Deutschland, Europa

Wie wir für einen Corona-Test nach Tübingen fuhren…

„Hey, hört mal, ihr lieben. Lasst uns am Mittwoch mal nicht in Tübingen treffen. Aus Gründen. Ich kann die blöde Stadt nicht mehr sehen. Was los war? Ach, das erzähle ich euch, wenn wir uns sehen. Die Geschichte ist gut für eine Anekdote und zu lang für Whats App…“

Das Tübingen-Projekt

Tübingen ist eine sehr junge Stadt. Das sieht man und das spürt man. Jugendtreffs, Graffitis, besetzte Häuser(?), revolutionäre Ideen. Die vielen Studenten verändern die Stadt, bringen frischen Wind herein.

Besetztes Haus? Jugendhaus? Das wissen wir nicht so genau…

Auch der Umgang mit der Corona-Krise ist revolutionär. Das Dreiwochen-Konzept von Boris Palmer ist einzigartig in Deutschland. Es setzt auf Öffnung und persönliche Freiheit. Doch bei all den Lockerungen, welche das Pilotprojekt vorsieht, soll auch die Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben. So wird praktisch an jeder Ecke die Durchführung eines Corona-Schnelltests angeboten. Fällt dieser Test negativ aus, erhält der Getestete den Tübingen-Pass, der ihn dazu befähigt, in Geschäften einkaufen zu gehen und die geöffnete Außengastronomie zu nutzen. Cafés, Restaurants, Biergärten, Geschäfte, Theater und Kino haben für diese Zeit geöffnet. Und da viel getestet wird, soll nicht die allgemeine Inzidenzzahl für Tübingen als Richtwert dienen, sondern es sollen die Infektionszahlen im Verhältnis zur Anzahl der getesteten Personen gesehen werden. Was Sinn macht.

Drei Wochen lang wird das Projekt andauern (aktuell ist von Ostersonntag als geplanter Endtermin die Rede). Nach dieser Zeit wird das Konzept Palmers bewertet werden. Falls es sich als erfolgreich herausstellt, könnte es als Vorreiter und nachahmungswertes Beispiel für andere Städte und Kommunen dienen. Sollten wider Erwarten die Infektionszahlen unverhältnismäßig ansteigen im Vergleich zum Rest des Landes, so wird der Abbruch des Versuchs angeordnet. „Und das ist dann auch richtig.“ Sagt Palmer in den Medien.

So freue auch ich mich wie ein kleiner Keks über die Möglichkeit, einmal wieder ein Kino oder ein Theater besuchen zu dürfen, auch wenn dies eine weite Anfahrt bedeuten soll. Ein bisschen Normalität, ein bisschen so wie früher. Glücklich buche ich für Samstagabend zwei Tickets für eine Theatervorstellung für Stefan und mich. Doch dieser Abend geht schief. Schrecklich schief.

Die Theatervorstellung beginnt um neunzehn Uhr. Samstag Nachmittag um vier fahren wir los.

 

Was für ein Theater

Zwei Stunden später. Eine lange Schlange wartender Menschen steht vor dem Landestheater Tübingen. „Hier geht es zur Anmeldung für den Corona-Test.“ Steht auf einem Aufsteller vor dem Eingang zum Hof. Hinten sind Zelte aufgebaut, abgetrennte Bereiche, wo getestet werden soll. Allerdings sind die Teststationen leer. „Ein Missverständnis.“ Erklärt ein charmanter Theatermitarbeiter, zwischen der DRK und dem Landestheater. „Sie dachten wohl, wir fangen wie üblich wieder um acht an. Sie sind noch nicht hier.“ Wer will, kann warten, doch wer möchte, kann sich in der nahe gelegenen Apotheke im Kaufland testen lassen, lässt er verlauten. Eine Schaar Menschen löst sich aus der Schlange und marschiert zur Apotheke.

Auch wir machen uns auf dem Weg dorthin. Es ist nicht weit, doch Stefan hat höllische Schmerzen. Ein Bandscheibenvorfall ist kein Vergnügen, doch später auf der Autobahn werde ich live miterleben, wie schlimm es wirklich werden kann. Im Moment bleiben wir immer wieder stehen. Bis wir ankommen, sind alle anderen bereits wieder weg.

„Ist es hier?“ Fragt Stefan unsicher, als wir vor der leeren Apotheke stehen. Niemand wartet, niemand lässt sich testen. „Ja, theoretisch führen wir schon Corona-Schnelltests durch.“ Sagt uns ein Apothekenmitarbeiter. „Doch heute Abend sind wir nur ganz knapp besetzt, da geht das leider nicht mehr.“ Ich habe Verständnis. Gerade am Wochenende müssen Apotheken mit nur wenigen Mitarbeitern auskommen, denn die meisten sind im wohlverdienten Wochenende. Ich kenne das bereits aus meiner Zeit als PTA von vor vier Jahren zu gut. Diejenigen, die da sind und die Stellung halten, können sich nicht mit zeitraubenden Corona-Tests aufhalten; der laufende Betrieb hat Vorrang…

Wir laufen zurück zum Theater. Stefans Schmerzen werden schlimmer. Das Wärmepflaster am Rücken hilft nicht. Ich habe ein schlechtes Gewissen, ihn nach Tübingen geschleift zu haben.

Dreißig Minuten später. Die Warteschlange rückt zügig nach vorne. Ich sitze auf einem Stuhl, während ein Wattestäbchen in meine Nase wandert und dort Pirouetten dreht. Ein Nasenloch, dann das zweite. Da brauchst du kein Taschentuch mehr, lässt Stefan zur allgemeinen Erheiterung der Umstehenden verlauten. Der DRK-Mitarbeiter lacht.

 

Was dann passierte…

Zehn Minuten später. Wir halten unsere nagelneuen Tagespässe in unseren Händen, auf denen klar steht, dass wir Corona-Negativ sind, und fühlen uns ein bisschen, als hätten wir in einer Verlosung gewonnen.

Weitere zehn Minuten später. Wir stehen wieder draußen vor dem Eingang. Alle anderen sind schon drin. Wir nicht. Aus Gründen. Ich habe Tränen in den Augen und möchte irgend etwas kurz und klein schlagen.

Wieder auf der Autobahn. Es ist nach neun. Stefan auf dem Beifahrersitz schreit fast vor Schmerzen. „Halt an. Halt sofort an. Auf den Seitenstreifen.“ Nein, das werde ich nicht tun, sage ich. Dann habe ich keine Wahl. Er springt aus dem Auto und streckt seinen Rücken. So steht er eine ganze Weile da, während im Dunkeln die Autos an uns vorbei düsen. Der Windstoß lässt mein Auto wackeln. Ich warte.

Dann steigt Stefan wieder ein. „Es geht wieder. Nein.. es geht nicht… uaaah!“ Er ist wieder draußen. Und ich hoffe, dass die Fahrt heute irgendwann endet.

Wir fahren weiter. Stefans Rücken geht es glücklicherweise wieder besser. Mich plagt schlechtes Gewissen. All das für nichts.

Weitere zwanzig Minuten später. Es ist halb zehn und wir stehen in Mannheim vor der Kühltheke des örtlichen Marktkaufs. Im Angebot sind vorgekochte, sehr feine Gourmet-Gerichte: zarter Lachs auf schwarzer Pasta, Lammgulasch mit Knödeln, italienische Pasta mit Parmesan, Suppen im Glas. Alles fertig vorgekocht. Wir packen uns Essen in den Wagen, schauen gar nicht erst nach dem Preis. „Komm. Heute gönnen wir uns das.“ Sagt Stefan. „Nach allem…“

Auch an der Sushi-Theke schlagen wir zu. Abgerundet wird unser Einkauf durch die Auswahl feiner Weine, die heute Abend geköpft werden wollen. Stefans Schmerzen sind fast weg und mein Frust auch – zum Teil. Manche Tage sind wie sie sind, und so muss man sie auch nehmen. Statt die pralle Sonne auf der Terrasse zu genießen haben wir sechs Stunden vom Wochenende vergeudet, einfach weggeworfen. Da lässt sich nichts schönreden, oder das „Positive“ sehen. Abhacken und weiter.

Zu Hause. Das Sushi ist wirklich köstlich. Der feine Rosé aus der Provence rundet den Geschmack ab. Wir schauen GoodFellas, den besten Mafia-Film aller Zeiten, und währenddessen vergesse ich für einen oder zwei kurze Momente den heutigen Tag. Rosé-beschwingt schlafen wir später ein.

Heute morgen. Ich nippe an meinem Kaffee, dann fällt mir etwas ein. „Stefan…“

„Ja?“ Er hebt den Kopf.

„Gestern war der Welt-Glücks-Tag…“

 

Liebes Landestheater Tübingen!

Eure Idee, die Theatervorstellung sowohl live wie auch als stream anzubieten, finde ich klasse. So kann sich jeder das passende raussuchen. 

Seid so gut und sorgt bitte für eines: dass Stream-Vorstellungen auch deutlich als solche gekennzeichnet werden. Wenn ich beim buchen der Tickets durch Anklicken einen Platz auswählen kann; wenn ich anschließend Karten für den Ausdruck übermittelt bekomme, dann ist Streaming das letzte, woran ich da denke. Dann kann schon mal der Eindruck entstehen, eine Live-Vorstellung gebucht zu haben.

Liebes Theater, es geht mir nicht ums Geld. Ich bin froh, dass ihr in diesen Zeiten ein solches Angebot machen dürft. Es geht mir um den zeitlichen Aufwand. Es geht mir um die mangelnde Kennzeichnung bei Buchung, die dazu geführt hat, dass wir uns unnötig auf den Weg gemacht haben. Und es geht mir um den nicht kulanten, patzigen Umgangston Eurer Mitarbeiter vor Ort. 

Liebes Theater Tübingen. Das könnt ihr doch besser. Oder?

Der Geschäftsleiter des Landestheater Tübingen entschuldigte sich aufrichtig und gab uns die Möglichkeit, die Vorstellung „Bestätigung“ am Freitag, dem 26 März, über einen neuen Streaming-Link zu sehen. Wir sind mit der Lösung sehr zufrieden und gespannt auf das Stück. Ich hoffe, dass Tübingen als Modellstadt weiterhin die Möglichkeit hat, Theateraufführungen anzubieten. Das ist so wichtig für die untergehende, kulturelle Landschaft…

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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36 Kommentare

  1. […] Tübingen zur Verfügung gestellt. Nachdem wir unser Stück nicht vor Ort haben sehen können (die, die länger mitlesen, erinnern sich…), wurde uns ein zweiter Streaminglink zur Verfügung […]

  2. Ohje, das klingt ja schrecklich 😲. Ich war letzte Woche auch in Tübingen und war begeistert von der Umsetzung, allerdings war ich schon morgens um 10 Uhr in der Schnelltestschlange. Einkaufen, im Buchladen stöbern, ins Café gehen und sogar im Hölderlin Museum war ich. Ich hatte einen fantastischen Tag. Leider gehen die Zahlen in Baden-Württemberg insgesamt hoch und da denke ich, dass nicht noch mehr Städte dazukommen
    LG und gute Besserung für deinen Mann
    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      vielen Dank 🙂 ja, der Tag zählte zur Sorte: abhacken und weiter geht’s. Grundsätzlich war die Umsetzung an sich gut, es kamen einfach ein paar Pechmomente zusammen. Sowas passiert uns extrem selten.

      Schön, dass du Tübingen genießen konntest, dieses Bisschen normales Leben tut einfach so gut. Ja, die Zahlen steigen; nochmal würde ich nicht hinfahren, einfach um diesen „Tourismus“ in solche Modelstädte zu vermeiden, aber als ich hörte, dass das Theater wieder offen hat, da konnte ich nicht anders. Ich kann jeden verstehen, der das mal wieder erleben möchte; eine Fußgängerzone, in der man nicht nur vor verschlossenen Cafés und Geschäften steht. Ich hoffe, dass sich dadurch Alternativen zum ewigen Lockdown entwickeln und dass man mit der Pandemie vielleicht auf Dauer anders umzugehen lernt.

      Liebe Grüße
      Kasia

  3. Den Versuch in Tübingen finde ich im Grund gut. Schlecht ist natürlich, dass nicht kontrolliert wird, ob der Kunde/Besucher derjenige ist der negativ getestet wurde. Da wird alles wieder verwässert und der gute Wille zu nichte gemacht. Ich meine sowieso, dass das ganze hin und her mit Corona die Leute langsam mürbe und nachlässig macht. Die Kontrolle, ob die Maßnahmen eingehalten werden, ist unabdingbar. Nach dem Motto „wer nicht hören will, muss fühlen“ sollten die angedrohten Strafen auch durchgesetzt werden. Dabei sollten sie sich an der oberen Grenze orientieren.

    1. Die Menschen bleiben nur dann motiviert, wenn sie Licht am Ende des Tunnels sehen. Wenn sie sehen, dass die Maßnahmen auch Hand und Fuß haben. Und dass uns nicht fast jedes andere Land beim Impfen überholt und wir nur von Lockdown zu Lockdown schlittern. Das, was da aktuell passiert, lässt sich den Leuten nur schwer vermitteln. Da werden auch harte Strafen nichts bringen, wenn die Bevölkerung nicht mitzieht. So viele „Aufpasser“ hat man gar nicht, das durchzusetzen.

      Und die Bevölkerung zieht nur mit, wenn „die da oben“, die dafür zuständig sind, auch ihre Hausaufgaben machen…

  4. Dumm gelaufen … also am Welt-GlücksTag auch Pleiten. Pech und Pannen und dann noch Schmerzen … ihr Ärmsten .. aber jetzt ist wieder halbsweg ok???

    1. Ja, mein Liebster lebt wieder 🙂 Das war ein Pechtag, wie es ihn wohl nur alle zehn Jahre gibt. Dafür hatte ich neuen Stoff zum Schreiben… 🙂

  5. Oh Männo! Das ist ja eine Story! Eigentlich urkomisch, wenn man nicht selber betroffen ist. Ich hoffe, ihr habt es gut verdaut…

    1. Ach, inzwischen lachen wir wieder darüber. Aber an dem Tag war es echt blöd. Heute haben wir übrigens den Stream angeschaut, war wirklich gut gemacht.

  6. Ich kann Euch so gut verstehen. Einmal so etwas wie Normalität und wenn es nur für einen Abend ist. Zu traurig, dass genau das schiefgegangen ist. Und dann auch noch mit körperlichen Schmerzen… Aber Ihr habt das beste draus gemacht, gutes Essen gekauft, dazu gute Weine, dabei nicht auf den Preis geachtet und es sich gutgehen lassen! Das ist genau das, was wir aus der Krise lernen können. „Was? Theater klappt nicht? Dann machen wir uns halt einen schönen Abend!“ Statt sich darüber zu ärgern! So lange es diese Momente gibt, so lange werden wir diese Krise auch überstehen…

    1. Hinterher kann man drüber lachen und ehrlich gesagt, konnten wir das noch am selben Abend recht gut. Und erst recht, als ich am nächsten Morgen festgestellt habe, dass das der Weltglückstag war… da gab es kein Halten mehr. Das Theater hat auch toll reagiert (obwohl zum Teil auch ich mit Blindheit geschlagen war…), und ich bin auf die Vorführung übermorgen gespannt 🙂

      1. Na dann viel Spaß!

        1. Vielen Dank 😉

  7. tut mir Kasia aber ich sehe das mit Tübingen nicht so ! Sicherlich schön mal wieder raus zu können, Veranstaltung ect. alles OK ! Die Menschen die davon
    leben wünschen sich ja nichts anderes ! Ich habe hier volles Verständis !“
    Mein Thema ist eher dies , das man sich testen lässt und die Gewissheit nicht positiv zu sein. Die ist ein gutes Gefühl ! Wie lange hält das an ??
    Heute bin ich negativ – morgen oder übermorgen positiv ! Ich wiege mich in einer Sicherheit die keine ist. Heute morgen kam im Radio dass sie das mit dem
    Tagespass rückgängig machen wollen. Es sind Fälle aufgetaucht die einen Handel dieser Scheine vermuten. Mein Sohn war auch am Samstag nur mal zur INfo ! Keine Kontrolle in der Art dass man den Schein mit dem Ausweis kontrolliert. Nein das darf kein Ladenbesitzer oder Veranstalter. Das darf lt. Gesetz nur die Polizei und die Ordnungsbehörden. Jetzt will man das digital versuchen ! Also auch hier wieder Lücken !
    Ferner glaube ich nicht, dass wenn am Samstag einer negativ ist, sich mehrmals in dieser Woche wieder testen lässt. Man denkt alles gut ich bin doch negativ.
    Es mag sein wie es will und jeder soll für sich entscheiden aber eine Sicherheit ist das sicherlich nicht und hilft nur für diesen Tag oder Abend sich in Sicherheit zu wiegen !
    PS: Ich weiß wie sich ein Bandscheibenvorfall anfühlt ! Die Hölle ! Ich habe bei mir damals 1 Woche auf dem Fussboden verbracht. Ins Bett ging nicht mehr !
    Anscheinend geht es ja wieder ! Denke es war evtl. ein eingeklemmter Nerv. Bandscheibenvorfall geht nicht mal so weg !

    1. „…eine Sicherheit ist das sicherlich nicht und hilft nur für diesen Tag oder Abend sich in Sicherheit zu wiegen !“
      Natürlich, und das ist auch die Absicht dahinter. Ein Schnelltest hilft, Menschen zu identifizieren, die eine so hohe Viruslast haben, dass sie ansteckend sind. Es ist kein Beleg dafür, dass negativ getestete Personen nicht infiziert sind, aber zumindest sind sie (noch) nicht ansteckend. Das Tübinger Modell soll feststellen, ob es noch andere Möglichkeiten gibt als sich von Lockdown zu Lockdown zu hangeln. Das Konzept an sich finde ich gut.

      Von „Tagesticket-Handel“ ist mir nichts bekannt. Ich kann dir auch nicht sagen, ob Laden- und Restaurantbesitzer das Tagesticket zusammen mit Ausweisdokumenten kontrollieren oder nicht, aber eigentlich müsste es so sein. Wir waren leider erst abends da und von der Teststation direkt ins Theater gelaufen. Da wurde nur das Tagesticket kontrolliert, allerdings kamen da die getesteten Menschen gerade vom Hof runter.

      Der Bandscheibenvorfall; Stefan hat mir schon oft erzählt, wie er manchmal beim Autofahren (Außendienst, fährt weite Strecken ebenso wie ich) nicht mehr weiter fahren kann. Er muss dann sofort aus dem Auto raus. Es geht nicht anders. Bei Kälte wird es schlimmer. In Tübingen kam alles zusammen, die Kälte, das lange Warten… zudem habe ich ihn am Wochenende rausgeschleppt, weil ich dorthin wollte. Da hatte ich später ein sehr schlechtes Gewissen…

      1. Also mein Sohn wurde nirgends kontrolliert und musste nur das Ticket zeigen ! Kein überprüft den Ausweis weil die es schlicht weg nicht dürfen !
        Wie heute wieder verkündet wird soviel an Möglichkeiten, Meinungen ect. in Erwägung gezogen seit Monaten und für mich gibt es nur eine Lösung die die heißt „impfen“ ! Jeder weiß was und jeder hat tolle Ideen ich kann es nicht mehr hören !
        PS: War er schon beim MRT oder CT da sieht man was los ist !

        1. Ich bin deiner Meinung. Ich denke auch, das Impfen sollte schneller (effizienter) gehen. Inzwischen hat uns sogar Nepal beim Impfen überholt…

          Er war schon beim MRT, die Nerven sind stark betroffen und reagieren überreizt. Besonders auf Kälte. Im Sommer wird das wahrscheinlich besser.

          1. also ich bin kein Arzt aber mein Orthopädie hat mir immer geraten sich zu bewegen , die Rückenmuskulatur muss gestärkt werden. Schwimmen ideal aber geht ja gerade auch nicht !!!
            Bewegung ist das beste Mittel aber wenn die Entzündung abgeklungen ist ! Ich weiß wo es mir wieder besser ging habe ich auch viel Übungen ect. gemacht. War auch in einem Sportstudio ! Nach einer gewissen Zeit kommt dann wieder die Schlamperei weil es ja nicht mehr schmerzt und ein Jahr später bist du wieder in der gleichen Sitiuation. Glaub mir ich kenn das !

          2. says:

            Er war eine Zeit lang bei Krankengymnastik und hat Übungen für Zuhause gezeigt bekommen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er sie nicht macht… Da braucht es Disziplin und man muss dran bleiben, sonst wird das nix.

          3. Ja, das mit der Disziplin kann ich bestätigen. Die ist wichtig neben der Bewegung. Mein Vater (78) hatte vor vielen Jahren einen Bandscheibenvorfall und trainiert seitdem drei Mal pro Woche im Fitnessstudio. Damit hat er die Sache gut im Griff. Zur Zeit macht er Übungen zuhause, da das Studio zu ist. Ich bewundere ihn für seine Disziplin. Und der Erfolg gibt ihm recht.

          4. says:

            Liebe Elke, vielen Dank; das werde ich meinem Stefan gleich mal unter die Nase reiben 😉 vielleicht ist die Ausdauer dann größer, wenn er von positiven Beispielen hört 🙂

          5. ja genau wie bei mir ! Lässt der Schmerz nach Spritzen nach, kommt die alte Schlamperei !!!

          6. says:

            Richtig, weil die Schmerzen dann besser sind 🙂

          7. es wird ihn definitiv wieder einholen ! Mein Arzt sagte damals wörtlich “ wenn sie einmal im Jahr kommen um Spritzen abzuholen ist es ok , wenn Sie monatlich kommen müssen wir eine OP in Betracht ziehen ! Bisher war ich nicht 1 x im Jahr bei ihm sondern vielleicht alle 2 Jahre aber es ist schon richtig, wenn es nicht mehr weh tut kommt die Schlamperei ! Ich gehe eigentlich seit Jahren 1 x pro Woche ins Hallenbad. Schwimmen ist gut und es werden eben keine anderen Gelenke beansprucht wie bei vielen Sportarten. Seit 1 Jahr ist das Hallenbad eben auch geschlossen und das fehlt mir schon ein bisschen !

          8. says:

            Ja, da muss man definitiv dran bleiben. Nur ein bisschen was machen reicht nicht. Viele Sportarten sind jetzt auch durch die Einschränkungen weggefallen.

    2. Das Tübinger Modell macht tatsächlich nur dann Sinn, wenn das Tagesticket mit dem Ausweis abgeglichen wird. Im Rahmen dieses Testmodells müssten dann entsprechend die Händler autorisiert sein, das zu prüfen. Sonst passiert eben das, wovon du schreibst: dem Missbrauch werden Tür und Tor geöffnet.

      1. Es wäre schade, wenn das Modell daran scheitern sollte…

        1. Finde ich auch! Denn im Grundsatz ist das ein sehr gutes Modell. Wir können doch nicht den Einzelhandel, die Kultur und Gastronomie mit weiteren endlosen Shutdowns zugrunde gehen lassen. Zumal mittlerweile klar ist, dass andere Bereiche (zb Schulen, Büros und Produktionsstätten) deutlich stärker zum Infektionsgeschehen beitragen.

          1. says:

            Sehe ich auch so. Es fehlen einfach Alternativen zum Lockdown und solche Projekte geben einen Hoffnungsschimmer. Es müsste nur richtig umgesetzt werden… So ganz verstehe ich auch nicht, warum Geschäfte und Lokale keine Ausweise kontrollieren dürfen, schließlich ist das beim Alkoholverkauf auch erlaubt (und sogar vorgegeben). Es wird alles einfach überreguliert…

      2. danke Elke und ja jeder weiß was neues. Bestes Beispiel sind die neuen Ankündigungen mit diesem Gründonnerstag als Feiertag zu verhängen. Jetzt heißt es man muss das erst mal prüfen ob das gesetzeskonform ist !!!
        Ich verstehe die Welt wirklich nicht mehr ! Erst verkünden und jetzt prüfen !!!! ich habe das andersrum gelernt !

        1. Sehe ich genauso, Manni. Es wurde spät Dienstagnacht, und es musste unbedingt eine Einigung her. Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.

          1. ja da mischen zuviele mit ! Ich bin auch nicht derjenige der Lösungen parat hat und es ist sehr schwierig aber was hier seit Monaten abläuft geht gar nicht und dieser Abend bzw. Nacht war wieder ein Beispiel ! Ich muss doch vorher prüfen was geht und Hand und Fuss hat und nicht vor die Presse treten um nacher einen Rückzieher machen zu müssen. War mich schon immer verwundert hat auch bei der Britischen Variante, warum hat man nicht sofort den Flugverkehr eingestellt oder jetzt bei Brasilien nicht den Verkehr von und nach Brasilien. Hier spielt alles keine Rolle aber wir werden an die Leine gelegt. Ich verstehe das nicht mehr !

  8. Was für eine Story! Da habe ich ja glatt Hemmungen, auf den „Gefällt mir“-Button zu drücken. Eines vorweg: gut, dass es Stefan wieder besser geht! Rückenschmerzen können richtig fies sein. Ich hoffe, er kriegt seine Bandscheiben in den Griff.

    Ja, was für ein Theater! Wenn sie schon offenbar ihr ganz normales Buchungstool mit Sitzplatzwahl und Ticketversand auch für Online-Veranstaltungen nutzen, dann muss das definitiv ganz fett und grellrot angezeigt werden. Der Hinweis muss einem quasi an jeder Stelle direkt ins Gesicht springen. Umso mehr, als dass gerade Tübingen für dieses wirklich gute Modellprojekt (mögen möglichst viele Kommunen diesem Beispiel folgen!) bekannt ist, das u.a. für Live-Veranstaltungen . Nun denn … Gut, dass sie euch jetzt einen Ausgleich angeboten haben. Und noch besser, dass ihr aus dem etwas vergeigten Tag dank leckerem Futter doch noch was Schönes gemacht habt.

    1. Es war ziemlich blöd gelaufen. Zum Glück hat das Theater sehr kulant reagiert. Es klappt alles, wenn man miteinander redet 🙂 und ich denke, was die Kennzeichnung von Online-Angeboten betrifft, da werden sie was ändern. Und ich werde in Zukunft dreifach und vierfach gucken… 🙂

  9. O weia.

    1. War einfach doof gelaufen. Einmal schütteln, Krönchen richten, weiter geht’s 😉

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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