ist dieser esoterisch angehauchter Touch, der sich die Lakeside entlang zieht und wohl einzig dazu dient, den anfälligen Touristen anzusprechen. Die Menschen in Nepal brauchen keine esoterische Atmosphäre mit Steinchen, Masken und Gedöns; sie haben die Spiritualität längst zu einem natürlichen Bestandteil ihres Alltags gemacht. Doch die Kinder sind, wie immer, die Besten: sie rennen auf mich zu, rufen mich und winken. Ihre Augen glänzen vor Begeisterung und unverfälschter Neugier.
Die Nepalesen sind offen, freundlich und hilfsbereit; im Grunde kannst du den erstbesten nach dem Weg fragen. Was ich auch tue, als ich kurzzeitig die Richtung verliere. Da meine App nicht exakt arbeitet, bin ich ab und zu auf einen Tipp von außen angewiesen; ein Nepalese weist mir die Richtung. Ich biege von der Hauptstraße ab und laufe die Seitenstraße hinauf.
Unerwarteter Weise erwische ich auch hier nach einer Weile einen Bus, der mich in Richtung der Fledermaushöhlen bringt und nur wenige hundert Meter vom Ziel herauslässt. Auf dieser letzten Etappe lerne ich im Bus ein Schweizer Pärchen kennen, die gerade vor einem Tag vom Trekking zurückgekommen waren. „Wie ist das Wetter da draußen?“ Frage ich erstaunt, war ich bisher doch überzeugt, dass die Sieben- und Achttausender in Nebel- und Wolkenfeldern versinken. „Habt ihr die Berge gesehen?“
„Aber ja doch!“ Antwortet das Mädel erstaunt. Das Wetter sei gut gewesen. Ich grummle erstaunt vor mich hin. Vielleicht hätte ich doch trekken gehen sollen. Es ist wie es ist, ich wollte das Land vom Grund auf kennen lernen, trekken kann ich beim nächsten Mal.
Die beiden haben das gleiche Ziel, auch sie wollen die Bat Cave sehen. Auf dem großen Wendeplatz, wo uns der Busfahrer aussteigen lässt, ist die Höhle bereits angeschrieben. Man folge dem Weg, der sich einen Abhang hinauf an einheimischen Dörfern vorbei etwa fünfhundert Meter durch ein Stück Dschungel schlängelt. Wie immer stakse ich mit meinem schwarzen Schirmchen durch die Gegend zum Schutz vor Sonnenstrahlung. Do it like the locals!
Ich gehe vor, während sich die beiden noch in einem Gespräch mit einem Kioskbesitzer befinden. Doch am Ende kommen wir zu dritt vor dem Eingang an.
Der Eintritt in die Höhle kostet wenige Rupien und der Besucher bekommt eine leistungsstarke Lampe ausgehändigt. Die Fledermaushöhle kann auf eigene Faust besichtigt werden, doch im Nachhinein würde ich definitiv einen Guide empfehlen. Nicht nur, dass er die Lampe halten kann, während ihr die Bilder macht, auch kann er euch auf Besonderheiten aufmerksam machen und was noch wichtiger ist, er hilft euch, euch in der Höhle zurecht zu finden. Denn die Besichtigung hat nichts mit einem gemütlichen Rundgang deutscher Tropfsteinhöhlen zu tun, die teilweise sogar kinderwagengerecht eingerichtet sind.
Hier ist der Boden uneben und man sollte aufpassen, nicht zu stolpern oder sich nicht den Kopf anzuschlagen. Und das beste kommt ja bekanntlich zum Schluss: um aus der Höhle wieder heraus zu kommen, quält man sich wie am Tage seiner Geburt eine enge Spalte nach oben hindurch. Trittsicherheit und festes Schuhwerk ist erforderlich, nimmt am besten eure Wanderschuhe mit. Ach ja, und vergesst die Flip-Flops, die sind so ziemlich das ungeeignetste, was ihr an dem Tage tragen könnt. Rechnet zudem damit, schmutzig zu werden, wenn ihr euch die enge Öffnung in die Höhe zieht, denn es ist nass und schlammig. Ein Guide kann euch auch hier behilflich sein oder eure Sachen halten. Und ihr solltet nicht klaustrophobisch veranlagt sein, denn dann wird es ein Höllentrip für euch.
Die Alternative ist natürlich, sich umzudrehen und denselben Weg nach draußen zu laufen, den man gekommen ist. Aber das wäre dann wohl nur der halbe Spaß, oder?
So, genug gespoilert, lasst uns jetzt dazu kommen, wie ich es erlebt habe.
Kasia hatte keinen Guide, dafür aber Flip-Flops an. Die perfekten Voraussetzungen also für ein Abenteuer.
Bereits am grün bewachsenen Eingang zur Höhle bieten mir gleich mehrere Guides ihre Dienste an. Doch ich winke ab, es erscheint mir absurd, für diesen kleinen Spaziergang eine Begleitung zu ordern. Fledermäuse gucken kann ich selbst.
Es geht über ein schwarzes, aufgerissenes Loch in den Bauch von Mutter Erde hinein. Wurzeln von Schlingpflanzen wachsen herunter und Wasser tropft kühl auf meinen Kopf und Rücken. Nach der Hitze draußen bin ich dankbar für die Dunkelheit und die Kühle, die mich hier drinnen empfängt.
Eine Treppe führt nach unten und sobald ich im Halbdunkel bin, ist es, als hätte ich eine andere Welt betreten. Sofort wirken die Geräusche gedämpfter. Doch oben, von der Decke kommend, höre ich die durchdringenden Töne der Fledermäuse und kann die vielen, beweglichen Knäuel im Zwielicht sehen. Eine große Ansammlung der Tiere hängt an der Decke. Ab und zu löst sich ein schwarzer Schatten und fliegt zu einem anderen Teil der Kolonie.
Fotos der Tiere biete ich euch an dieser Stelle nicht an. Ich habe die tagsüber ruhenden Tiere nicht mit Blitzlicht fotografieren wollen. Entgegen der allgemeinen Überzeugung, dass Fledermäuse blind seien, können sie tatsächlich UV-Licht wahrnehmen. In Wirklichkeit haben die Tiere sehr empfindliche Sehnerven, obwohl sie zur Orientierung und Fortbewegung nicht auf ihre Augen angewiesen sind. Manche Arten sind toleranter, was Lichtquellen betrifft, manche reagieren sehr empfindlich, doch es ist für alle Tiere störend, direkt angeleuchtet zu werden. Soweit ich gesehen habe, hat das auch keiner der anwesenden Besucher getan.
Keine Fledermausfotos, dafür der Kopf im Nacken. Währenddessen wird der Boden zur Stolperfalle. Das Pärchen geht ein Stück vor mir, und noch ein Stück weiter vorne führt ein Guide eine Gruppe durch die Höhle. Die ist indessen nicht groß; rund 15 Meter hoch und nur 150 Meter ist sie lang, bevor es wieder über den unebenen Boden nach oben geht. Über tausende von Jahren wurde sie vom Seti Gandaki Fluss ins Gestein gegraben. Riesenhafte Stalaktiten wachsen aus dem Boden hinauf. Eingeritzte Zeichen bedecken die Wände. Ich meine, Formen und Gesichter in den Formen des Felsens zu erkennen.
Dann plötzlich gerät die Menschenkolonne ins Stocken. Wir warten auf eine Frau und ihren Guide vor uns, die anscheinend Probleme hat, nach oben zu kommen. Der Rest ihrer Gruppe ist bereits oben. Der Durchgang ist uneben und schmal, lediglich ein Geländer bietet so etwas wie Sicherheit. Wir stehen alle hintereinander, so dass nach vorne hin kaum etwas zu sehen ist. Entsprechend kann ich auch nicht einschätzen, wie schwierig die Passage wirklich ist, die die Frau zu bewältigen hat. So entschlüpft mir und dem Pärchen vor mir schon mal ein ungeduldiger Seufzer. So schwer wird es wohl nicht sein?
Endlich ist es geschafft und es kann weiter gehen. Da ich mich während der Begehung habe zurückfallen lassen, um mir in aller Ruhe alles anzusehen, bin ich entsprechend auch die letzte, die sich nach oben zwängt. Meine Umhängetasche und die Laterne behindern mich plötzlich. Die glatten, nassen Felswände um mich herum sind rutschig und die Flip-Flops geben keinen Halt. Wie war das nochmal, wo stelle ich die Füße hin? Wie haben die anderen vor mir das gemacht? Ich hänge halb mit einem Bein oben und mit einem unten und komme mir äußerst ungeschickt vor. Und entschuldige mich im Geiste bei der Touristin, die ich im Vorfeld schon vorverurteilt habe. Fast bin ich bereit, auf alles zu pfeifen und den Weg wieder zurück zu gehen. Das Problem nur: ich komme so auch nicht mehr runter. Die Angst zu stürzen oder mir sonstwie weh zu tun ist zu groß. Panik, Panik. Was wäre Kasia ohne Panik.
Teilweise geht es steil nach oben, dem Tageslicht entgegen; dann sind Kletterkünste gefragt. Teilweise muss man sich von Stein zu Stein hangeln. Habe ich schon erwähnt, dass die nass sind?

Dankbarer Weise bin ich nicht alleine. Das Schweizer Pärchen ist dageblieben und hilft mir nun, mich hoch zu ziehen. Die beiden haben mir meine Sachen abgenommen, so dass ich mich um nichts mehr kümmern muss als um mich selbst. Und dann – ich kann es selbst kaum glauben – finden meine Füße Halt und ich komme nach oben, endlich aus dem Bauch der Erde nach draußen ans Tageslicht und an die frische Luft. Hey Leute – nimmt euch einen Guide.
Als ich auf dem Rückweg wieder in einem lokalen Bus sitze, nimmt eine junge Mutter mit einem Kleinkind neben mir Platz. Das Kind möchte mich unbedingt anfassen und es quengelt und weint, weil es das nicht darf. Seine Mama versucht, es zu beruhigen und lächelt mich entschuldigend an. Ich muss grinsen.

Den Nachmittag vertreibe ich mir in einem meiner Lieblingslokale an der Lakeside, wo ich eine unerwartet gute Shisha rauche. Die Shisha schmeckt nach Blüten, ein Geschmack, den es bei uns nicht gibt und der mir sehr gefällt. Als würde man sich eine Handvoll aromatischer Blütenblätter in den Mund stopfen.
Der Himmel über dem Phewa Lake zieht sich langsam mit Wolken zu und ich ahne schon Schlimmes für den Abend voraus.
Was für ein herrlicher plastischer Bericht! Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dabei gewesen zu sein1
LG
Ulrike
Liebe Ulrike, vielen Dank!
Nepal ist so voller Abenteuer, unentdeckter Dinge… ich habe manchmal das Gefühl, ich muss dorthin zurück.
Ich lese deine Berichte auch gerne, auch die älteren. Gerade da ist es spannend, zu sehen, wie sich das Reisen bei Menschen entwickelt. Deine Erzählungen über Indien haben mich gefesselt.
Liebe Grüße
Kasia