Marmaris – ein kleiner Rückblick

Kategorien Asien, Europa, Türkei

Marmaris, Mai 2014

Eine letzte Fahrt mit der King Cezar

Und wieder einmal befinden wir uns am Deck des Ausflugsbootes; wieder einmal scheint die Sonne auf unsere Köpfe und wieder weht eine leichte, kühle Brise an der Küste entlang. Die Tour ist exakt die gleiche wie beim letzten Mal, nur die ukrainischen Partymädels fehlen. 

Wir haben es uns vor der Kommandobrücke gemütlich gemacht und ein Glas kühlen Weißwein nach dem anderen sorgt für gute Laune. Und diesmal habe ich – yeah! – Zigarren dabei.

Meine Haut hatte sich inzwischen ein wenig (minimal) von dem extremen Sonnenbrand der letzten Tage erholt – oder meine Nervenzellen sind schlichtweg abgestorben, wer weiß… jedenfalls traue ich mich wieder, unter einer dicken Schicht Lichtschutzfaktor 50+ hinaus in die Sonne, sehe aber immer noch aus wie ein verbrannter Karpfen.

Während des Stopps geht es ins Wasser. Es ist wieder dieses Wahnsinnsgefühl, im Mittelmeer zu schwimmen. Das Wetter ist schön, kühl und klar und unsere Bucht umgeben weiße, zerklüftete Felsen. Den Besuch des kleinen Souvenir-Städchens sparen wir uns dieses Mal – ich habe meine Souvenirs schon – wir bleiben am Bord und entspannen.

Während der Weiterfahrt verschwindet Nina irgendwann unter Deck und mischt sich unter die Leute. Eine zeitlang verliere ich sie aus den Augen. Das nächste Mal, da ich sie erblicke, steht sie zufrieden auf der Kommandobrücke und steuert – ganz alleine – unser Boot; der Kapitän lehnt sich entspannt zurück (wie hat denn das Mädel das schon wieder geschafft?). Ich erzähle Stefan per Sms davon. „Dann hoffen wir mal, dass da keine Eisberge in der Nähe sind.“ Antwortet er mir mit einem dicken Smiley.

Irgendwann – meine Freundin ist nun wieder neben mir auf der Decke – halten wir wieder an, diesmal an einer hohen, steilen Felsenwand. Die Jungs von der Besatzung machen sich einen Spaß daraus, den Felsen hochzuklettern, um von da aus elegant ins Wasser zu springen. Sie überbieten sich dabei gegenseitig; immer höher klettern sie hinauf. Gespannt schauen wir ihnen zu.

Einer von ihnen begibt sich nach ganz oben, an dem höchstmöglich zu erreichenden Punkt der Felswand, und einen Moment lang sieht es ganz so aus, als wolle er sich umbringen.

„Nina, schau mal da!“

„Das ist der Schiffskapitän!“ Ja, das ist der Schiffskapitän. Ich muss schmunzeln ob der Tatsache, wie er in einem Rutsch sein Revier zu markieren und seine Jungs in ihre Schranken zu weisen gedenkt – vorausgesetzt er überlebt dieses Prozedere.

Er lässt sich viel Zeit, sei es, weil ihm Bange ist, sei es, weil er es spannend machen will. Doch als er dann mit einem eleganten Hechtsprung im Wasser landet, wird uns klar, dass er das hier unmöglich zum ersten Mal macht.

Langsam dreht das Boot und begibt sich wieder auf den Weg zurück in den Heimathafen. An Deck findet, wie schon auf der Hinfahrt, ein Fotoshooting statt: Pärchen und Nichtpärchen stehen an der Bugspitze und stellen Titanic nach.

Besäuselt vom Wein stolpern wir vom Boot. Wir verbringen noch einen Abend in der Stadt, unseren letzten Abend in Marmaris. Am nächsten Morgen werden wir gleich früh zum Flughafen gebracht, die Bilder-CDs von der Jeeptour in der Reisetasche. Die Woche ist rum.

Was hatten wir Spaß!

Hier eine kleine Zusammenfassung unserer Marmaris-Eindrücke: Tipps und Infos, alles rein subjektiv… viel Spaß!

Da schnappt er sich einfach meine Kamera… 🙂

Menschen

Spontanität, Offenheit, aber auch jede Menge Geschäftssinn zeichnen sie aus. Sehr lieb, sehr herzlich und immer gut gelaunt: die Menschen in Marmaris hatten uns mit offenen Armen empfangen und die Zeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Als ich davon einer türkischen Freundin hier in Deutschland erzählte, sagte sie nur lächelnd: „So wie du es erlebt hast, das ist, wie die Türken eigentlich immer sein sollten.“

Aber Achtung! Wie auch woanders in belebten Urlaubsregionen haben auch hier die Händler Dollarzeichen in den Augen – behalte immer den aktuellen Wechselkurs im Auge, damit du weißt, wieviel du eigentlich ausgibst – sonst hauen sie dich ganz charmant übers Ohr…

Aktivitäten

Wo soll ich anfangen? Wassersport, Wellness, Hammam und Ausflüge aller Art werden für verhältnismäßig wenig Geld angeboten. So hat man u. a. die Möglichkeit, Pamukkale zu besuchen, die antike Kulturstätte Ephesus, den Schildkrötenstrand; eine Jeep-Tour zu unternehmen, um nur einige zu nennen. Interessant ist die Tatsache, dass Marmaris nur einen Katzensprung von der Insel Rhodos entfernt liegt, welches sich als Tagesausflugsziel perfekt anbietet. Auch solche Tagesausflüge werden für ca. 30€ angeboten, so kann man innerhalb eines Urlaubes sowohl die Türkei als auch Griechenland besuchen. Oder man schippert einfach mit dem Schiff gechillt die Küste entlang. Auch für Party ist gesorgt (was die Anwesenheit der vielen Russen erklären würde 🙂 ), ob in der Stadt oder nachts auf einem der vielen Partyboote. Die Veranstalter tun alles dafür, damit ihre Touristen gut unterhalten werden.

Achtung: Die Angebote verschiedener Veranstalter unbedingt miteinander vergleichen und nicht das erstbeste buchen: die Preise für ein und dieselbe Leistung können nämlich erheblich voneinander abweichen. So habe ich unsere Bootstour sowohl für fünfzehn Euro wie auch schon für das Doppelte gesehen.

Anscheinend ist es etwas teurer, übers Hotel zu buchen, doch auch da würde ich nochmal schauen. Ansonsten hatten wir mit dem Veranstaltungsbüro marmaris dailytour gute Erfahrungen gemacht.

Aber die günstigen Preise der verschiedenen Ausflüge sind häufig nicht ohne einen Hacken: oft wird man hier und da mal kurz an Geschäften, Fabriken oder anderen Verkaufsstellen abgeladen, die Vermittler kassieren dafür eine Provision. So funktioniert dort einfach das komplexe System der Tourismusbranche, für mich im Nachhinein kein Grund, mich zu ärgern, jeder dort möchte ein bisschen Geld machen. Die Provisionen solcher „Vermittlungen“ sind ein guter Zusatzverdienst für den Veranstalter und mit ein Grund, weshalb er die Ausflüge zu zum Teil so günstigen Konditionen anbieten kann. Schöner und aufrichtiger fände ich es, vorab darüber informiert zu werden, doch da gehe ich wohl zu blauäugig an die Sache ran…

„Woher kommst du?“

Die zunächst harmlose Frage, die eher nach Small talk anmutet, ist in Wirklichkeit ein Teil der Verhandlungsstrategie: Die Antwort bestimmt oft den Preis der zu verhandelnden Ware (im Allgemeinen hält sich hier die Ansicht, Deutsche hätten viel Geld…)

Altstadt und die Burg von Marmaris

Die Burg, Marmaris Kalesi, kann mitsamt dem historischen Museum besichtigt werden; der Eintritt kostet 3€.

Die Altstadt, eng bebaut und wesentlich ruhiger als die Promenade, liegt abseits des touristischen Trubels. Es gibt kaum Geschäfte und fast alle Häuser sind an Privatpersonen vermietet (Quelle: www.marmaris-reise.de). Wir selbst waren nicht dort (wie gesagt, unzählige Aktivitäten und so 🙂 ), doch es soll sich lohnen.

Abseits von Zentrum befindet sich ein Amphitheater, das einen wunderbaren Blick über die Stadt bietet. Auch den Besuch des großen, überdachten Bazars kann ich sehr empfehlen.

Insgesamt: Alle Daumen nach oben! Türkei ist immer eine reise wert… (Zitat: Stefan)

Telefonzelle auf türkisch?  🙂
Mit bestem Gruß von Bayer: Aspirin-Cafe

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Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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