Gedanken

Urvertrauen

– eine faszinierende Sache. Und faszinierende Menschen, deren Vertrauen in die Welt, das Glück und die guten Seiten des Lebens sich durch nichts erschüttern lässt.
Auch – vielleicht sogar vor allem – nach schlechten Erfahrungen nicht.

Denn es ist leicht zu sagen – ich vertraue – wenn man bis dato noch nichts gegenteiliges erlebt hat, das den Glauben an Menschen erschüttern könnte. Aber zu glauben, wenn etwas Schlimmeres passiert ist, ist eine Kunst für sich. Zu glauben – an sich selbst, daran, dass das, was vorgefallen ist, ein bedauerlicher Einzelfall war.

Während ich diesen Beitrag schreibe, muss ich an eine mir bekannte Bloggerin denken. In Guatemala ausgeraubt geht sie weiterhin offen auf Menschen zu. Während sie erzählt, sitzen wir da, eine Tasse Kaffee in der Hand.
„Ich habe so viel Hilfe erfahren“, sagt sie. Ich staune.
Sie scheint sich gefunden zu haben, ausgeglichen und harmonisch mit der Welt um sich herum.
„Hat sich deine Einstellung den Menschen gegenüber verändert nach dem, was du erlebt hast?“ Frage ich sie. Ihr Gesicht wird ernst.
„Ich bin aufmerksamer, wenn ich alleine unterwegs bin und jemand hinter mir läuft. In diesen Momenten nehme ich solche Situationen viel bewusster wahr. Aber den Menschen begegne ich zunächst einmal genauso offen wie vorher.“
Ihre hellblauen Augen strahlen, während sie das sagt. Keine Frage, sie würde weiterhin um die Welt reisen. Das einzige, was ihr an dem Überfall zu schaffen macht, ist die Angst in den Augen ihrer Mutter zu sehen. Doch um sich selbst sorgt sie sich nicht.
Eine faszinierende Frau.

Und ich? Wie ist es denn um mein Urvertrauen bestellt?

Ich würde sagen, es hält sich die Waage.
Es hält sich die Waage durch das Bewusstsein, dass die Welt nun ,mal zur Hälfte nicht gut ist. All die dunklen Dinge, die passieren… und zugleich vertraue ich auf mich selbst, auf die „Vorsehung“, wenn man so will. Darauf, dass alles gut wird. Ich habe einen unglaublichen Optimismus – und glaube daran, dass das, was wir sind und was mit uns geschieht, irgendwo „angeleitet“ wird.

Ich denke nicht zunächst an das Schlechte. Ich denke nicht daran, was alles schief gehen könnte. Denn genauso vieles kann auch gut werden… oder wie ein mir bekannter Serienkiller mal sagte:
„Ich ziehe nur einen Sieg in Betracht. Um einen eventuellen Misserfolg kann ich mich dann kümmern, wenn es soweit ist – wozu sich vorher damit aufhalten?“

Unser Kaffee wird lauwarm, so lange sitzen wir schon da und unterhalten uns. Ich erwähne Australien. Es gäbe die giftigsten Tiere der Welt dort.
„Mag sein, aber das schreckt mich nicht ab.“ Sagt sie lächelnd. „Da glaube ich zu fest daran, dass alles gut sein wird. Es würde mir, denke ich, auch nichts ausmachen, in Kriegsregionen zu reisen – mein Vertrauen ist da so groß…“

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Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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