Deutschland, Europa

Hirschhorn, Perle des Neckartals

Das kleine Örtchen Hirschhorn, malerisch in einer Neckarschleife gelegen. „Perle am Neckar“ wird die Stadt genannt. Ich breche heute zu einer Wanderung dorthin auf. Kommt, ich nehme euch mit!

Es ist ein warmer Tag, an dem es von Motorrädern nur so wimmelt. Umso mehr, je näher der Nachmittag rückt. Und obwohl die Sonne sich schwer tut, die Schleierwolken zu durchbrechen und sich die schwüle Wärme nicht zu einem Regenschauer durchringen kann, genieße ich den unerwarteten Temperatursprung. Am Folgetag soll es bis zu dreißig Grad heiß werden, und das Anfang Mai. Ob ich das dann noch immer genießen werde?

Eigentlich wäre ich heute nicht alleine, denke ich, als ich aus dem Auto steige. Unterwegs passe ich höllisch auf, um keinem der Zweiräder den Garaus zu machen. Das kann leicht passieren, denn die Motorräder tauchen unerwartet und blitzschnell im Rückspiegel auf – und sind mit viel Gebrumme ebenso schnell wieder weg. Doch wer Motorrad fährt, weiß das. Man meint als Fahrer, alles prima im Griff zu haben. Ich passe mal lieber mit auf…

Ja, wo war ich denn? Ach so. Eigentlich wäre ich heute nicht alleine. Denn heute ist Samstag; Danusias und mein gemeinsamer Wandertag. Seit wann das so ist? Nun, es hat sich seit ein paar Wochen so eingespielt, dass meine Freundin aus der Wohnung über uns und ich (fast) jedes Wochenende den Wanderrucksack schultern. Jetzt fehlt meine Danusia neben mir und so beginne ich mit einem kleinen Seufzer die Besichtigung der kleinen, hübschen Stadt.

Die Altstadt

Aus dem kleinen Seufzer wird ein langgezogenes „wow“, begleitet von echter Begeisterung. Ich wusste zwar schon früher, dass Hirschhorn eine kleine Perle ist, denn ich war mit meiner Hornet schon des Öfteren da. Doch ich hatte noch nie die Gelegenheit, mir den zauberhaften Ort ganz aus der Nähe, ausgiebig und mit viel Zeit anzusehen. So viele Details warten auf mich und meine Kamera. Die historischen Häuser, die damals, um mehr Platz zu gewinnen, auf- und über der Mauer hängend gebaut wurden und heute ein exzellentes Motiv für viele Fotografen liefern. Ich schlüpfe auf die andere Seite der vielbefahrenen Straße, die sich unterhalb der Stadtmauern am Neckar entlang windet und über eine schmale Treppe gelange ich in das Innere der Altstadt. Die Alte Straße von Hirschhorn lässt grüßen. Und sie hat viel zu bieten.

Es ist noch früh am Tage, folglich bin ich alleine. Im Schatten der Häusern bewundere ich altes Fachwerk, die Einsamkeit, in der hier und da nur kurz ein Bewohner zu sehen ist, bevor er wieder ins Haus huscht. Doch auch die hübschen Schmuckelemente, die die Anwohner selbst um ihre Türen und Fenster drapiert haben, begeistern mich. Enge Gassen, so viele Details. Hier ein alter Brunnen, woanders Schreckköpfe, unauffällig an Mauern platziert. An jeder Ecke ein malerisches Motiv.

Schritt für Schritt und Foto für Foto gelange ich zum Marktplatz.

Der Markplatz wird seinem Namen nicht gerecht. Zum einen ist er recht unauffällig, zum anderen ist hier kein Markt. Nun, vielleicht würde das mein Empfinden ändern, aber so wirkt es wie ein von aller Welt vergessenes Eck, welches im Schatten vor sich hin döst. Ich schlüpfe in die kühle Kirche hinein, bin aber schnell wieder draußen. Sie ist sehr durchschnittlich; Hirschhorn kann mehr. Außerdem… „Die haben das Weihwasser vergessen,“ murmele ich vor mich hin.

Für den (buchstäblich) Uneingeweihten: in katholischen Kirchen befinden sich links und rechts gleich am Eingang an den Wänden angebrachte Schalen. Sie dienen dazu, mit Weihwasser (ja, Leute, es handelt sich hierbei um Leitungswasser; doch sobald der Priester ein paar Worte murmelt, ist es geweiht…) befüllt zu werden. Nach dem betreten der Kirche tunkt der gläubige Katholik seine rechte Hand ins Wasser und macht das Kreuzzeichen. Meistens sind die Schalen schlicht, manchmal kunstvoll verziert; oft aus Stein oder Marmor gefertigt.

Und meistens sind sie leer.

Nur wenige Menschen kommen mir entgegen, als ich weiter gehe. Ich suche den Weg zum Schloss, und die Beschilderung zeigt mir eine Richtung: nach oben. Je höher ich komme, umso schöner wird der Ausblick. Der Neckar, der sich glitzernd blau im Tal zwischen den Häusern an der Burgenstraße entlang windet. Rechts an der steinernen Mauer blüht im Schatten wilder Bärlauch. Doch noch bevor ich das Schloss erreiche, gelange ich zur Schlosskapelle.

Die Schlosskapelle

Solltet ihr jemals in Hirschhorn sein, bitte lasst sie nicht aus. Sie ist eine der beeindruckendsten, kleinen Kapellen, die ich jemals besichtigt habe. So um 14/15 Jahrhundert erbaut, wirkt sie in ihrem Inneren noch so authentisch, als sei man in eine andere Zeit katapultiert worden. Vielleicht tragen die dezenten, unaufdringlichen gregorianischen Gesänge vom Band dazu bei, die an mein Ohr gelangen, sobald ich die schwere, eisenbeschlagene Türhälfte öffne.

Innen empfangen mich Kardinäle und Ritter, Heilige als wässrige, verblichene Wandmalereien. Kunstvoll geschnitzte, hölzerne Sitzbänke, eine ungewöhnliche Form der Platzierung, denn der Mittelgang fehlt ganz. Stattdessen bilden die Bankreihen durchgehend die Mitte.

Steinerne Skulpturen schauen verklärt an einem vorbei, irgendwo zu einem Punkt hin, der für den Sterblichen nicht erreichbar scheint. Darstellungen von Rüstung tragenden Heiligen, die auf den Rücken eines Löwen und eines Hundes stehen. Tierquälerei, möchte mein Innerstes schreien, und doch bildet all das in kunstvoller Weise ab, wie die Menschen des Mittelalters insgesamt der Tierwelt entgegen standen, wie sie sich als Herrscher der Welten sahen. Nichts spiegelt ihre Zeit wieder wie solche Bildnisse.

Das steinerne, fragile Seitenchor ist sogar begehbar. „Auf eigene Gefahr“, informiert ein handgeschriebener, mit Klebefilm an der untersten Stufe befestigter weißer Zettel und ich komme nicht umhin, die Risse im Stein zu bemerken. Auf eigene Gefahr bedeutet, ich könnte keinen verklagen, wenn die steinernen Stufen unter mir zusammenbrechen, heißt das. Ich steige über den Hinweis drüber und Stufe für Stufe nach oben. Na, zumindest kann ich die Steine noch nicht knirschen hören, das ist ein gutes Zeichen. Sie haben Jahrhunderte beleibter Adeliger und Kardinäle überstanden, sie werden den Teufel tun und jetzt unter mir einstürzen.

Sehr zufrieden stehe ich dann oben und lausche den Klängen der auf Band aufgezeichneten Mönche. Halleluja. Nein, keine Ironie; ich bin wirklich begeistert.

Die verblichenen Fresken an den Wänden stammen aus dem 14 Jahrhundert. Sie zeigen Ritter und Heilige. Teile von alten Schriften sind erkennbar. Heutzutage dient die Schlosskapelle dem Hirschhorner Standesamt als Trauzimmer. Als ich das später nachlese, bin ich begeistert.

Unten zünde ich noch eine Kerze für meine Oma an. Lasse meinen Blick schweifen, nehme mir viel Zeit. Betrachte alle Details: die eingravierten Schriftzüge, die Risse im Mauerwerk, den Verlauf der Wandbemalung, die kaum noch zu sehen ist. Es wäre wohl alles andere als einfach, diese zu erneuern und ob es wünschenswert wäre? Ich schaue mir die bemalte Decke an. Erst mit dem befriedigten Gefühl, wirklich alles gesehen zu haben, trete ich wieder nach draußen. Sogar die Sonne hat inzwischen ihren Platz am Himmel erobert.

Schloss Hirschhorn

Oben auf dem Schloss habe ich ein Déjà-vu. Als mich eine Gruppe Motorradfahrer um ein Foto bittet („das Wehr soll mit drauf, ja?“) und ich die Szenerie und die Fachwerkelemente betrachte, denke ich mir: ich war schon mal da. Damals, während meiner ersten Gruppenausfahrten, kam auch unsere Bikergruppe zur Schossbesichtigung hoch. Wir standen an der gleichen Stelle, mit einer Sicht auf den vorbeiplätschernden Neckar. Ich mache das Bild („Oh, wunderschön, was für ein tolles Foto!), verabschiede die jauchzenden Fahrer und sinniere weiter. Damals hatte ich noch kurze Haare und die goldene Hornet. Der Tag war frisch und neblig, es war Herbst. Nichts konnte mich davon abhalten, aufs Moped zu steigen, schon gar nicht das Wetter.

Und jetzt? Was ist daraus geworden?

Ich gehe weiter. Die Schlossanlage kann leider nicht betreten werden (Corona?), doch ich habe auch nicht das Bedürfnis danach. Für mich sehen Schlösser und Burgen von innen inspirationslos ähnlich aus; von außen aber, ja, von außen hat jedes Gemäuer seine individuelle Form, es passt sich an die Gegebenheiten wie Felsformationen an, ist oft von weitem sichtbar und prägt die Landschaft.

Das heutige Schloss begann sein Dasein als beeindruckende Spornburg. Es wurde um 1250 mit dem Bau der Burganlage begonnen. Sie gehörte zu den stärksten Burganlagen im Neckartal und wurde von den Herren von Hirschhorn immer weiter den aktuellen militärischen Anforderungen angepasst. Sie besteht aus einer Hauptburg und einer Ober- und Unterburg, so dass es beim Aufstieg den Anschein macht, als wolle man eine Schichttorte bezwingen. Die Burg- und die Stadtmauern fließen zum Teil nahtlos ineinander über; so war die Burganlage zugleich Bestandteil der Stadtbefestigung. Zum Ende des 16 Jahrhunderts wurde das Schlossteil angebaut.

Heute finden in der Burganlage Veranstaltungen statt und im Schlosshotel lässt sich mit Blick auf das schöne Neckartal übernachten. Wenn denn nicht gerade Pandemien in den Ländereien wüten…

Doch am schönsten an der Tatsache, hierher gekommen zu sein, ist wohl der sportliche Aspekt und der Ausblick. Es ist immer der Ausblick. Gelbe und weiße Blütenteppiche bedecken die grünen Streifen am Ufer. Katzen schleichen durch Gärten. Wehte mir in der Hirschhorner Altstadt oft stille, sonnig-friedliche Einsamkeit entgegen, so ist hier schon mehr los. Viele Besucher beschränken sich bei der Besichtigung des Ortes nur auf das Wesentliche. Hoch zur Schlossanlage, ein- oder zwei Fotos schießen und weiter geht’s. Schade eigentlich, aber so habe ich die Gassen, die Häuserecken und die Aussichtspunkte vorwiegend für mich, während das Schloss vor Menschen nur so wimmelt. Auch deshalb bleibe ich nicht lange, denn es gibt noch etwas, was ich unbedingt in Hirschhorn besuchen möchte und weshalb ich eigentlich nur hierher gekommen bin: die Ersheimer Kapelle.

Die Ersheimer Kapelle

Hirschhorn besteht auf den ersten Blick aus zwei Teilen (der tatsächlichen Stadtteile sind es ein paar mehr…). Der weitaus interessanterer Teil der Stadt ist der Bereich um die Alte Straße herum, die von der Burgenstraße aus gesehen direkt hinter der Stadtmauer verläuft. Hier bildet der Neckar eine stark geschwungene Schleife, so geschwungen, dass der innere Bereich jener Schleife auf Karten beinahe wie ein Halbinselchen wirkt. Und auf diesem Halbinselchen liegt der weitaus größere, auf den ersten Blick jünger wirkende Teil der Stadt: Hirschhorn Ersheim.

Doch nicht alles an Ersheim ist jung. Die Kapelle zum Beispiel nicht. Sie wird 1345 zum ersten Mal erwähnt und gilt somit als die älteste Kirche Hirschhorns. Tatsächlich täuscht sogar der Eindruck des neuen und modernen, denn Ersheim ist in Wahrheit der älteste Bereich der Stadt. Das ihm vorausgegangene Dorf wird 773 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es besaß eine Zeit lang sogar einen gewissen Wohlstand, doch ab dem 16 Jahrhundert wurde es nach und nach aufgegeben. Die Menschen zog es in das besser durch die Burganlage gesicherte und nicht von Hochwasser bedrohte Hirschhorn auf der anderen Seite des Neckar.

Wie komme ich nun hin? Etwas verloren schreite ich hin und her. Um nach Ersheim zu gelangen, muss das Wehr überquert werden. Ein schmaler Fußgängerweg macht es schwer bis unmöglich, den Corona-Abstand zu halten. Sobald mir jemand entgegen kommt, „fotografiere ich die Landschaft“ mit dem Rücken zur Welt. Das Wehr ist ein guter Punkt, um die (Alt)stadt als ganzes, mit Kirche, Kapelle und Schloss, auf Speicher zu bannen. Hier werden oft die Fotos gemacht, die man später in diversen Berichten sieht. Alte Mauer, überhängende Häuser. Ein Städchen, das langsam und stetig den Hang hinauf klettert und vom Schloss gekrönt wird. Kein Wunder, dass Hirschhorn solch ein beliebtes Ziel vieler Motorradfahrten darstellt.

Zur Ersheimer Kapelle weisen Schilder den Weg. Schon von weitem sticht sie aus der Umgebung heraus. In ihrer unmittelbarer Nähe befindet sich der Ersheimer Hof.

Zunächst schleiche ich um die alten Mauern und beschnuppere die Umgebung. Jetzt, zur fortgeschrittener Stunde, haben sich so einige Besucher eingefunden, hauptsächlich wohl deshalb, da die Kapelle seit Anfang des 17 Jahrhunderts als Friedhofskirche dient. 1818 sollte sie gar abgerissen werden, was nur durch Proteste der Hirschhorner Bürger verhindert werden konnte. Das anliegende Beinhaus hingegen fiel ein paar Jahre später dem Abrisswahn zum Opfer.

Die meisten Besucher sind des Friedhofs wegen hier. Es soll hier irgendwo auch einen jüdischen Friedhof geben, doch obwohl ich meine Runden drehe, kann ich ihn nicht finden. Später erst lese ich nach, dass der Judenfriedhof weit außerhalb der Stadt an einem Hang angelegt wurde und jüdischen Familien aus dem gesamten Umkreis als Begräbnisstätte diente.

Ich betrete die kühlen Räume des Gebetshauses nicht sofort. So viel habe ich bereits von der alten Kapelle gehört und gelesen. Sie soll älter sein als die Stadt Hirschhorn selbst und unter ihren aktuellen Gemäuern wurden die Überreste eines noch älteren Kirchbaus aus dem 8-9 Jahrhundert entdeckt. Dem vorausgegangen war wahrscheinlich eine Kirche aus Holz. Lange Zeit war die Ersheimer Kirche von der anderen Seite aus nur mit einer Fähre zu erreichen. Sie diente den Herren von Hirschhorn als Grablege.

Einmal blitzte sie mir zwischen den Bäumen auf, als ich beruflich mit dem Auto in Hirschhorn unterwegs war. Und immer wieder nahm ich mir vor, hierher zu kommen. Entsprechend hoch sind nun meine Erwartungen. Und wie immer, wenn ich so große Erwartungen hege, lasse ich mir mit dem Besuch viel Zeit.

Wäre ich doch bloß sofort hineingegangen.

Das hätte auch keinen Unterschied mehr gemacht. Denn als es soweit ist und ich in das Innere schlüpfe, bin ich fast ein wenig enttäuscht. Die alten Bildnisse an den Wänden, der Altar und das ganze Ensemble schient mir um Welten hinter dem zu liegen, was ich oben in der Schlosskapelle betrachtet hatte. Entsprechend schnell mache ich meine Bilder und verlasse schon nach kurzer Zeit das Gemäuer. Die Ersheimer Kapelle wird in diversen Berichten in den Himmel gelobt. Vielleicht ist derartige Erwartungshaltung einfach kontraproduktiv.

Und noch ein anderer Gedanke flüstert mir ins Hinterstübchen, eine leise, selbstkritische Stimme: Hättest du es hier schöner gefunden, wenn es auch gregorianische Klänge gegeben hätte? Denn was zu hören ist, ist Stille. Nüchterne Stille. Ja. Vielleicht hatte auch das einen Einfluss. Wie dem auch sei, es gibt Orte, die von außen schöner sind als von innen. Dies ist so ein Ort.

Was ich zu dem Zeitpunkt nicht weiß, und was für mich eine durchaus reizvolle Zusatzinformation darstellt; die Kapelle hat noch eine weitere Funktion als einfach nur da zu stehen und hübsch auszuschauen. Sie beherbergt eine Kolonie der Großes Mausohr-Fledermäuse, der größten Fledermausart in Deutschland, die hier in den Sommermonaten ihre Jungen aufziehen. Rund tausend weiblicher Fledermäuse lassen sich hier nieder. Ob man sie abends bei der Jagd beobachten kann?

Wandern? Nein, lieber nicht…

Ursprünglich habe ich mir im Anschluss an die Stadtbesichtigung eine rund fünfzehn Kilometer lange Wandertour herausgesucht. Entsprechend voller Motivation kam ich heute am Mittag an. Wäre ich bloß zuerst wandern gegangen… Denn als ich nun langsam, Schritt für Schritt in Richtung Auto stampfe, habe ich völlig die Lust verloren. Die Straße summt von Motorradfahrern und die Ufer des Neckar sehen aus, als wäre eine Schar Gänse gelandet. Nur dass es die vielen Besucher sind, die das warme Wochenende für sich nutzen. Auf der niedrigen Mauer am Ufer sitzen alle paar Meter Menschen in Ledermontur und… tippen in ihren Smartphones herum. Ach, welch typischer Anblick für die heutige Zeit.

Komm, denke ich mir; einmal kannst du auch früher zu Hause sein. Mit Danusia draußen sitzen und ein Weinchen zwitschern. Deinem einsamen Freund Gesellschaft leisten (der „einsame Freund“ hatte sich indessen mit seiner Suzuki auf eine erste Erkundungstour gemacht, aber das ist eine andere Geschichte…).

Vorsichtig, um niemanden aus Versehen vom Bike zu holen, starte ich den Motor und steuere das Auto aus der Parklücke.

Quellen: 
Wikipedia, hirschhorn.de, nibelungenland.net

Weiterführende Links: 
Jüdische Gemeinde, Alemannia Judaica

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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20 Kommentare

  1. […] der wunderschönen Stadt Hirschhorn habe ich euch bereits berichtet. Heute bin ich nochmals mit meiner Freundin Danusia dort, um ihr […]

  2. Hirschhorn scheint ja wirklich ein ganz besonderes Kleinod zu sein. Deine gelungenen Fotos transportieren das sehr gut. Ich glaube, ich hätte nach dem Besuch des Städtchens, des zumindest von außen sehr sehenswerten Schlosses und der Kapelle auch von einer anschließenden Wanderung abgesehen. Unabhängig davon, was da draußen sonst noch so los ist. Ein Gläschen Wein mit einer guten Freundin ist doch ein toller Abschluss des Tages! Und der „einsame Freund“ ist sicherlich irgendwann auch wieder aufgekreuzt, vermute ich 😎.

    1. says:

      Der „einsame Freund“ war schon zu Hause, als ich angekommen bin 🙂 Ansonsten steht ja „World of Tanks“ bereit, um ihn zu trösten, also alles gut. Hirschhorn ist ein bezaubernder Ort. Ich war jetzt am Donnerstag mit der Freundin dort und wir haben neue, hübsche Ecken entdeckt 🙂

  3. Stefan says:

    Du wusstest es aber das der „einsame Freund“ das goile Teil aus Japan ausgeführt hat 😀

    1. says:

      Nein, woher denn, Schatz? Ich höre dir doch nicht zu 😉

  4. Nun war ich auch mal in Hirschhorn. Ich bin zwar schon durchgefahren habe aber nicht gewusst, dass sich so ein Kleinod hinter den Mauern verbirgt. Die Häuser auf der Stadtmauer gibt es bei uns auch (habe ich ja schon öfter gezeigt). Deinen Hinweis zum Weihwasser finde ich interessant. Ja, in der katholischen Kirche gibt es nur für den Pfarrer Wein. Das Volk muss mit Wasser vorlieb nehmen. 😉
    Liebe Grüße
    Harald

    1. says:

      So, dann hast du Hirschhorn auch schon gesehen? Die meisten besuchen nur die Burg, dabei ist die Altstadt richtig zauberhaft. Ich war selbst zum ersten Mal dort.

      Das mit dem Wein ist unterschiedlich. In manchen Kirchen bekommt jeder einen Schluck Wein aus einem goldenen Kelch zur seiner Hostie dazu… 😉

  5. Ein Geistesblitz:
    Wenn der Priester das Wasser durch sein Simsalabim heilig machen kann, wieso geht er dann nicht zum Wasserwerk und macht es dort? Oder zum Fluss? Dann hätten alle etwas davon, nicht nur die Besucher der Kapelle.

    1. says:

      Hm… *grübel… grübel*
      Aber geht es darum, dass jeder was davon hat? Oder geht es vielmehr darum, dass nur einige wenige Auserwählte, die eine Kirche besuchen, zu dem Privileg des geweihten Wassers kommen? Ein Überangebot lässt die Wertigkeit in den Keller rasseln… 🙂

      1. Ach so, ich habe natürlich wieder viel zu menschlich und gutmütig gedacht.
        Darum habe ich wohl auch keine eigene Kirche.

        1. says:

          Eine Kirche ist ein Geschäftsmodell. Wenn man es richtig anstellt, sogar ein sehr erfolgreiches 😉

          1. says:

            Früher wollte ich mal Sektenführer werden, so auf einer Insel, mit lauter Frauen, die einen anhimmeln.
            Zum Glück habe ich rechtzeitig bemerkt, dass Frauen – insbesondere mehr als eine – viel Stress bedeuten.

          2. says:

            Lach… ja, wir sind schon ein kompliziertes Vergnügen 😉

  6. Und dabei war so schönes Wanderwetter an jenem Wochenende!

    Ich habe es auch nicht richtig genutzt, weil ich per Anhalter von der Schweiz zurück nach Bayern unterwegs war und die meiste Zeit verzweifelt an der Straße stand. Aber immer noch besser, als das gleiche an einem verregneten Tag zu machen.

    Naja, vielleicht kommt ja im Juni noch ein schöner Wandertag. (-:

    1. says:

      Da bin ich mir sicher 🙂 Der Sommer hat gerade erst angefangen. Per Anhalter zu fahren kann auch abenteuerlich sein, wenn man es nicht allzu oft macht 😉

      1. … oder immer in anderen Ländern.

  7. Danke, dass Du uns auf Deinen Ausflug mitgenommen hat, liebe Kasia. Wenn sich unser Leben wieder normalisiert hat, dann verläuft sich die Menschenmasse hoffentlich wieder besser…

    1. says:

      Lieber Tom, ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt.

      So viele Leute waren es auch wieder nicht. Dort ist im Sommer immer so viel los, allein wegen der Biker, deren liebste Strecke das Neckartal ist. Meine übrigens auch 😉 Und es war ja Wochenende. Wenn ich unter der Woche unterwegs bin, habe ich oft die schönsten Wanderstrecken für mich 🙂

  8. Vielen Dank, dass Sie uns nach Hirschhorn gebracht haben. Wir haben Ihre Geschichte und die vielen Fotos genossen. Anscheinend hat die Gegend um Heidelberg viel zu bieten.

    1. says:

      Die Gegend um Heidelberg ist in Richtung Odenwald wunderschön. Die Burgen reihen sich aneinander und eine sanft geschwungene Straße windet sich am Fluss entlang. Ich kann es nur empfehlen!

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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