Karlsbad in Tschechien – Die Stadt der vielen Gesichter

Die Sonne fällt durch das Fenster und in der hell erleuchteten Gardine verfangen sich die Umrisse der tanzenden Zweige der Bäume im Garten. Mein Zimmer – schlicht mit alten Möbeln eingerichtet, befindet sich in einer Villa, die ehemals glanzvolle Zeiten gesehen haben muss. Stuck an den Decken, Lampions, bunt leuchtende Glasfenster voller Mosaiken und Muster. Ja, Karlsbad war ehemals ein Ort für die Reichen – und der Glanz und Prunk kehren langsam wieder in die Stadt zurück…

 

Das Böhmische Bäderdreieck

Unweit der Grenze wird die Landschaft immer ländlicher. Viele Seen ziehen an mir vorbei, Felder und Wiesen, soweit das Auge reicht. Hier ist nicht viel los, vergeblich hält mein hungriges Auge nach einem McDonalds-Schild Ausschau.

Die Grenzschilder tauchen ganz unerwartet auf. Die Bundespolizei zieht an der anderen Straßenseite jemanden raus. Dann – ganz viele Tschechische Tankstellen. „Tanke hier günstig!“ – Scheinen sie zu rufen. Ich passiere den Grenzübergang bei Eger und schwupps! bin ich in Tschechien, passiere die eine oder andere Wechselstube und ein paar grenznahe Shops mit günstiger Kleidung, die es auf den deutschen Billigeinkäufer abgesehen haben. Aus dem fast schon schlafwandlerischen Fahren wird ein ziemlich unentspanntes Geruckel. Bin ich zu schnell? Bin ich zu langsam? Was bedeutet nochmal dieses Schild, das da in Windeseile an mir vorbei gerauscht ist? Gleichzeitig schaue ich neugierig umher. Ich bin jetzt in Tschechien, was ist anders? Manchmal hat man keine Lust, sich aufzurappeln und die wohlige Couch zu verlassen, ja, manchmal dauert das auch bei mir etwas länger, bis ich mich losmache von meiner Gemütlichkeit, doch wenn ich es tue, werde ich jedes Mal reich belohnt. Mein Geist ist wach, mein Kopf ist voller neuer Eindrücke, meine Synapsen feuern ein Feuerwerk ab. Studiere manch einer seine Bücher, ich studiere das Leben. Vielleicht wacht manch einer irgendwann auf und stellt fest, dass sein Kopf randvoll ist mit Wissen, er jedoch die Welt nicht wirklich kennt. Weil er das Leben verpasst hat.

Neu sind mir auch die Fahrgewohnheiten einiger Eingeborener. Ein Pkw hinter mir hat es eilig, ein Blick in den Rückspiegel bringt die Gewissheit: es ist ein tschechisches Kennzeichen. Ich kenne das schon aus Polen: dass jemand an deiner Stoßstange klebt, um dich bei der nächsten Gelegenheit halsbrecherisch zu überholen. Einfach ruhig bleiben und mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiter fahren. Der nächste Fahrer bedankt sich sogar mit Lichtzeichen, nachdem ich ein wenig nach rechts rücke, um ihm das Überholen zu ermöglichen. Der prinzipieller Unterschied ist folgender: die Leute tun das wirklich nur, um dich zu überholen, nicht um Druck aufzubauen. Und damit kann ich eher umgehen als mit der immerwährend, unterschwelligen Aggression, die in deutschem Straßenverkehr zu spüren ist.

Die Schnellstraße D6 ist zwar bis Karlsbad durchgehend mautfrei befahrbar, doch das weiß mein Navi nicht und lotst mich über überraschend gut ausgebaute Nebenstraßen. Ich stelle es nicht um, denn so habe ich die Gelegenheit, mehr vom Land zu sehen. Ich passiere große und kleine Ortschaften, deren Häuser irgendwas typisch osteuropäisches, für mich etwas schlichtes, heimeliges haben. Viele ehemals schöne, prunkvolle Bauten zerfallen, stehen da mit bröckelnden Fassaden. Teilweise finden sich hier richtig schöne, vergessene Kleinode wie die Kirche in Trstenice, wo ich so plötzlich anhalte, dass der einheimische Fahrer hinter mir irritiert hupt. Oder das wunderschöne, reich verzierte Haus in Becov nad Teplou, welches schon seit Jahrzehnten vor sich hin zerfällt. Ich halte am Busbahnhof nebenan und laufe über die Straße, um es aus der Nähe zu sehen. Das Sonnenlicht bricht sich in den Unebenheiten der bröckelnden Fassade, die Fenster sind gesprungen und blind und auf dem Dach wie auch in einem der Fenster wachsen junge Bäumchen (An alle Lost-Place-Sammler: der Bau ist abgesperrt und kameragesichert…). Ich finde das faszinierend. Die Denkmalbehörden werden das nicht gerne höre, doch alte Gemäuer wirken umso reizvoller auf mich, wenn sie zerfallen, wenn man ihnen ihr Alter und die Vergänglichkeit ansieht.

Ich fahre durch üppig blühende Landschaften. Zum ersten Mal fällt mir auf, dass Wiesen hier natürlich aussehen, in einem hellen, gedeckten Grün, nicht wie bei uns, grell leuchtend und überdüngt. Ganze blühende Flächen bedecken die Felder, es blüht die blaue Kornblume, der leuchtend rote Mohn, es blüht gelb und weiß und rosa. Und ganze Felder, jeder Waldrand und jede Wiese ist bedeckt von wilden Lupinen.

Dann wird es waldig, der Weg wird sehr kurvig, wie aufgereihte Perlenschnüre kommen mir Motorradfahrer entgegen, von denen sich so mancher gefährlich auf meine Fahrbahn neigt. Es ist eine wunderschöne Strecke zum Motorrad fahren, die Fahrbahn ist in gutem Zustand und viele Straßen wurden neu gemacht. Ab und zu ragen steile, scharfkantige Felsen zwischen den Bäumen hervor und parallel zur Straße verläuft mal ein plätschernder Bach, mal eine Bahnstrecke. Hier beginnt Slavkovsky les, ein bewaldetes Mittelgebirge, das sich inmitten des Böhmischen Bäderdreiecks Franzbad, Karlsbad und Marienbad erstreckt.

 

Das Imperial-Hotel

Karlsbad – hinter jeder Ecke zeigt dir die Stadt einen neuen Blickwinkel, neue Gesichter, und eines ist schöner als das andere. Doch manchmal, wenn sie sich unbeobachtet fühlt, wenn sie denkt, dass du nicht hinschaust, da lässt sie auch mal ihre Hüllen fallen und lässt etwas ganz anderes durchblicken, zeigt dir etwas ungeschminktes, unrestauriertes, etwas hässliches wie die hinterlassenen Müllberge an der Parkbank oder die zerfallende Garage, mit eingeschlagenen Fenstern und mit Graffiti besprüht…

Wie hübsch! Denke ich mir, als ich irgendwann die Randbezirke von Karlovy Vary erreiche, die sich durch einen großen Schriftzug ankündigen. Hier und da taucht ein hübscher Park, eine Villa oder ein Pavillon auf und vermittelt den Eindruck, etwas Edles zu betreten. Und ich logiere in Villa Hofman etwas abseits der Stadt.

Die gute Nachricht ist: die Menschen hier sprechen besser Deutsch als Englisch – so ist die Rezeptionistin sichtlich erleichtert, als sich herausstellt, dass sie mit mir kein umständliches Check in in englisch absolvieren muss. Nach den Formalitäten frage ich sie, wo ich mein Auto abstellen kann – mir war so, als stünde bei der Buchung etwas von einem Parkplatz. „Ja, haben wir, kostet aber zehn Euro am Tag.“ Sagt sie und ich schaue sie ungläubig an. Dann winke ich ab und will wissen, wo ich mein Auto sonst abstellen könnte; sie zuckt leicht mit den Schultern (…ich weiß es nicht?) und sagt: „Ich weiß nicht, auf der Straße vielleicht?“ Doch ihr Lächeln hat etwas Unaufrichtiges. Keine Auskunft, auch nicht, als ich nachhacke. Ja klar, denke ich mir, ich habe eines der günstigeren Zimmer genommen, die machen ihren Umsatz mit den Stehplatzgebühren. Sie wird mir wohl kaum erzählen, wo ich mein Auto umsonst abstellen kann.

Wenn du in solch einer Situation feststeckst, brauchst du einen mächtigen Verbündeten: den Großkonzern Google. So erfahre ich, dass es einige günstige Plätze in Karlsbad gibt, wo ich parken kann. Das Auto direkt auf der Straße abzustellen ist mir letztlich zu unsicher und so lande ich in einem Parkhaus nahe der Villa Hofman, in der Libusina Str. Am Ende zahle ich hier für drei Tage rund 700 Kronen, das sind umgerechnet grob 28 Euro. Nicht sehr viel günstiger, aber was solls… Viele Möglichkeiten um das Hotel herum gibt es nicht, das Imperial, zu dem Villa Hofman gehört, hat sogar die ganzen umliegenden Straßenzüge gepachtet. Das ist wahrlich imperialistisch…

 

Karlsbad – Facetten der Stadt

Die Quelle der Musik ist ein Saxofonspieler. Er spielt wunderschön. Ich setze mich auf eine Treppe und lehne den Kopf an die kühle Säule. Ich bin tiefenentspannt, ich will nicht mehr weiter. Er hat es geschafft, mich zu erden; Kasia, die Rastlose zum bleiben zu bewegen. Die Rastlosigkeit ist weg.

Karlsbad hat viele Winkel und immer neue Facetten, was unter anderem an ihren Höhenunterschieden liegt. Sie liegt langgezogen im Tal an der Tepla und wer sie besuchen will, muss Höhenmeter machen – aus immer neuer Perspektive lässt sie sich dabei entdecken wie ein Showgirl, das sich selbst jeden Tag neu erfinden möchte. Ich nehme erst einmal den Weg, der am Rande der Stadt verläuft und von oben auf die Häuser blicken lässt. Von hier oben habe ich einen schönen Ausblick auf die in der untergehenden Sonne glänzenden Dächer und Kuppeln, doch noch mehr interessieren mich die alltäglichen Dinge. Wie der versteckt gelegene, zugemauerte Bunker, an dem jeder achtlos vorbei läuft. Oder die zwischen den Bäumen verborgene Brücke. Oder das vergilbte Cola-Cola-Schild, das am Eingang einer Kneipe hängt. Hier in diesen Bezirken leben tatsächlich noch Menschen, während die schönen Häuser im Zuckerbäcker-Stil im Zentrum der Stadt fast ausschließlich Geschäfte und Hotels beherbergen.

Die Sonne hatte sich tief gesenkt und die Stadt wird golden angestrahlt, ab und zu läuft mir ein Einheimischer entgegen, es riecht nach Holunderblüten. Ich habe es mir bereits in Prag und dann später in Bukarest angewöhnt, wie ein Einheimischer zu wirken, um nicht sofort als Tourist enttarnt zu werden. Die Taktik geht so: sehe aus wie die Einheimischen, kleide dich wie sie, gehe zügigen Schrittes, so als hättest du etwas Dringendes zu erledigen und wüsstest ganz genau, wo du hin willst und schaue dich, wenn, dann nur unauffällig in der Gegend um. Und um Himmels Willen stecke deine große Kamera weg, die dir um den Hals baumelt. Ich für meinen Teil fotografiere fast nur noch mit dem Handy, es ist praktisch, geht unauffällig schnell und die Handybilder haben heutzutage eine für meine Zwecke ausreichend gute Qualität. Um etwas zu dokumentieren, genügen sie auf jeden Fall. Wie man so schön sagt: die beste Kamera ist die, die man dabei hat.

Irgendwann nehme ich eine schmale Treppe, die hinunter in die Stadt führt. Wie schön und reich all die Häuser einst gewesen sein müssen! Die blätternden, angeschwärzten Hausfassaden, in denen heute ganz normale Menschen leben. Eine tschechische Familie mit Kindern schließt gerade eine der Türen auf; es gab Eis für die Kinder. Ich gehe immer weiter die abschüssige, gepflasterte Straße hinunter, bis ich inmitten der Altstadt bin. Hier bleibe ich kurz stehen. Karlsbad ist schön, so schön, dass ich für einen kurzen Augenblick das Gefühl habe, als würde die Sonne plötzlich noch etwas heller leuchten. Als würde ich aus dem Schatten der einsamen und leeren Bezirke direkt in das Licht treten, hierhin, wo das Leben pulsiert, wo nur Feen und Einhörner tanzen und es keine bösen Hexen oder Zaubermeister gibt. Vielleicht liegt es aber schlicht daran, dass ich tatsächlich aus einer schattigen, engen Gasse auf einen sonnigen Platz getreten bin, wer weiß das schon so genau… Dringt da Musik an meine Ohren? Ja, von irgendwoher kommt Musik und sie trägt dazu bei, dass diese Illusion mit Feen und Einhörnern überhaupt erst entstehen konnte.

Hier dringt mir der Duft vom Essen in die Nase. Hier findet das Leben seinen Ausklang in gemütlichen Abenden, am Ufer der Tepla sind Pavillons aufgebaut, man genießt die deftige, tschechische Küche. Hier gibt es nichts, das blättert, hier sind alle Häuser neu. Als ich eine der Brücken überquere, komme ich an eine Einkaufspassage. Souvenir- und Luxusläden, Schmuck und böhmisches Glas, all die Geschäfte reihen sich aneinander, viele von ihnen haben schon geschlossen.

Ich laufe zur großen Kolonnade im Zentrum der Altstadt. Dort setze ich mich auf die steinerne Treppe und höre dem Saxophonspieler zu. Niemand sonst setzt sich auf den Boden, das scheint hier unüblich, doch alle Bänke sind besetzt. Ich lehne meinen Kopf an die kühle Säule. Die Musik ist wunderschön. Sie beruhigt mich. Er interpretiert moderne Stücke klassisch. Plötzlich möchte ich nicht mehr weiter laufen. Im Hier und Jetzt verbleiben, den Moment genießen? Kenn ich sonst nur aus Hörensagen. Doch nun spüre ich es. Genug gelaufen für heute. Die Musik zerfließt, schlängelt sich wie Wellen zwischen den Wänden der Stadt. Möge der Mann nie aufhören zu spielen. Und immer, wenn ich aufstehen und weiter gehen möchte, denke ich: nur ein Lied noch. Nur eins.

Dann endet die Musik, hinterlässt einen Nachklang in meinem Gemüt. Ich bin so entspannt. Der Spieler packt zusammen; schon kurze Zeit später ist er weg.

 

Die Karlsbader Thermalquellen

Es soll heilen, das Mineralwasser der Quellen, es soll jung halten und ein langes Leben ermöglichen. Schon im 14 Jahrhundert soll die Wirkung des Thermalwassers bekannt gewesen sein, doch wurde es zunächst nur für Bäder und erst seit dem 16 Jahrhundert für Trinkkuren verwendet.

Die Sage, von der es mehrere Wandlungen gibt, erzählt folgendes: es machte einmal Kaiser Karl der IV einen Jagdausflug in die Wälder. Während er einen verletzten Hirsch verfolgte, eilten seine Hunde voraus – plötzlich fing einer von ihnen an, fürchterlich zu jaulen. Die Jäger des Königs eilten dem Tier nach im Glauben, dass der Hund vom Hirschen verletzt worden sei, doch tatsächlich ist das Tier in eine der heißen Quellen gefallen und hatte sich erschrocken. Als sie das Wasser probierten, das den Hund erschreckt hatte, stellten sie einen ungewöhnlich mineralischen Geschmack fest und benachrichtigten den Kaiser. Dem Wasser der Quelle wurden schnell heilende Eigenschaften zugeschrieben und man begann, sich um die Quellen herum anzusiedeln. Zu Ehren des Kaisers und seiner Bäder, die er im Quellwasser ab da absolvierte, wurde die Stadt Karlsbad, Bad des Karl, genannt.

Eine Abwandlung der Legende besagt, dass der Hirsch mit seiner Hufe einen Felsvorsprung aufbrach, aus dem das heiße Thermalwasser begann zu sprudeln. Daran erinnert der Hirschensprung oberhalb des Tepla-Tals.

Interessant sind die vielen verschiedenen Schnabeltassen, von denen gefühlt jeder eine in der Hand hält und genüsslich sein Quellwasser schlürft. Die Quellen sprudeln an verschiedenen Orten der Stadt, unter anderen auch in der Kolonnade, wo ich gerade sitze. Die steinerne Kolonnade ist ein Hingucker, der kerzengerader Säulengang gibt ein schönes Fotomotiv ab. Personen tauchen auf und verschwinden wieder zwischen den Säulenreihen und ich nähere mich neugierig einer der sprudelnden Quellen. Gerade hat sich eine der drei umstehenden Damen so ein Schlückchen Wasser in ihre Schnabeltasse eingeschenkt. Ich habe keine Schnabeltasse parat – Sry, ist mein erster Tag heute… Ich halte meine Hand unter den dünnen Wasserstrahl und zucke erschrocken zurück. Das Wasser ist unerwartet heiß! (was hast du von einer Thermalquelle auch erwartet…) Ich koste und schaue verwundert zu den Damen auf, die genüsslich an ihren verzierten Porzellantassen nippen. Der Geschmack ist… etwas für Gourmets. *hüstel* Das Quellwasser schmeckt in etwa so, als hätte jemand seinen Wasserkocher entkalkt. Was nicht wundert, schaut man sich den angesetzten, rostroten Rand des Brunnens an.

Ich verzichte vorerst auf eine weitere Kostprobe aus Angst, mein Innerstes würde so verkalken wie all die Souvenirs, die im Karlsbader Untergrund mit heißem Thermalwasser hergestellt werden. Nun stehe ich am Geländer und schaue mir die armen Fische in der Tepla, die im sehr flachen Wasser unaufhörlich versuchen, sich den Strom hinauf zu quälen. Es ist nicht viel los am Abend in der Stadt, die meisten werden bei den vielen Wellness-Anwendungen sein, die diverse Spa-Hotels anbieten oder aber auch bei einer der vielen kulturellen Veranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungen, von denen Karlsbad für den interessierten so einige zu bieten hat. Sternchen und die, die es gern wären, gehen zur Uhrzeit flanieren. Ich höre immer wieder Russisch, sehe russische Schriftzüge. Hat denn Karlsbad nicht eine deutsch-tschechische Vergangenheit? Schon richtig, doch im Moment sind es die Russen, die in die Stadt investieren und dafür sorgen, dass sie auf Hochglanz poliert wird. Und das ist gut fürs schöne Karlsbad.

Die Sonne ist weg, es wird kühl und ich stelle fest, dass mir der Zuckerbäcker-Stil trotz all meiner anfänglicher Begeisterung nicht wirklich gefallen mag. Doch trotz all der Puderglasur ist Karlsbad eine Stadt, die lebt, das erkennt man, sobald man die Altstadt verlässt und sich in die Außenbezirke begibt. Hier wird es wieder… hm, authentisch, wird der eine sagen, ungepflegter oder ungeschminkter, wird der andere bemängeln. Ja, ab und zu, wenn du sie auf dem falschen Fuß erwischst, zeigt dir die herausgeputzte Stadt auch mal ein hässliches Eck, und das kann sich nahe, manchmal sogar nur eine Handbreit entfernt, vor Blicken verborgen, schon in der nächsten Straße befinden…

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