Idar-Oberstein, Februar 2018

Das Auffallendste, wenn man die Stadt erreicht und sich die lange Hauptstraße entlang in Richtung Zentrum bewegt, ist die kleine, schneeweiße Kirche hoch oben auf dem Berg. Sofort wandert der Blick zu ihr hoch, wie sie, eingequetscht zwischen aufragenden Felswänden, am Abhang über der Stadt harrt. 

"Idar Oberstein- Stadt der Edelsteine" weiterlesen

Darüber sind schon einige, mehr oder weniger gnädige Artikel geschrieben worden und das brachte mich dazu, mein Verhalten auf Reisen zu hinterfragen. Ab wann wird eine Wahrnehmung selektiv, ab wann suchen wir auf unseren Reisen nach der Fremdartigkeit, nach der Andersartigkeit?

Ich würde sagen: immer.

"Die Exotisierung der Fremde" weiterlesen

Die Streetart entdecke ich in einer Unterführung, als ich vom Hauptbahnhof aus die Spoorweglaan Richtung Süden gehe. Gestaltet hatte das Ganze anscheinend ein und derselbe Künstler, denn der Stil war überall in etwa der gleiche. Wenn Ihr die Werke ansehen wollt, Vorsicht, denn die meisten Graffitis sind in einem Bereich des Tunnels, der nur für Radfahrer und Roller zugänglich ist. Ja, die Leute haben schon etwas schräg geguckt, als ich mich immer mal wieder an die Wand drückte und unbeweglich wartete, bis der Verkehr vorbei gefahren ist. Und ja, ich frage mich an dieser Stelle auch, auf welchem unmöglichen Wege die Graffitis an die Wände gekommen sind…

"Streetart in Maastricht" weiterlesen

Während der Fahrt durch die Altstadt muss ich höllisch aufpassen. vor allem beim Abbiegen. Es sind überall Radfahrer unterwegs. Aus allen Richtungen kommen sie angeschossen, tauchen unerwartet auf. Radfahrer, Rollerfahrer – und davon ganz viele. Doch ich komme nicht dazu, mich über sie zu ärgern, denn innerlich bin ich voller Bewunderung. 

"Maastricht, die Beinahe-Kulturhauptstadt" weiterlesen

„Türkischer Mokka, gebraut auf Sand“, verspricht das Aushängeschild. Ich spähe interessiert durch die Scheibe. Ich stehe vor einem türkischen Supermarket in der Andernacher Fußgängerzone, es ist kühl und wolkig und ein kalter Wind weht mir um die Ohren. Eigentlich muss ich noch woanders hin, aber auf einen Mokka und das dazugehörende Päuschen habe ich mehr Lust.

"Mikro-Reisen – Ein kleiner Sprung in eine andere Welt" weiterlesen

Dienstag, 2 Oktober 2018 – Mein Geburtstag

Am nächsten Tag saß Francine mit uns im Auto.

Zuvor hatte sie mich jedoch überrascht, denn als ich ihr von meinem Geburtstag erzählte, hatte sie prompt irgendwoher ein kleines Stück Schokokuchen organisiert; mit dem Küchlein in der Hand saß sie dann vor mir und sang „Happy Birthday.“

"Jordanien, Tag 3 – An der syrischen Grenze" weiterlesen

Ich, in einem Breslauer Hostel, auf einem Hochbett sitzend. Ich lasse meinen Blick von oben durch den Raum schweifen. Es ist abends um halb zehn und im Damenschlafsaal herrscht gähnende Leere. Alle Täubchen sind ausgeflogen, lernen das Nachtleben von Breslau kennen. Und ich habe bereits meine Schlafsachen an. 

"Woran merkst du, dass du alt wirst…" weiterlesen

Wer an Straßburg denkt, denkt in erster Linie an Storche aus Plüsch, enge Gässchen der Altstadt, viel Fachwerk und natürlich an das Straßburger Münster. Doch Straßburg kann mehr – es gibt ein modernes Straßburg mit einer sehr aktiven Graffiti- und Streetart-Szene. Dieser Fakt war mir nicht bewusst, bis mich meine Kusine Anette* anschrieb.

"Eine Streetart-Tour durch Straßburg" weiterlesen

Juni 2018

Uracher Wasserfall

Links von mir erstreckt sich eine Wiese, dahinter dunkler Wald. Immer wieder bleibe ich stehen und fotografiere irgendwelche Blumen und die Schmetterlinge, die von Blüte zur Blüte tanzen. Juni ist ein toller Monat, alles ist noch einen Tick üppiger, noch prachtvoller. Immer wieder kommen mir Menschen entgegen. Es ist die typische Ausgeh-Zeit: Samstag Nachmittag, fünfzehn Uhr.

"Uracher- und Gütersteiner Wasserfall – Wandern entlang der Blauen Route" weiterlesen