Europa, Nordmazedonien

Die große Balkantour – Wie ich in Ohrid verschwand

Die fromme Clique

Wir besuchen Ohrid. Eine Bootsfahrt am Morgen und den ersten Kirchenbesuch, die Church of St. Sophia, haben wir bereits absolviert und nun steigen wir hoch in die von Kiefern bewaldeten Hügel, die die Stadt umgeben. Viele Menschen kommen uns entgegen. Dann ist es wieder komplett leer. Eine Gruppe religiös aussehender Gestalten fragt nach dem Weg zur Kirche. Sie wirken unfassbar fromm, vermutlich Gläubige auf Pilgerfahrt. Ich zeige auf den Weg nach unten, überzeugt davon, dass sie zu der St. Sophia Kirche wollen, aus der wir eben gekommen sind. Später dann, als die Gruppe längst betend und Lieder singend die Abzweigung hinab marschiert ist, erkenne ich meinen Irrtum. Denn auf halben Wege – sie hätten nach links abbiegen müssen – befindet sich das Herz der sakralen Sehenswürdigkeiten von Ohrid, das vielfach besungene und abgelichtete Juwel von Nordmazedonien – die St. Jovan (Johannes) Kaneo Kirche.

Schön sieht sie aus. Wie aus dem Katalog. Wie sie so am Hang erbaut vor der Kulisse des tiefblauen Sees und des hellblauen Himmels steht. Wir suchen uns eine Sandklippe, von der aus die besten Panoramaaufnahmen unser sein sollen. Die Menschen laufen wie am Schnürchen ein und aus, jeder will das Wunder besichtigen. Wollen wir? Meine Leute zucken mit den Schultern. Mit sakralen, orthodoxen Bauten ist es wie mit Schlössern, wie mit Burgen, wie mit Tempeln. Hast du zehn davon gesehen, hast du alle gesehen. Sie gleichen sich ungemein und, bis auf sich unterscheidende Details, kann man das Rad kaum neu erfinden. Ich vermute irgendwelche vergoldeten Ikonen und Heiligenbildnisse an den Wänden und winke ab. Ohrid ist mit seinen 365 Kirchen wohl ein Leuchtfeuer und ein Magnet für Pilger aller Art; kein Wunder also, dass es die besagte Gruppe hierher gezogen hat. 365 Kirchen, für jeden Tag des Jahres eine. Das muss man erst einmal schaffen.

Ein wenig tut mir die nach Erleuchtung suchende Reisegruppe leid, die wohl sehr gerne die Kirche des heiligen Johannes von Kaneo von innen gesehen hätten, die ich aber in die falsche Richtung, nämlich ganz nach unten geschickt habe. Als wir weiter gehen, spukt mir die Gruppe noch immer im Kopf herum. Irgendwann mache ich aber meinen Frieden damit. Ach was, sage ich zu mir selber. Du wirst die Menschen nie wieder sehen. Das sollte sich zwar als Wahrheit herausstellen, aber dennoch – die Sache wird ein Nachspiel haben. Und ich überlasse es euch, liebe Leser, zu entscheiden, inwieweit hier unheimliche Kräfte ihre Hände im Spiel hatten.

 

Unheil bahnt sich an

Jacob nutzte bereits die Gelegenheit, an der Promenade das stille Örtchen aufzusuchen und ich wünschte nun, ich hätte es ihm gleich getan. Denn jetzt bin ich gezwungen, die Qualität der einheimischen Unterhölzer zu untersuchen. Ich gebe kurz meinem Onkel bescheid, der abnickt. Okay, wir werden dann langsam vor uns her laufen.

Alles also kein Problem. Als ich mich zehn Minuten später (die richtige Stelle will erstmal gefunden werden), kleine Kiefernnadeln und Tannenzapfen aus der Hose zupfend, halb gehend, halb rutschend wieder zum Waldweg begebe, ist keiner mehr da. Immer noch kein Problem, haben sie doch gesagt, dass sie einfach nur langsam weiter gehen. Als der Weg dann abzweigt, wird es doch zum Problem. Welche Strecke werden sie wohl genommen haben, die asphaltierte, die gemeinsam mit den Kinderwagenmuttis begangen werden kann, die aber flacher ist? Oder den Waldweg, der steil nach oben führt? Ich weiß, dass meine Leute zur Ohrider Festung wollten. Also steuere ich halbwegs fest entschlossen den steilen Waldweg an, denn meine Familie ist nicht dafür bekannt, Zeit zu verschwenden. So lande ich vor den Mauern der Festung.

Jetzt solltet ihr wissen, dass die dortige Festung keineswegs ein kleines Burglein ist. Es ist eine sich über große Flächen ziehende Anlage, hoch und weit, unüberwindbar, wenn man nicht gerade am Eingang steht. Ich stehe genau an der falschen, hinteren Seite. Hohe Mauern ragen über meinem Kopf auf und zu meiner Rechten seufzt Wind durch die Kiefernzweige. Hier ist außer mir kein Mensch und ich bin eindeutig falsch. Dank dem fehlenden Empfang (und einer fehlenden, lokalen SIM Karte, wir wollten uns ja nicht aus den Augen lassen) kann ich sie nicht kontaktieren, und so langsam verfluche ich meine Familie. Mit leicht erhöhtem Herzschlag versuche ich, die Mauern erst in die eine, dann in die andere Richtung abzulaufen, ohne genau zu wissen, welche denn die richtige ist. Von der Familie keine Spur.

Irgendwann – der Orientierungssinn funktioniert noch – wende ich meine Schritte in die richtige Richtung, verfehle jedoch den Burgeingang. Stattdessen finde ich mich inmitten stiller Häuser am Hang mit Ausblick wieder, vorbei an einem Amphitheater. Es handelt sich um das Theater von Lychnidos, der Vorgängerstadt vor Ohrid. Ab dem 3 Jahrhundert v.Chr. war das Theater das kulturelle Zentrum der Stadt. Heute steht es im historischen Stadtteil.

All das werde ich später erst nachlesen. Ich versuche, mich zu beruhigen, für die schöne Umgebung habe ich keinen Blick mehr übrig. Na ja, fast keinen Blick – ich wäre ja nicht Kasia. Azurblaues Meer, wuchernde Blumenranken an den Häusern, eine große, messingfarbene Glocke, ziegelrote Dächer der Häuser. Katzen, die in die schattigen Ecken huschen. Ein Batmobile. Aus der Ferne, ich habe mich inzwischen ein wenig entfernt, blicken mich die Festungsmauern an, die vielen kleinen Gestalten dort oben auf den Mauern und auf dem Aussichtsturm sind in meiner Fantasie Familienmitglieder, die nach mir Ausschau halten. Inzwischen habe ich schon einige Kilometer hektischen Marsches hinter mir und bin erschöpft. Vielleicht eine, vielleicht zwei Stunden irre ich schon durch die Gegend. Ich überlege kurz, gen Burg zu winken, doch vielleicht sind sie es nicht und die Aussicht, mich zum Affen zu machen, ist nicht gerade verlockend.

 

Die Wiederkehr

Also tue ich, was ich schon zur Beginn meiner Wiederkehr in die Zivilisation hätte tun sollen, ich setze mich in ein Café und lasse mir das W-Lan Passwort geben. Et voila, schon sehe ich verpasste Anrufe und Nachrichten auf Whats App. Nach einer gewissen Zeit ist meine Familie bei mir. Und – wie sollte es anders sein – natürlich ist es meine Schuld, was da passiert ist. Innerlich verdrehe ich die Augen. Natürlich. „Wenn man die anderen verliert, bleibt man da, wo man sie verloren hat.“ Tönt mein Onkel. „Aber du hast doch gesagt, wir laufen da lang langsam weiter.“ Töne ich zurück. Tomek hätte mich gesucht, nach mir gerufen, den gesamten Wald abgelaufen. Auf der Festung seien sie noch nicht gewesen. Jacob hätte sich ausgemalt, ich läge mit einem gebrochenen Bein irgendwo im Graben. Ich schaue zur Jacob, der blick stur geradeaus. Wie der Rest der Familie auch.

Also seufze ich und füge mich in die Rolle der Schuldigen, spendiere uns Kaffee und Kuchen (der Kuchen in dem Laden ist übrigens fabelhaft, sollte ich nochmal da sein…) und langsam laufen wir gemeinsam weiter. Mein Onkel benimmt sich inzwischen leicht paranoid; so dürfen wir uns unter keinen Umständen mehr aus den Augen verlieren oder hinter eine Ecke biegen. Die Festung will erkundet werden.

Kein Wunder, dass sie sich nicht so ohne umrunden ließ. Die Festung von Ohrid ist eines der größten Verteidigungskomplexe in Nordmazedonien. Sie liegt etwa 100 Meter über dem Wasserspiegel des Sees. Dicke Mauern von rund drei Kilometern Länge und Verteidigungstürme boten ehemals Schutz bis hin zum Hafen von Ohrid. Die Höhe des Walls variiert zwischen drei und sechszehn Metern Höhe und passt sich an die Gegebenheiten des Geländes an. Was habe ich mir nur ausgemalt, ich könne die Burganlage umrunden – sie ist eine der größten in Nordmazedonien. Sie ist ein Wahrzeichen Ohrids und wird auf Stadtwappen dargestellt. Entstanden ist sie lange, bevor Ohrid noch Reichshauptstadt des Ersten Bulgarischen Reiches wurde, doch Zar Samuil hatte umfangreiche Umbauten an ihr vornehmen lassen. So ist die Anlage heute sowohl Teil der mazedonischen, als auch der bulgarischen Geschichte.

Wir treiben uns oben auf den Mauern herum und ich hoffe darauf, dass die Familie mir langsam verzeiht (ja, was denn eigentlich?). Wieder unten in der Altstadt steht noch Onkels und Tomeks unerfülltes Vorhaben auf dem Programm: die Ohrider Feinkostgeschäfte nach gutem Rakija zu durchsuchen. Ich hingegen halte verstohlen Ausschau nach der frommgläubigen Hexenclique, mit jener der ganzer Ärger angefangen hat.

 

Der Döner (nicht mal für den Hund)

Zurück zur Promenade gehen wir diesmal nicht über die hinteren Schleichwege der Altstadt, nein, wir nehmen die volle touristische Dröhnung und begeben uns mitten in die langgezogene Fußgängerzone, die gleichzeitig die Einkaufs- und Bummelstraße stellt. Um auch diesen Teil Ohrids gesehen zu haben, begeben wir uns mitten rein. Da der Hunger zwickt und das Frühstück schon lange zurück liegt – nicht zu vergessen haben wir in der Zwischenzeit etliche Kilometer und Höhenmeter zurückgelegt auf der Suche nacheinander – , treffen wir eine unkluge Entscheidung. Aber wie das so ist, Erfahrung macht weise. Wir kaufen uns Döner.

Döner (?)

Jetzt ist der Mazedonischer Döner in einer touristischen Zone nicht ansatzweise mit dem vergleichbar, was es bei uns so gibt. Hinzu sei gesagt, es gibt nicht in Berlin, sondern in Mannheim den besten Döner Deutschlands (danke, Ali). Umso größer war die Enttäuschung über das Bisschen Fleisch, das lustlos im Brötchen landete. Dazu ein paar dürre Salatteilchen, einen Klacks Soße, das war’s. Während meine Familie, die es nicht anders kennt, mit gesundem Appetit reinbeißt, echauffiere ich mich beim Essen und noch eine ganze Weile danach darüber, dass ich so einen Fraß nicht mal meinem Hund vorwerfen würde, wenn ich denn einen hätte. Trotzdem – der Hunger treibt’s rein.

Was tun mit dem angebrochenen Tag? Die Promenade ist voll und im Gegensatz zu heute morgen pulsiert jetzt richtig viel Leben in den Adern der Altstadt. Tomek bringt einen Gedanken zur Sprache, den wir sogleich aufgreifen. Es gäbe hier perfekte Badestellen am See entlang – wenn man die Stadt verlässt und entlang der Küste fährt. Ein wenig die Füße ins Wasser hängen, ein Bisschen chillen. Wir sind dafür, wir haben es uns verdient. Sightseeing macht müde. Soll mir einer sagen, ich würde nicht reisen, sondern Urlaub machen.

 

Idylle am See

Es gibt viele solcher Stellen. Kleiner Buchten, die von den Locals genutzt werden, um ein paar ungestörte Stunden mit Freunden oder Geliebten zu verbringen. Oder mit der Familie. Nachdem wir einen geeigneten Zugang entdeckt haben, stellt sich die Frage nach einer Parkmöglichkeit. Ein großer Parkplatz winkt und lädt zum Verweilen ein. Leider gehört dieser augenscheinlich zu einem Luxushotel; schöne, wohlhabende Menschen gehen rein und raus. Kennzeichen aus aller Welt kennzeichnen teure Autos. Dieser Parkplatz ist offensichtlich nicht für Pöbel wie uns gedacht, doch wir stellen uns hierhin. Ja, wir sind so dreist. Das Sahnehäubchen sind die Tupperdosen und Tüten, in welchen wir etwas geschnittene Honigmelone und Wein in einer Fünfliter-Plastikflasche gen Strand schleppen – und die kurzen Hosen der Männer. Ich richte mich schon darauf ein, dass wir den Passerati nie wieder sehen werden.

Über einen sandigen Weg, der uns zwischen Nadelbäumen hindurch zum Wasser führt, und der sich von dem Luxushotel entfernt, geht es in nur wenigen hundert Metern zum Ufer hinunter. Es duftet nach Harz der Baumstämme um uns herum. Was wir schließlich vorfinden, ist absolute Idylle. Der Strandstreifen, nicht besonders hell, nicht besonders breit, öffnet sich in großen und mittleren, runden Felsbrocken. Wir sind alleine; nur ein Stück weiter sitzen ein paar Mazedonier beim Fischen. Man grüßt sich kurz, danach ist wieder jeder sich selbst überlassen.

Gen Westen niedergehende Sonne wärmt verstärkt und wir lassen uns auf den runden Steinen nieder. Ausgemusterte Reifen sorgen für eine bequeme Sitzgelegenheit. Schuhe aus und Füße ins Wasser. Das Wasser ist klar, transparent-grünlich, kleine Fische knabbern an den Zehen herum. Das ist der Grund, warum sich Jacob, der sich ein Stück weit in den See getraut hatte, plötzlich zurück springt. Oder war das mein Onkel? Der Wein verursacht einen angenehmen Nebel im Kopf, eine fröhliche Leichtigkeit. Hin und wieder fährt ein Boot vorbei, die aufkommenden Wellen zerstören für einen Moment das Bild der Idylle. Kleine Fische springen aus dem Wasser. Rechts von uns, dort, wo die Mazedonier sitzen, ist im hellen Fels ein Marienschrein errichtet worden. Hohes, trockenes Gras, pfeilspitz aufragende Zypressen. Wind rauscht in den Baumkronen und flinke Möwen versuchen über der Wasseroberfläche, den einen oder anderen Fisch zu erwischen. Manchmal sind es ganze Scharen an Möwen und manchmal ist es, als wenn sie Pirouetten in der Luft drehen.

Zu unserer Rechten liegen Menschen auf Handtüchern und genießen die Sonne. Sie sind so weit weg, dass auch ein Gruß nichts bringen würde. Mein Onkel wirkt schläfrig und zufrieden zugleich, Tomek und Jacob staksen barfuß im Wasser herum. Ich würde das ja auch gerne tun, aber ich sitze gut da, wo ich gerade bin. Und aufstehen ist nicht drin; einen ruhenden Körper soll man nicht bewegen. Kasia’s physikalisches Gesetz für faule. Jacob und Tomek haben ihre Schuhe inzwischen ihre Schuhe wieder angezogen und klettern im Geäst herum. Sie haben einen Feigenbaum entdeckt. Die Feigen sind schon reif, stellt Tomek fest. Also fangen wir zu sammeln ein.

Die untergehende Sonne ist kurzzeitig hinter einer Wolke nicht mehr zu sehen, die Gebirgskette an anderem Ende des Wassers zieht sich, wie die Wolke, blau und dunstig entlang der Küstenlinie. Umrisse der Bäume sind nun schwarze Scherenschnitte, der sehr warme Schein des Himmels kühlt ab. Es wird Zeit, uns langsam auf den Weg zurück zu machen. Unser Passerati steht sogar noch dort, wo wir ihn abgestellt haben. Meine Leute tun nicht mal so, als würden sie hier hinzu gehören.

Im Auto, auf dem Weg zurück zum Hotel. Stur trage ich meine Sonnenbrille weiter, auch wenn das Licht draußen erlöscht und ich längst kaum noch was darin sehen kann. „Zieh sie doch aus.“ Sagt Tomek. „Quäl dich nicht.“ Also ziehe ich sie aus und versuche, meine Leute nicht zu erschrecken. Ich, kleiner Vampir. Am Abend im Hotel gibt es Feigen und hellen Wein – keinen Schimmer, wo wir einen immerwährenden Vorrat an Wein her haben. Draußen, in der Dunkelheit, leuchtet gelb die Festung von Ohrid, die sich auf ihrem Hügel über der Stadt erhebt. Ich hoffe, ich würde diese Festung so schnell nicht wiedersehen.

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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18 Kommentare

  1. Echt jetzt 🙈? Alle vier haben nicht gecheckt, dass sie woanders raus als rein sind? Der Hammer! Dazu fällt mir echt nichts mehr ein 🤣.

    1. Ja, mir auch nicht… nichts ist so CHAOS wie wir 😉

  2. Die Kirche sieht wirklich schön aus, und ihre Lage setzt dem Ganzen dann noch die beste Hintergrundkrone auf. 365 Kirchen sind wirklich eine ganze Menge! Und irgendwann denkt man sich dann in der Tat, dass sie alle gleich aussehen und sich nur durch ihre Standorte unterscheiden. @Kasia verschwindet: ja, das ist diese Art von Erlebnis, das man erst im Nachhinein witzig findet, wenn man daraus eine gute Story machen kann. Währenddessen hat dir das nur Stress gemacht. Kann ich mir lebhaft vorstellen! Und deine Crew hat es sich mit der einseitigen Schuldzuweisung ja wirklich ziemlich einfach gemacht. Doch Ende gut, alles gut. Und der Tag fand dann mit dem chilligen Nachmittag am See doch noch ein gutes und entspanntes Ende.

    1. Ja, das „Abenteuer“ war purer Stress. Die gute Geschichte danach ist der ganze Trost, aber eigentlich kann man auf solche Episoden verzichten 🙂 Gelernt haben sie nix, in Dubrovnik wartete ich über eine Stunde vor einer Kirche, die die Gruppe sich anschauen wollte (ich bin nicht rein, aus Gründen). Die liebe Community lief den Hintereingang raus und wartete ihrerseits vor den Toren auf mich. Ey, ich sags dir… 😉

      Bezüglich Kirchen, genauso ist es. Sie sind schön und schöner, doch irgendwann… Na ja, die sakralen Räume sind ja auch zum Beten da 😉

  3. Beinahe verschollen, zum Glück aber wieder den richtigen Weg entdeckt. Weißt du was eine Schnitzeljagd ist? Du musst deinem Onkel sagen, dass er den Weg deutlich kennzeichnen muss damit du ihm nachfolgen kannst.
    Ein schönes Fleckchen Erde habt ihr wieder besucht. Danke für’s Mitnehmen.

    Liebe Grüße
    Harald

    1. Beinahe hätte ich aus meinem Onkel ein Schnitzel gemacht 😉 Verschollen in den Tiefen des Balkans, das hätte eine gute Story ergeben. Fragt sich nur, wer die erzählt hätte…? *grübel* Ja, Mazedonien ist ein schönes Land. War eine Reise wert…

  4. Ach ja: gut, dass wir Dich wiederhaben! Wer hätte uns sonst diese tolle Geschichte erzählt?

    1. Wie gut, dass mich die Festung nicht verschluckt hat 😉

      1. Wäre ihr vielleicht auch nicht gut bekommen 😄

        1. An einer widerspenstigen Polin verschluckt *lach*

  5. Spätestens nach diesem Beitrag bin ich mir sicher, dass Deine ursprüngliche Vermutung stimmt, nämlich dass es mir dort sehr gut gefallen würde: ein romantischer See, tolle Kirchen, eine Festung und Mocca aus kleinen Kupferkännchen, ich glaube ich wäre wunschlos glücklich.

    Nun zu Deiner Frage. Ich glaube nicht, dass die frommen Pilger Dich verwünscht haben. Wärst Du ihnen nachgelaufen um Deinen Irrtum aufzuklären, hättest Du vielleicht irgendwo auf dem Weg eine Toilette aufgesucht und hättest folglich auch keinen Grund gehabt Dich im Wald von der Gruppe zu trennen.

    Vielleicht war es Karma, Schicksal oder Zufall, aber egal wie, Deine Tat ist gesühnt. Die Gruppe wird letztlich ihr Ziel ebenso gefunden haben, wie Du Deine Leute. Und sind es nicht genau diese kleinen Abenteuer, die das Salz in unserer Suppe sind? Mit Kaffee und Kuchen findet die Geschichte ja ihr versöhnliches Ende. Überhaupt sollten alles Geschichten so enden: mit Kaffee und Kuchen.

    1. Hallo Tom,

      vielen Dank für deinen langen, mitfühlenden Kommentar. Ich glaube offen gesagt auch nicht, dass mich die lieben Betenden verhext haben, Nein, die werden vermutlich gebetet haben. So in der Art: „O Herr, es steht uns nicht zu; mögest Du über die Sünder richten.“ Und Schwupps! fand sich Kasia alleine an der Festung wieder 😉

      Solche Geschichten erzählen sich im Nachhinein recht unterhaltsam – aber für den Moment sind sie recht nervig. Und dann muss man das Abenteuer mit heiler Haut überstehen, damit man die Story später weiter erzählen kann…

      1. Wer sollte uns sonst von Euren Abenteuern erzählen, wenn nicht Du?

        1. Danke dir 🙂

  6. Hallo liebe Kasia. Ich lese immer wieder gern deine Beiträge aus Osteuropa oder Asien. Dabei kommt bei mir immer die Frage auf, in was für einer Sprache ihr euch wohl vor Ort unterhaltet? So viele unterschiedliche Länder, so viele unterschiedliche Sprachen, aber irgendwie schafft ihr es doch.
    Liebe Grüße, Roland

    1. Hallo Roland, vielen Dank fürs Mitlesen. Das kommt auf das Land an. In der Regel unterhalten wir uns auf englisch. Wir, das heißt, die jüngeren von uns. Damit kommt man fast überall weiter. Die älteren Herrschaften, das wären dann mein Onkel und Tomek, versuchen es mit ihren Russischkenntnissen. Obwohl, Onkel hat zuletzt aufgerüstet und einen Englischkurs belegt. Bei der letzten Balkanreise überraschte er uns mit seinem Können 🙂

      Nein, im Ernst: die inoffizielle Weltsprache der Reisenden ist Englisch. Vielleicht noch Spanisch. Beim Zweitem wäre ich dann aufgeschmissen 😉

      Lg Kasia

      1. Vielen Dank Kasia für deine Rückmeldung.
        Dir noch einen schönen Abend und liebe Grüße,
        Roland

        1. Das wünsche ich dir auch 🙂

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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