Die Düfte von Paris

Kategorien Europa, Frankreich, Paris

Paris, August 2016

Ich bin überall davon umgeben.

Bei meinem Marsch durch`s Grüne kam mir die sanfte Brise von Sommer, von weißen und lila Blüten entgegen.

Parfümwolken – überall: In der Metro, wo mir dichte, schwere afrikanische Düfte in die Nase steigen, vermengt mit dem hellen, seichten Parfüm, welches die französischen Damen draußen in der Stadt verbreiten.

Die Märkte sind bunt, laut und lebendig, voller Farben, Fröhlichkeit und Gerüche: Fisch, Gemüse, frisches Obst, bunte Kleidung… und immer wieder der Duft von Parfüm, mal leicht wie eine Wolke, so dass er sich im nächsten Moment verflüchtigt, mal würzig und süß wie Honig, so dass man sich an die Hand genommen und mitgezogen fühlt.

Kleidung. Bunt, verlockend… Und wieder wanderten zwei neu gekaufte Oberteile in meine eh schon prall gefüllte Handtasche. Wie gut, dass ich heute morgen den Bus nicht genommen habe, ich hätte sonst so vieles hier verpasst. Zum Beispiel hätte ich den Markt verpasst…

Es ist ein Traum, was es hier so an Gebäck in der Boulangerie gibt. Mädels – eure Figur ist sch*** egal, das müsst ihr probiert haben. Ich glaube ich hole mir noch so ein süßes Stückchen – Mensch, die Törtchen haben so lecker ausgesehen im Schaufenster… Dass die Leute den Spruch „Genießen wie Gott in Frankreich“ hier so ernst nehmen…?

Ich gab der Versuchung nach (wie könnte ich nicht?) und kaufte mir noch so ein Törtchen. Es war sehr lecker, doch auch sehr gehaltvoll, mutete von außen gar nicht mal so an. Die Füllung war mit, hm, Nugat?

Franzosen mit Baguettes unter dem Arm kamen mir entgegen; das bediente alle Klischees, doch ich traute mich nicht, die Kamera zu heben.

Liberté, Égalité, Fraternité

„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“

Diese Worte zieren hier fast alle Bauwerke. Auch diesen, vor dem ich gerade Platz genommen habe. Vor einem der Gebäude auf dem Platz der Republik spielen Jugendliche Handball. Ein Netz ist aufgespannt und der Spielbereich mit Sand aufgeschüttet. Ganz viele Menschen sind an diesem Nachmittag unterwegs. Und niemand von ihnen gedenkt, sich vor Angst zu Hause einzuschließen. Ich setze mich an den Rand und lehne mich an die Mauer, die den Platz umgibt. Wir befinden uns nur eine oder zwei Straßen von Notre Dame entfernt.

Neben mir lässt sich ein Künstler nieder und beginnt, seine Siebensachen auszupacken. Ich beobachte die spielende Jugend. Der Ball geht hin und her, fast hat man Lust, mit aufzuspringen und sich dazu zu gesellen.

Der Künstler neben mir entpuppt sich als Musiker. Aus zwei Plastikeimern und einer Küchenpfanne holt er einen dermaßen geilen Beat heraus, dass ich lauschend den Kopf hebe und aufhöre zu schreiben. Der Drummer neben mir gibt alles. Die Künstler vergessen dabei oft das Publikum, ja sie vergessen sich sogar selbst, das ist mir damals schon in Spanien bei dem katalanischen Tänzer aufgefallen. Es existiert nur ihr Tun, sie scheinen in eine Art Zwischenwelt zu sein.

Ich versuche, mit meiner Kamera nicht zu zucken, während ich seinen Auftritt aufnehme.

Dann gibt es diese seltsamen Menschen, die mit ihren Tieren sprechen und von denen es hier einige zu geben scheint. Einer von ihnen hat sich neben mich gesetzt, missbilligend den Musiker beäugend. Sein kleiner Hund rollte sich neben ihm zusammen.

Der Drummer hat wieder losgelegt; in den Händen zwei Holzstäbe, und diesen unheimlichen Bas erzeugt er mit alten Farb- und Blecheimern. Und als Creme de la Creme, denn wir sind ja doch in Frankreich, ne… – hat er zur Abwechslung drei Quitsch-Tierchen neben sich gestellt, die er abwechselnd bemüht, wenn es zwischendurch lustig werden soll. Die Menschentraube hängt wie gebannt an ihm. Die Menschen können kaum den Blick abwenden, und immer wieder wandern Münzen in die Spendebox.

Mädels, Eure Figur ist sch***egal, das müsst ihr probiert haben…

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Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

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