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Die Schattenrose

Oder: warum ich keine Bücher schreibe…

Das klingt doch wie ein Titel zu einem Roman, oder? Die Schattenrose. Voller zarter Poesie. Und schon stelle ich sie mir vor, diese schöne, einsame Frau im Krempenhut, der einen Schatten auf ihr nachdenkliches Gesicht wirft. Was haben ihre Augen gesehen? Was hat (Achtung, Kitsch-Alarm) ihr Herz erlebt, dass sie sich hier vor der Welt verbirgt? *die Geigen setzten ein*

Wie oft habe ich schon gesagt bekommen: „Schreib ein Buch!“ Nur was mir bisher dazu fehlte, war ein richtig guter Plot. So ziemlich alles ist schon mal gesagt oder beschrieben worden. Und so gerne ich gute Bücher lese, so wenig traue ich mir zu, mehr als nur ein paar Sätze aneinander zu reihen. Als Leserin habe ich einen gewissen Anspruch – und eben jener Anspruch dämpft zugleich jegliche literarischen Ambitionen. Es geht nicht um bloßen Ausdruck, sondern um so viel mehr. Und die Welt braucht keine weiteren, schlechten Romane…

Selbst an meinem Liebling Stephen King gibt es hin und wieder was zu meckern. Seine Romane beschäftigen sich viel mit Telepathie. Einige Aspekte kommen immer wieder in seinen Büchern vor: dunkle Mächte, Kinder, außersinnliche (meist telepathische) Fähigkeiten. Manchmal sind wahlweise Monster oder Außerirdische mit dabei, hin und wieder beides. Was ich mir lobe, ist das Happy End. Das braucht man als Leser, man möchte seine Helden nicht unglücklich sterben sehen. Und wenn sie schon dabei sterben, dann sollen sie wenigstens einmal die Welt gerettet haben.

Zur Zeit lese ich Das Institut. Außersinnlich begabte Kinder werden von einer regierungsnahen Organisation verschleppt und sollen mit ihren Fähigkeiten die Geschicke des Landes lenken. Der Klassiker sozusagen. Das Buch ist spannend, doch es fing etwas zäh an. Nicht wie sonst, wo sich der Leser mitten im Geschehen neben einer Leiche wiederfindet und wo von der ersten Seite an das Blut fließt.

In dieser Hinsicht (Blut) kann ich euch Ethan Cross empfehlen. Seine Hauptfigur, der Serienmörder Francis Ackermann Junior ist ein schwer zu verdauender Held. Identifizierung? Fehlanzeige – außer wenn man ein paar ernsthaft gestörte Fantasien hat. Aber vielleicht macht das die Ackermann-Reihe so reizvoll – die Tatsache, dass einem der „strahlender Ritter“ immer ein wenig fremd bleiben wird.

Ein Buch ist wie eine Reise. Wie eine lange Reise. Man lässt sich darauf ein, verschmilzt mit der Handlung, wird eins mit den Akteuren. In eine Geschichte einzutauchen braucht Geduld, denn nicht immer erschließen sich sofort die Handlungsstränge. Es braucht Ruhe. Doch hat man den Köder erst einmal geschluckt, dann beginnt man zu lesen, lange, ausgiebig, morgens, abends, nach Feierabend, zwischendrin. Alles andere wird unwichtig, ob essen, trinken oder sonstige physiologischen Bedürfnisse. Es ist „nur noch diese eine Seite“, „nur noch bis zum Ende vom Absatz.“

Und dann? Ich kann doch jetzt nicht aufhören, denke ich mir dann. Aus der Nacht wird ein Morgen, die Augen brennen, es bleiben nur noch ein paar letzte Seiten übrig. Man weiß in etwa, in welche Richtung sich eine Handlung entwickelt. Überraschungen sind nicht mehr sehr wahrscheinlich. Dann, ja… dann gestattet man es sich, ein bisschen zu schlafen.

Dieser seichte Text ist Teilnahme an Rolands Fotochallenge mit dem Titel: Schatten.

Gut, das Foto nimmt teil. Nicht der Text. Der Text bildet den Rahmen und das Bild stellt einen Vorwand dar für die Zuschaustellung meiner Gedanken…

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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39 Kommentare

  1. […] Einen Bestseller schreiben. Ich kann sowas von gar nicht schauspielern… und mit einem Buch liebäugle ich bereits länger, immer unter dem Vorwand/Einwand, nie eines schreiben zu wollen… […]

  2. Ich mag epische Fantasy-Serien (zumindest einige, es gibt auch welche, mit denen ich nicht warm geworden bin, wie Wheel of Time) und vor ein paar Jahren habe ich angefangen, auch so ein Monster zu schreiben. Das ist einfach irgendwie passiert. 🙂 Einen Plan habe ich bis heute nicht; ich lasse die Welt und die Charaktere sich entwickeln und schaue, wo mich – und sie – die Reise hinführt. Ob das jemals publzierbar wird, ist mir nicht so wichtig, für mich geht es um den Spaß an der Kreativität. Und wenn ich mal zu negativ gestimmt bin, an dem Roman zu arbeiten, lasse ich das Manuskript auch mal einige Zeit liegen.

    Trotzdem ist mein kleines Monster schon auf 450.000 Wörter angewachsen (Durchschnitt für einen Krimi etc. ist so 90.000-120.000; Fantasromane dürfen auch mal dicker sein); dann ist da auch noch der Anfang eines historischen Romans über die Römer, den ich erstmal zur Seite gelegt habe, weil ich da nicht so planlos drauflos schreiben kann.

    Vielleicht findest du eines Tages ein niedliches Plotbunny, wie viele Autoren diese spontanen Ideen nennen. Nimm es ruhig mit; es wird sich vermehren und seine Familie einladen und eh du’s versiehst, hast du Ideen für eine ganze Romanserie. 😀

    1. Ein Plotbunny, das ist süß 🙂 vielleicht hast du Recht, vielleicht einfach mal anfangen. Nur mal die ersten Seiten. Gar nicht darauf schauen, ob es publizierbar ist oder nicht… Ich bilde mir immer ein, ich müsste bereits von vorneherein wissen, wie das Buch endet, vielleicht setzt das einfach unter Druck.

      Aber ich habe ja gesagt, ich werde kein Buch schreiben 😉 so ganz offiziell…

    2. Schreibst du an deinem Krimi weiter? 🙂 Und das Römer-Buch kann ich mir wirklich gut bei dir vorstellen. Eventuell beides verbinden?

      1. Ich schreibe einen Fantasyroman oder sogar eine Serie, keinen Krimi (die sind nicht so mein Genre). Ich hatte Krimis erwähnt als Beispiel für eine durchschnittliche Buchlänge – einige meiner online-Bekannten sind Krimiautoren im englischen Bereich und jammern immer, dass sie ihre 150.000 Wörter-Manuskripte auf 120.000 runterkürzen müssen. 😉

        Fantasybücher können auch mal dicker sein, denk an die Wälzer von George Martin oder Brandon Sanderson’s Stormlight Archive-Reihe. Ich glaube, auch die späteren Dark Tower Romane von Stephen King sind eher dicker als 300-350 Seiten.

        1. Bei Fantasyromanen hast du auch als Leser mehr Zeit, da einzutauchen und dich mit den Figuren anzufreunden. Wenn das Buch zu ende ist, dann ist es, als verlasse man eine ganze Parallelwelt im eigenen Kopf.

          Falls dein Roman irgendwann rauskommen sollte, werde ich ihn kaufen. Ja wirklich. Ein Reisebuch von einer Bloggerkollegin ist bereits auf meiner Wunschliste gelandet 😉

          Aber lass dir Zeit, nur keinen Druck 🙂

  3. Hi Kasia,
    Stephen King ist mein Lieblingsautor. Allerdings mag ich die alten Sachen lieber, z.B. The last stand oder die Serie mit dem schwarzen Turm. Einfach genial, was der sich ausdenkt. Und er schreibt fast so schnell wie du – ich komme ja kaum noch hinterher.
    Mit deiner Buchhemmung – das kann ich gut nachvollziehen. Es ist schon eine andere Nummer, einen Blogbeitrag zu verfassen oder ein ganzes Buch zu schreiben.
    Aber wer weiß – irgendwann überkommt dich vielleicht eine gute Story, dann leg los.

    1. Ja, Stephen Kind ist einfach genial. Wie er die Spannung aufbaut. Bevor ich so ein Buch nicht fertig gelesen habe, kann ich kein neues anfangen…

      Wenn die Erleuchtung kommt, sagen wir, beim Wohnung streichen oder beim Wäsche waschen, dann werde ich meine verborgenen Talente auf dem Prüfstand stellen 😉

  4. Hi Kasia,
    Alter Falter, Du schreibst schneller als ich lesen kann… hast Du keine Angst, dass Dir bei der Schlagzahl mal irgendwann die Ideen ausgehen oder Du vor der Tastatur verhungerst? Iss, Mädchen iss.. 😉
    Zum Thema Bücher: Ja, das war früher MEINS. Jedesmal wenn ich während meiner Bundeswehrzeit bei der Marine die lange Zugfahrt vom Ruhrpott bis zur Küste machte, kaufte ich mir vorher in der Bahnshofsbücherei ein Paperback um es während der Zeit zu lesen. Da kam eine erkleckliche Sammlung zustande.
    Und meine Großeltern waren Mitglied in der Büchergilde Gutenberg und bekamen alle paar Wochen einen neuen Wälzer. Unser Bücherregal war also gut gefüllt – und ist es auch Heute noch.
    So viele Bücher wir auch hatten – mit vielen Schrifstellern konnte ich so gar nichts anfangen. zu zäh, zu unpersönlich, zu stereotyp, zu vorhersehbar, zu langweilig. „Herr der Ringe“, das Buch hatte jeder las sich so zäh wie das kauen auf einer Schuhsohle, dazu andauernd zum Satzanfang das Wort „und“ – da war der Schreiber der Bibel ja direkt ein Pulitzer-Preisträger gegen.
    Auch deinen Liebling Stephen King habe ich nach knapp 10 Seiten enttäuscht wieder ins Regal gestellt. Ehrlich? Da traue ich mir zu gewitzter zu schreiben (hatte ich erwähnt, dass ich mal angefangen hatte einen Social-Fiction Krimi zu schreiben? SOCIAL-FICTION? Ja, jetzt kommste ins grübeln was das ist, wa? 🙂 such mal auf meinem Blog nach „Koslowski“ – Du wirst niederknien – ich schwör.. neee.. Doppelschwör!)
    Witzig bei der Geschichte, ich fing an – und dann ging es mir wie Dir – keine Idee, wie es weitergehen sollte? Wie sollte die Handlung Fahrt aufnehmen? Was könnte die Frau für ein Geheimnis haben? Wer wollte Ihr was Böses? Ich hatte im Kopf eine Welt erschaffen, doch die Menschen darin bewegten sich nicht..
    Erstaunlich ist, dass es Menschen vor Jahrhunderten gab, die Meister des geschriebenen und gereimten Wortes waren. Shakespeare habe ich mir während meiner Zeit als Arbeitsloser EDVler reingezogen, damit der Kopf was zu tun hatte.
    Dieser großartige Wortakrobat hat schon damals Dinge geschrieben, die auch heute noch Bestand haben – jedenfalls für mich. So zum Beispiel der Dialog zwischen Polonius und seinem Sohn Laertes in HAMLET:

    „Und diese Regeln präg in dein Gedächtnis:
    Gib den Gedanken, die du hegst, nicht Zunge,
    Noch einem Ungebührlichen die Tat.
    Leutselig sei, doch mach dich nicht gemein.
    Den Freund, der dein, und dessen Wahl erprobt,
    Mit ehrnen Haken klammer ihn an dein Herz.
    Doch schwäche deine Hand nicht durch Begrüßung
    Von jedem neugeheckten Bruder.
    Hüte dich, In Händel zu geraten; doch bist du drin,
    Führ sie, daß sich dein Feind vor dir mag hüten.
    Dein Ohr leih jedem, wenigen deine Stimme;
    Nimm Rat von allen, aber spar dein Urteil.
    Die Kleidung kostbar, wie’s dein Beutel kann,
    Doch nicht ins Grillenhafte: reich, nicht bunt;
    Denn es verkündigt oft die Tracht den Mann,
    Und die vom ersten Rang und Stand in Frankreich
    Sind darin ausgesucht und edler Sitte.
    Kein Borger sei und auch Verleiher nicht;
    Sich und den Freund verliert das Darlehn oft,
    Und Borgen stumpft der Wirtschaft Spitze ab.
    Dies über alles: Sei dir selber treu,
    Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage,
    Du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen“

    jau, das ist bis heute mein Leitmotiv (OK, fairerweise sei gesagt, dass beide hinterher mausetot sind – von daher relativiert das ein bisserl, gell? Aber das muss ja nicht auch mir passieren, dass einem dänischen Prinz der Degen – oder einem voll krassen Murat das Dönermesser zu locker sitzt). In diesen wenigen Zeilen steht jedenfalls alles drin, wie man als Ehrenmann sein Leben bestreiten sollte.
    Das bringt mich fast nahtlos an deine nächste Überlegung: der Symphatie mit dem Bösen..
    Du bist ja noch ein bisschen jung und kennst das wahrscheinlich nicht: in den alten Karl May – Filmen mit Old Shatterhand und Winnetou gab es nur Gut und Böse. Wurde jemand erschossen, machte es „Peng“ und ein kleiner roter Fleck in der Höhe des Herzens signalisierte optisch: „okay, den Anruf für den Notarzt können wir uns schenken“..
    Schlägereien bestanden aus einem gezielten Kinnhaken (Ausnahmen waren Saloon-Schlägereinen), bei dem der Getroffene sofort wie vom Taser geblitzdingsbumst umfiel.
    Da war es einfach. Und was in der Flimmerkiste vorgemacht wurde, machten wir auf dem Schulhof nach. Wir rangelten natürlich auch auf dem Schulhof – aber Schläge ins Gesicht? Oder minutenlanges aufeinanderprügeln wie in den Action-Filmen? Nee, das gab es nicht. Wenn jemand auf dem Boden lag hörte man auf. Es gab kein nachtreten (na gut, ab und zu mal Mukki-Reiten).
    Aber jetzt mal ehrlich? Steckt nicht in jedem von uns auch eine dunkle Seite, die wir immer wieder täglich erfolgreich wieder in ihr Verlies einschliessen? Der Mensch hat so viele schlechte Charakter-Eigenschaften: Er fälscht Rabattmarken, lügt, betrügt, stiehlt, geht fremd, ist gewalttätig und neigt zu sinnloser Zerstörungswut – um nur ein paar Highlights aus der Kategorie „Arschloch des Monats“ zu nennen.
    Das zeigen doch auch die Action-Filme: die „Helden“ sind genauso brutal und gewaltbereit wie die „Bösen“. Polizei-Verhöre sind nur eine Haaresbreite von Folter und Water-Boarding entfernt.
    Auch Fernseh-Serien zielen darauf ab unsere dunkle Seite zu streicheln. Eine Serie aus den 90ern hieß: „DIE VERSCHWÖRER – IM NAMEN DER GERECHTIGKEIT“. Hier ging es darum Straftäter, die vor Gericht mangels Beweisen frei gesprochen wurden ihrer „verdienten“ Strafe zuzuführen. Eigentlich schon bedenklich, wenn man mal genauer drüber nachdenkt.
    Noch schlimmer trieb es „Dexter“ – ein Serienmörder in Diensten der Polizei, der ebenfalls Selbstjustiz betrieb.
    ich frage mich ja schon, ob solche Serien in Zeiten der politischen Korrektheit noch gezeigt werden sollten. Aber dann müsste man auch das ganze Trash-TV verbieten und die Influencer! BESONDERS DIE INFLUENCER!! Denn die vereinen alles Böse in sich!!!
    Ach jetzt hab ich mich schon wieder festgeschwafelt – ich muss ja auch mal arbeiten…
    CU
    Peter

    1. Hi Peter,

      jetzt hast du mich geschafft; ich werde deinen Kommentar mal in Anteilen beantworten 🙂
      Aalso: so schnell schreibe ich ja gar nicht, in meinem Fach „Entwürfe“ schlummern noch über vierzig bis fünfzig Ideen und Entwürfe und Textausschnitte, und das ist noch nicht mal das, was aktuell passiert oder die Reiseziele, die ich aktuell besuche (der Park um die Ecke usw.)

      Stephen Kind; viele Menschen schreckt dabei das düstere ab, aber das ist auch, was bei ihm fasziniert bzw. was die Leser bringt.
      Herr der Ringe habe ich nicht gelesen… plötzlich hatte das Buch jeder in der Hand, und das ist was, was mich extrem abschreckt. Alleine von der Story war das nicht meins 🙂

      So, bei Hamlet habe ich aufgegeben, Fortsetzung folgt…

    2. Sympathie mit dem Bösen. Gab es das nicht immer schon? Ich denke, der kluge, mündige Zuschauer kann da sehr wohl unterscheiden, welche Grenzen im RR nicht überschritten werden (sollten).

      Nein, natürlich gibt es Grenzen – zumindest in unserer Gesellschaft und Rechtsprechung – die eingehalten werden müssen. Ganz dringend sogar. Und gerade deshalb wollen wir gewalttätige Helden sehen und sympathisieren mit fehlgeleiteten Serien-Sadisten. Weil das nicht „echt“ ist und weil es nicht „echt“ ist, ist alles möglich.

      Du brauchst dem Menschen nur mal ein passendes „Ziel“ vorsetzen. Junge, unschuldige Frauen ermorden? Böse. Kleine Kätzchen? Böse. Irgend eine unsympathische Gestalt, die es sicherlich verdient hat? Ach da reibt sich der Zuschauer die Hände. Und schon ist Batman/Dexter/der gestörte Cop mit Waterboarding Methoden ein Held, und zack! landet der vermeintliche Bösewicht auf Dexters Seziertisch.

      Der mündige, kluge Zuschauer würde das nie aufs RR übertragen. Unkluge Menschen, die das tun, sind meist minderjährig. Und ich möchte kein weichgespültes mediales Unterhaltungsprogramm.

      Die Influencer werden sich mit der Zeit abnutzen. Es sind im Grunde auch nur Werbefiguren. Sowas gab es auch schon immer, in anderer Form, und das wird es weiterhin geben.

      Ein bisschen Trash-TV muss schon sein 😉

      Was ist jetzt aus deinem Buch geworden?
      Und die Bibel habe ich auch ganz gelesen (das meiste weiß ich davon nicht mehr…)

      Puh, habe ich was vergessen? Ach ja. Keine sorge, das Essen kommt nicht zu kurz, ich wünschte, es wäre so…

      Liebe Grüße
      Kasia

  5. Liebe Kasia,
    warum nicht einfach versuchen und starte mit dem Schreiben. Deinen Blog lese ich auch sehr gerne. Du hast einen interessanten Schreibstil und der Titel die Schattenrose wäre doch schon mal ein Anfang
    LG Andrea

    1. Liebe Andrea,

      vielen Dank, das freut mich sehr! 🙂
      Tatsächlich ist der Anfangstext nicht das, was in meiner Schublade schlummert, es fiel mir so nebenbei zu diesem Foto ein. Irgendwelche „Startentwürfe“ waren etwas düsterer. Aber keine Ahnung, bisher hat das ganze keinen Konstrukt 🙂

      Liebe Grüße
      Kasia

  6. Bei „Coffeenewstom“ fehlt die 6. Kategorie ! Man erklärt sich nie ein Buch zu schreiben und hält sich auch daran “ !
    In die würde ich nämlich passen !

    Wenn ich in mein Bücherregal schauen gibt es da nicht viel zu entdecken ! 2 Bücher von Reinhold Messmer, ein Klettersteig Atlas , 2 x Niki Lauda, 4 oder 5 Bücher über den 2.Weltkrieg, und ein paar Wanderführer über die Alpen und ein Buch ( Biographie) über meine Lieblingsband AC DC ! Das ist meine Literaturauswahl ! Klein aber fein für meine Begriffe!

    Ich kann dir also nicht mit Rat und Tat bei Seite stehen, dir es weder empfehlen oder auszureden, deshalb von mir eine neutrale Aussage. Wenn dir danach ist, mache es, wenn nicht lasse es !
    Ich behaupte nur, dass der Büchermarkt sicherlich überschwemmt ist mit Reiseführer, Ratgeber oder sonstiges. Hier Fuss zu fassen ist schwierig.
    Eines habe ich dir aber schon geschrieben, ich lese deine Beiträge wirklich gerne ( und das soll bei mir was heißen ) weil es nicht selbstverständlich ist. Sie sind lebendig, nicht langweilig auf die damalige Situation verfasst und wie du das erlebte empfunden hast !

    Müsste ich ein Buch schreiben dann würde dies mit 100 % Sicherheit unter den Bestseller der Ladenhüter zu finden sein, vermutlich an erster Stelle !

    Reich werden mit Bücher das kommentiere ich mal nicht, aber das ist auch relativ ! Trotzdem wäre sicherlich jeder stolz wenn sich eine Menge X verkaufen ließe. Es muss deprimierend sein festzustellen dass es niemand interessiert und man viel viel Zeit und Energie verwendet hat.
    Das muss jeder für sich entscheiden !

    1. Lieber Manni,

      ich finde es schön, dass du meine Beiträge gerne liest das freut mich sehr. Speziell bei jemandem, der von sich behauptet, generell nicht viel zu lesen, ist das ein großes Kompliment.

      Genau das ist es, was du sagst: der Markt ist mit Büchern überschwemmt. Ich glaube, die größte Befürchtung, die man als Autor hat, ist die vor der Mittelmäßigkeit. Es gibt so viele mittelmäßige Bücher, da bin ich lieber eine Bloggerin, die Spaß an der Sache hat.

      Vielleicht gehöre ich wirklich zur Kategorie Nr 6… 🙂

      Liebe Grüße
      Kasia

      1. Liebe kasia! Ich hoffe aber sehr ich habe dich nicht verunsichert! Ich wollte so neutral wie möglich antworten ! Es sind Themen denen ich völlig überfordert gegenüber stehe weil ich null Ahnung davon habe ! Einfach einmal zu liken war mir dann aber auch zu einfach

        1. Lieber Manni, nein, du hast mich nicht verunsichert! 🙂 Ich antworte immer mit einer großen Portion Humor und guter Laune im Gepäck 😉 Und wo du Recht hast, da hast du Recht, das sind Gedanken, die ich mir auch schon längst gemacht habe. Nein, bitte nicht nur liken, mir ist ein Kommentar so viel mehr wert…

          Liebe Grüße

          1. Dann habe ich was richtig gemacht! Ich antworte übrigens auch oft ironisch man muss es nur erkennen! Ist aber einfach!
            Ehrliche Antworten sind mir wichtig! Mir kann auch jemand antworten das er meine Fotos oder Beiträge Schei….findet! Warum nicht der ist ehrlich und ich kann überlegen warum!!einen Tip wäre dann aber hilfreich !

          2. says:

            Ich denke, oft liegt es daran, dass man sich beim hin und her schreiben nicht sieht. Die Mimik, die Gestik, all das fehlt. Aber mit der Zeit lernt man sich besser kennen und weiß das Geschriebene besser einzuschätzen. So ist es bei uns. Das wird! 🙂

          3. Ja das stimmt keine Frage! Es ist manchmal eine gratwanderung! Du hast mich öfters missverstanden und ich dich aber ja es bessert sich wenn man weiss wie der andere tickt

          4. says:

            So ist es 😉

  7. Hallo Kasia,

    als ich das Bild sah dachte ich gleich an das Fotoprojekt von Roland. Das Foto hat irgendwas.

    Ich kenne dich jetzt erst ein paar Tage aber ich meine, dass du durchaus ein Buch schreiben könntest. Du könntest deine Reisen als Grundlage nehmen und ein bisschen Humor beifügen und die Reisebechreibung ist fertig. So lebhaft wie du schreibst könnte ich mich durchaus eine Leser-Clientel vorstellen.

    Hab einen schönen Abend
    Harald

    1. Hallo Harald,

      vielen Dank! Das freut mich sehr, dass du mir zutraust, was ich mir selbst nicht zutrauen würde 😉

      Zunächst mal ist nichts geplant; wenn ich mal etwas wirklich Spektakuläres anstelle wie „zu Fuß durch Nordkorea“, „mit dem Zeppelin über den Himalaya“ oder „auf einem Bein hüpfend von Mannheim nach St. Petersburg“, dann wird sich die Sache mit dem Buch auch lohnen… 😉

      Dir auch einen schönen Abend!
      Kasia

  8. Eine wunderbare Geschichte zum Foto 🙂

    1. Vielen Dank 😉

  9. Da hast du ja hervorragend die Kurve gekriegt von dem Challenge-Thema über den Fototitel hin zu deinen niedergeschriebenen Gedanken. Das war wirklich raffiniert 😅!

    Ja, solche Bücher, die einem den Hunger, den Schlaf und generell die Aufmerksamkeit und Zeit für alles andere im Leben rauben, kenne ich. So erging es mir beispielsweise vor einigen Jahren mit den Krimis von Henning Mankell. Einen davon hatte ich auf meiner Reise nach Barcelona dabei. Es war so spannend, ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Und so wurde es vier Uhr morgens, bis ich es endlich zu Ende gelesen hatte und erschöpft mein müdes Haupt aufs Kissen bettete. Am nächsten Tag schlich ich müde durch die schöne Stadt und konnte mich kaum auf den Beinen halten. Nur Unmengen von Kaffee hielten mich halbwegs über Wasser.

    Was das Schreiben eines eigenen Buches betrifft, so möchte ich Toms Aufzählung um einen sechsten Punkt ergänzen: Rede lange davon, ein eigenes Buch zu schreiben, warte auf die passende Gelegenheit und mach es. Das war mein Motto. Tatsächlich habe ich 2013 meinen Reisebericht über eine achtwöchige Australienreise als Buch herausgebracht.

    Für mich stand immer außer Frage, dass ich nur was Reisebezogenes verfassen würde. So gerne ich Krimis, Erzählungen und bestimmte Sachbücher lese: selber schreiben möchte ich sie nicht. Die Vorlage zu meinem Australienbuch war da: ich hatte seinerzeit bereits live über meine Reise gebloggt und auf einem der Vorgängermodelle meines jetzigen Blogs veröffentlicht. Natürlich konnte ich die einzelnen Berichte nicht eins zu eins übernehmen, sondern musste sie überarbeiten. Und tausend andere Kleinigkeiten wollten auch erledigt werden. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Aber das Grundgerüst stand.

    Ich musste das Buch auch nicht im Eigenverlag herausbringen oder mich an den Produktionskosten beteiligen. Das hat ein „richtiger“ Verlag für mich übernommen. Zwar bin ich mit der Sache nicht reich geworden 😅, hatte dafür aber immerhin weder Kosten noch Risiken. Für mich war es tatsächlich die Erfüllung eines lange gehegten Traums. Nun aber Kitschmodus off, Geigen stumm 😄. Von daher: wer weiß, welche Wege dein Schreibtalent noch findet, dich zum eigenen Buch zu treiben? Ich bin gespannt!

    By the way: witziges Foto 😎!

    1. Liebe Elke,

      vielen Dank für den schönen, langen und ausführlichen Kommentar! Wo soll ich anfangen zu antworten – vielleicht chronologisch.

      Der Sprung von Challenge zum Thema Buch war so nicht geplant, ein „Schreib-Unfall“ sozusagen. Wie schafft man das? Man lasse einfach seine Gedanken unkontrolliert fließen, während man gleichzeitig die Finger in Lauerstellung auf der Tastatur platziert. So kommt ein bisschen Grütze und ein paar Gedanken dabei raus… 🙂

      Die liebe Elke hat ein Buch geschrieben? Warum erfahre ich das jetzt erst 🙂 Dir ist schon klar, dass dein Buch, sofort auf meiner Amazon-Bücherwunschliste landet?

      Ja, mal sehen mit dem Buch. Nein, reich wird man nicht, ich habe mich da schon ein bisschen schlau gemacht. Ich glaube, das läuft alles über die Masse… Wenn mich irgendwann wirklich mal der Blitz trifft und ich erleuchtet werde, dann vielleicht. Ich habe das Thema jetzt vielmehr aufgegriffen, da mich zuletzt die Wander-Freundin Moni nach meinem Beitrag fragte, wann mein Buch herauskäme… und sie war nicht die erste. Aber ich glaube, das ist nicht zu unterschätzen.

      Ja, also das Foto ist ein Rosenstrauch am Mittag und meine Füße in Fünf-Euro-Ballerinas 🙂

      1. Schreib-Unfall – das gefällt mir! Wird sofort in meinen Wortschatz aufgenommen 😅. Das ist eine schöne Art, zu verunglücken.

        Was dein Vielleicht-Buch in spe betrifft: da muss man ja nichts forcieren. Entweder, es packt dich noch oder eben nicht. Tobst du dich textlich halt weiter hier auf deinem Blog aus – zur Freude der Leserschaft!

        Was mein Buch betrifft: ja, ich packe meine Geheimnisse immer schön in homöopathischen Dosen aus. Heute hat es prima zu deinem Beitrag gepasst 😃. Ich habe allerdings noch eine bessere Idee als die Amazon-Wunschliste. To be continued …

        Den Ballerinas sieht man den überschaubaren Gegenwert absolut nicht an! Und das liegt sicher nicht daran, dass der Rosenstrauch sie fotografisch in den Schatten stellt.

        1. Eine bessere Idee als die Amazon-Wunschliste? Mit Thalia online habe ich bereits mittelmäßige Erfahrungen gesammelt… und die Wunschliste ist so schön praktisch. Habe ich schon erwähnt, dass mein Liebster und ich uns unsere unendliche Liebe (Achtung, Kitsch-Alarm…) auf die Art beweisen, dass wir uns Bücher schenken? 🙂

          Da bin ich schon gespannt auf deine weiteren Geheimnisse oder darauf, welche (sprichwörtlichen) Leichen da im Keller liegen… 🙂 Dankeschön für das Kompliment mit den Ballerinas, und ja, ich hab sie noch, fünf Euro hin oder her 😉

          Liebe Grüße
          Kasia

          1. Kann es einen größeren Liebesbeweis geben, als sich gegenseitig Bücher zu schenken? Wohl kaum!

            Ja, da liegen ganz sicher noch ein paar Leichen in meinem Keller. Nach und nach hole ich sie rauf ans Tageslicht 😅.

          2. says:

            Ach da freue ich mich schon. Nichts geht über gut gehütete Geheimnisse 🙂

  10. Ein schönes Schattenbild.
    „Das Institut“ habe ich auch gelesen, hat mir sehr gut gefallen.

    😉

    1. Vielen Dank für das Kompliment 🙂 Nachdem die Geschichte richtig in Gang kam, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen… Und vielen Dank für den Hinweis 😉

  11. Ich glaube es gibt ungefähr fünf Arten ein Buch zu schreiben: 1. Man arbeitet sechs bis zwölf Monate zu festen Arbeitszeiten an seinem Buch. 2. Man arbeitet zwei Wochen Tag und Nacht durch. 3. Man schreibt über einen Zeitraum >zwölf Monate immer wieder etwas, kommt aber kaum voran. 4. Man hatte ständig tolle Buchideen, schreibt aber keines. 5. Man erklärt nie ein Buch schreiben zu wollen – und macht es dann irgendwann doch. Ich gehöre in die Kategorie 4. Und Du hoffentlich in die 5. Ich würde es nämlich gerne lesen…

    1. Sehr geil… habe ich so noch nie gehört, aber das hat was. Ich bin eher auch Nummer vier – im Verlauf der Zeit gingen meine Ideen von autobiografischen Bestrebungen (ich bin nicht Kim Kardashian, das will keiner lesen) über einen Thriller (da gab es so vieles schon…) bis hin zu „Kasias fröhliche Reiseabenteuer“ (das also, was zur Zeit jeder zweite Reiseblogger macht…), aber so richtig hat mich jetzt keine der Ideen angemacht…

      1. Ich finde „Das will keiner lesen!“ schon mal einen geilen Titel!

        1. Ha ha, ja, das ist ein Clickbait-Titel… wenn ich irgendwo lese: das will keiner lesen, dann will ich es erst recht lesen… 🙂

  12. Vielen Dank liebe Kasia, dass auch du wieder mit diesem herrlichen „Schatten“-Bild bei meiner Challenge dabei bist 😊
    Ist es tatsächlich der Schatten einer Rose oder war es nur der Titel deines Buches 😉
    Liebe Grüße
    Roland

    1. Vielen Dank! Ja, das ist tatsächlich der Schatten eines Rosenstrauches bei uns im Garten auf der Gartenterrasse 🙂 Neein, ich plane kein Buch; der potentielle Titel ist mir erst bei deiner Challenge so nebenbei eingefallen…

      Liebe Grüße
      Kasia

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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