Afrika, Senegal

Gorée, die Sklaveninsel

Ein Meer aus Blumenranken, verwinkelte Gassen, über die hin und wieder ein Mann mit seinem Eselskarren fährt. Katzen liegen dösend im Schatten der Mülltonnen herum. Farbenfroh getünchte Mauern, hinter denen sich Hotels, Pensionen oder Shops befinden. Leise Schritte, die sich zum Meer hin, zum Strand richten. Und über allem die weit ausgebreiteten Schwingen der Braunmilane. Das ist Gorée .

Doch Gorée ist mehr. Gorée ist UNESCO-Welterbe, eine autofreie Insel, wie sie auch irgendwo im Mittelmeer aufzufinden wäre. Und Gorée hat eine Symbolik, eine tragische sogar – sie soll vom 15 bis 19 Jahrhundert der größte Sklaven-Hauptumschlagsplatz an der afrikanischen Küste gewesen sein.

Pirogen vor Gorée

„Ähm, vielleicht ist es nicht gut, die Koffer mitzunehmen.“ Teilt uns Mamadou am frühen Morgen in Dakar mit. Das Frühstück ist verputzt und wir besprechen gerade den weiteren Plan für die kommenden Tage. Auf meine fragenden Augen hin beeilt er sich, zu versichern: „Aber wir können die Koffer auch mitnehmen, das ist überhaupt kein Problem.“

Daran muss ich jetzt denken, während ich mein Zwei-Tonnen-Gepäck über den feinen Sand ziehe. Unser Guide geht voraus und zieht währenddessen Stefans Koffer hinter sich, und Stefan, der arme, hat genug mit sich selbst zu tun. Spätestens als wir die Fähre verlassen und ich die schönen Strände sehe, dämmert mir, dass das wohl doch keine gute Idee war. Wie smart würde sich nun mein schicker Reiserucksack machen, der dieses Mal (warum eigentlich?) zu Hause geblieben ist.

Nachdem wir den Kunstmarkt, das Monument der African Union und das Regierungsviertel besichtigt haben, spuckt uns der Wagen am Fähranleger der Personenfähre Coumba Castel aus. Von hier aus ist Gorée einfach zu erreichen; nur drei Kilometer Luftlinie trennen Dakar von der schicksalsträchtigen Insel. Ein Tumult aus Menschenleibern drängt sich zum Tickethäuschen.

Am Eingang werden unsere Pässe kontrolliert, dann dürfen wir passieren. Unser Guide kümmert sich um die Tickets. Die Koffer werden temporär bei anderen Gepäckstücken abgestellt. Hier stehen und liegen diverse kleine und große Taschen, vor allem sind es Taschen der Händler, die ebenfalls – Business as usual – mit den Touristen auf die Insel wollen. Diesen Zusammenhang rufe ich mir später ins Bewusstsein; aktuell denke ich mir nur: „Wie nett!“ als mich eine weit lächelnde, runde Dame noch im Aufenthaltsraum anspricht. Sie trägt farbenfrohe Kleidung und Kopfbedeckung, wie viele der Frauen hier. Sie stellt sich als Ivette vor und erzählt nebenbei von ihrem Shop auf der Insel. „Neben der Kirche. Du kommst vorbei, ja?“ Ich denke mir, ja ja, sage lächelnd, mal sehen. Das wird sie später zum Anlass nehmen. „Deine Touristen haben es mir aber versprochen!“ Wird sie zu Mamadou sagen, wie jedes Mal. Er seufzt. „Ich hätte euch warnen sollen.“

Beim Eintritt in die Wartehalle werden nicht mehr die Pässe, sondern auch die Taschen kontrolliert. „Hast du Messer dabei?“ Fragt mich der Uniformierte mit tödlich ernstem Gesicht. Was, Messer? In Gelächtern auszubrechen fühlt sich nach keiner guten Idee an, also schlucke ich jedes Glucksen hinunter. Nein, Sir, selbstverständlich nicht, Sir. Eine absurde Idee, zu denken, dass ich ein Messer… ähm, ich meine: nein, Sir.

Was uns ein wenig überzogen anmutet, hat seine Berechtigung, vermute ich. Vielleicht sind die Realitäten in diesem Land solche, die ich nicht greifen kann. Wie überrascht und erschrocken war ich gewesen, als eine Reise mit einer Ghanaischen Freundin in ihre Heimat nicht stattgefunden hatte, weil jemand einem Mitglied ihrer Familie ein Stück Ohr abgehackt hatte. Mit einer Machete.

Auf der Fähre. Seltsam sehen unsere Riesenkoffer aus neben all diesen kleinen Stofftaschen, denke ich, während ich unser Gepäck betrachte. Daneben: Haushaltswaren, Einkäufe, ein Netz mit Zwiebeln. „Ihr könnt ruhig nach oben gehen.“ Sagt Mamadou. „Ich bleibe hier.“

Oben sind beinahe alle Plätze belegt. Ich suche mir einen freien Sitz neben einer Touristin, während sich Stefan irgendwo in der mittleren Reihe ankuschelt. Viele senegalesische Besucher sind auf der Fähre und nach Gorée unterwegs. Später erfahre ich, dass vor allem Amerikaner senegalesischer Abstammung auf der Sklaveninsel dem Schicksal ihrer Vorfahren nachspüren.

Langsam legt die Fähre ab. Der Motor tuckert vor sich hin, und Qualmwolken verlieren sich in der Seeluft. Eine blasse, an den Rändern malträtierte Fahne Senegals weht bunt in der Sonne, und der Wind trägt afrikanische Musik zu mir herüber. Einer der Passagiere hat sein eigenes Instrument dabei, mit dem er den Rhythmus vorgibt. Es sind schlichte Schalen auf einer Schnur. Diese Art Musikinstrument wurde früher in Afrika als Kinderspielzeug verwendet; es nennt sich Thelevi. Heute bringt es Stimmung an Deck; es dauert nicht lange, bis andere Passagiere zu wippen beginnen.

Nach nicht allzu langer Zeit kommt Gorée in Sicht. „Wunderschön.“ Sagen manche und erheben sich von ihren Sitzen, um besser zu sehen. Gorée ist auch von weitem durchaus malerisch. Bunt zeichnen sich die ehemaligen Häusern der Sklavenhändler vom Meer und Himmel ab, irgendwo ist ein Kirchturm zu sehen. Gorée ist heute eine autofreie Insel und UNESCO Welterbe. Eine rostige Tafel weist auf den Welterbestatus hin, so dass jeder, der am Fähranleger ankommt, es sehen kann. Ein Stück weiter schaukeln festgemachte, bunt bemalte Pirogen im seichtem Wasser.

Umständlich ziehen wir unsere schweren Koffer durch den Sand. Wenn das nicht der touristische Overkill ist, dann weiß ich auch nicht. Hätte denn ein Rucksack nicht gereicht? Für das nächste Mal bin ich schlauer. Doch ich komme nicht umhin, die Schönheit dieser Insel zu bewundern. Die schattigen Gassen, umrankt von Blumenbögen, die sonnigen Farben. Katzen huschen im Schatten umher. So idyllisch. Die Touristenladung verlässt die Fähre und verteilt sich in ihren Unterkünften. Auch wir passieren ein schweren Holztor und treten ein ins la Maison de Marin. Mamadou zieht Stefans Koffer die schmale, verwinkelte Treppe hinter sich her und verliert dabei nacheinander seine beiden Sandalen. Oben wartet schon die Dame des Hauses auf uns und lächelt milde. Vermutlich wundert sie sich, wofür wir dies ganze Gepäck brauchen. Oder sie wundert sich über nichts mehr, wer weiß das schon.

Wir residieren in einem der ehemaligen Kolonialhäuser. Die Einrichtung ist dunkel, der Raum großzügig geschnitten, ein Fenster führt zur Straße hin. Wobei „Straße“ zu viel gesagt ist, es handelt sich um eine dieser engen, malerischen Gassen, über die wir unsere Koffer eben noch gezogen haben. Die Wände der Häuser sind farbenfroh, die Farbe blättert stellenweise ab. Ein ideales Rezept für das malerische Aussehen der Insel.

Verlassen wir unser Zimmer, so finden wir uns oben nahe der steilen, verwinkelten Treppe wieder. Die Türen der Räume sind zum Innenhof hin gerichtet, wobei es hier eher wie in einer großen Lobby wirkt. Wie in unserem Hotel in Dakar, so ist auch hier der Innenhof Aufenthalts- und Frühstücksbereich zugleich, und auch hier zieren Grünpflanzen und afrikanische Kunst Wände und Boden. Diese Bauweise, nach innen offen, so dass man einerseits geschützt sein und andererseits den freien Himmel über sich genießen kann, scheint ein häufig anzutreffendes Detail der Kolonialarchitektur zu sein.

Jetzt sitzt unten unser Guide und wirkt beschäftigt. Wir setzen uns dazu, denn eine weitere, kurze Besprechung steht an. Sachlich gibt Mamadou die schrecklichen Details der Sklaveninsel an uns weiter. Dieser so idyllischer Ort, der zum Träumen einlädt, ist zum Sinnbild der Sklaverei an der Westküste Afrikas geworden. Ein Ort der Begegnung und der Suchenden, wovon die vielen Amerikaner zeugen, die hierher kommen, um nach ihren Wurzeln zu forschen. Über 15-20 Mio. Sklaven sollen hier in einem Zeitraum von 300 Jahren „umgesetzt“, also verkauft worden sein. Heute gilt dieses aufgrund der geringen Größe der Insel als größtenteils widerlegt, doch der bis 1996 lebendige Mythos Gorées als „Tür ohne Wiederkehr“ hält sich hartnäckig. Man geht heute davon aus, dass das „Sklavenhaus“, in dem sich heute ein Museum befindet, ein ehemaliges Handelshaus gewesen ist. Tatsächlich wurden Sklaven von Gorée in die Kolonien verschifft, doch anders als angenommen sollen es um die fünfhundert pro Jahr gewesen sein. Was das geschehene Leid in keiner Weise mindert.

„Familien blieben nicht zusammen. Der Bruder wurde in die Staaten verkauft, die Schwester nach Jamaika…“ Zieht Mamadou mit monotonner Stimme seine Erzählung fort. An verschiedene Kolonien, immer dorthin, wo gerade Bedarf bestand. Nummern statt Namen. Von den fünfzehn bis zwanzig Millionen sind schätzungsweise alleine sechs Millionen Menschen aufgrund von Krankheiten und schlechter Bedingungen verstorben (sind sie dann einfach als „prozentualer Verlust“ abgeschrieben worden? So wie ein Supermarkt heutzutage nicht verkaufte Waren abschreibt? Hierzu fehlt mir wiederum völlig die Fantasie – und das ist wohl gut so…). Männer mussten ein gutes Gewicht erreichen, um für die Arbeit auf Plantagen geeignet zu sein. Zwangsernährung spielte dabei wohl eine Rolle. Es wurden regelrechte Jagden auf junge Männer mit geeigneten Eigenschaften gemacht. Afrikaner jagten Afrikaner und tauschten sie gegen andere Waren oder Alkohol ein. „Wir sind selbst schuld.“ Sagt unser Guide.

Französisch, niederländisch, englisch, portugiesisch. Wieder und wieder hatte die Insel im Laufe der Zeit ihren Besitzer gewechselt, bis sie schließlich mit der Gründung Dakars 1857 uninteressant für Sklavenhändler wurde. Vermutlich spiegeln sich die Einflüsse noch immer in ihrer Bauweise wieder, doch mein ungeübtes Auge sieht nur Blumen und bunte Wände.

Wir stehen auf und machen uns bereit für einen Rundgang über die Insel.

 

Gorée, die Blumeninsel

„Das Sklavenhaus ist heute geschlossen“, teilt uns Mamadou mit. Es ist früher Nachmittag und wir machen uns auf, über das malerische Kleinod von Insel zu schlendern. Der Geschichte der Sklaverei werden wir heute nicht mehr auf die Spur kommen.

Pink und blassrosa blühende Bougainvillea neigen ihre blütenüberschütteten Zweige in unsere Richtung, klettern über alte Mauern. Blumenranken und schlafende Katzen, Pflasterwege und gelber Sand – so werde ich diese Insel wohl für immer in Erinnerung behalten. Über unseren Köpfen kreisen braune Milane, lassen ihre Schwingen auf den warmen Luftströmen gleiten, ihre durchdringenden Rufe sind aus großer Höhe zu hören. Wir schlendern zu einem großen Platz, in dessen Zentrum ein großer Baobab-Baum Schatten spendet. Früher, so weiß unser Guide zu berichten, versammelten sich die Menschen um einen alten Affenbrotbaum, spielten Tam-Tam und gaben so Nachrichten an andere Stämme weiter. Der Baobab war das Zentrum eines Dorfes. Das Holz des Baumes sei für die Weiterverarbeitung zu weich, doch dessen Rinde dient der Herstellung von Seilen. Blätter werden als Gewürz verwendet und die Früchte retten einen Erkrankten vor anhaltender Diarrhö.

Darüber hinaus wachsen auf der Insel diverse Akazienarten. Frauen in farbenfroher Kleidung, kräftigen Mustern und Körben auf dem Kopf laufen an uns vorbei oder sitzen im Schatten der alten, knorrigen Äste. Händler haben ihre Kunst und Souvenirs auf Decken auf der Erde ausgebreitet. Jeder von ihnen hofft, den besten Preis für seine Waren zu erzielen. Doch die „traditionell“ gekleideten Damen kommen zum großen Teil vom Festland; 80-90 Prozent von ihnen steigen abends auf die letzte Fähre nach Dakar, manche tauschen ihr langes Gewand gegen T-Shirt und Jeans. Im Tourismus lässt sich noch immer am besten verdienen.

In der Church de Englise finden wir ein wenig Schatten. Das Innere der Kirche ist schlicht gehalten, die wenigen sakralen Gemälde harmonieren mit dem sonnigen Flair der Insel und die mit blau blinkenden Brautschleiern geschmückten Bänke sollen vermutlich Damen in heiratswilligem Alter für den Bund der Ehe begeistern (Sinnlos Reisender, ich bin sicher, du hättest an dieser Stelle was gutes draus gemacht, grins…). Draußen vor dem Gotteshaus wartet eine Weihnachtskrippe auf uns, ganz klassisch mit Maria, Josef und dem Christuskind, so unpassend in Anwesenheit von Palmen und dreißig Grad Celsius erinnert sie mich daran, dass ja bis eben noch Weihnachten war. Mit Schnee und minus sechs Grad. Aber das war eine andere Zeit, eine andere Welt.

Hinter der Kirche, im Schatten ausladender Baumkronen, wartet sie dann auf mich: Ivette, die „nette“ Händlerin, die mich auf dem Weg zur Fähre in Dakar angesprochen hatte. Und sie hat Verstärkung dabei; gleich eine Reihe von Damen nennen mir ihre Namen, erkundigen sich wohlwollend nach meinem Befinden und versuchen, mich zu überzeugen, einen kurzen Blick in ihren Shop zu werfen. So lerne ich auch Amina und Maria kennen. „Die Verkäuferin sagt, du hättest es ihr versprochen?“ Meint Mamadou und auf mein fragendes Gesicht hin sagt er, das habe er sich schon gedacht. Ich vertröste Ivette auf „später“.

„Das machen sie immer so.“ Erzählt Mamadou ärgerlich, als wir gemütlich weiter schlendern. „Sie sprechen die Leute schon auf dem Schiff an, und dann sagen sie zu mir, meine Touristen hätten es ihnen versprochen, vorbei zu schauen. So oft habe ich zu ihnen gesagt, sie sollen die Leute einfach mal in Ruhe lassen.“ Ich erkundige mich vorsichtig, ob es denn eine Möglichkeit gäbe, den Rückweg über eine andere Route zu wählen, die nicht unbedingt wieder an der Kirche und den fleißigen Damen vorbei führt. Mamadou nickt wissend. Das habe er sich bereits gedacht.

Ivette und ihre Freundinnen warten bereits auf mich

Unsere langsamen Schritte führen uns an mit zum Verkauf stehenden Gemälden gesäumten Wegen und tausendundeinem Baobab-Baum vorbei. Der sandige Weg macht eine scharfe Biegung, kurz erspähe ich große Tam-Tam Trommeln, an einer Hütte stehend. Ob die auch zum Verkauf gedacht sind? Die Kunst, die Bilder und Halskettchen schon. Und während Stefan immer mal wieder stehen bleibt, um seine Bandscheiben zu entlasten, haben wir genügend Zeit, uns umzusehen und allerlei zu entdecken. Den überragenden, als Palme getarnten Funkmast zum Beispiel.

Oben thront eine gewaltige Kanone aus dem Zweiten Weltkrieg. Bunkeranlagen der Franzosen, zur Verteidigung errichtet, befinden sich darunter. Und welch Schrecken nimmt dieser Postkriegsszenerie das kleine Kind, das glücklich jauchzend vor seinen fleißig Fotos knipsenden Eltern auf dem langen Kanonenrohr reitet? Touristen aus aller Welt tummeln sich hier, und um den Platz herum haben Künstler ihre Souvenirs ausgebreitet. Geht man ein paar Schritte weiter, sind das Meer und die schattenhaften, in Smog versinkenden Hochhäuser der geschäftigen Stadt Dakar zu sehen.

Steil und felsig fällt die Küste ab, ein Schiff nähert sich der Insel. Mamadou erzählt uns von einem versehentlich abgeschossenem englischem Schiff, welches als Wrack vor der Küste Gorées liegen soll. Dies sei der Grund, weshalb die Schiffe nicht direkt anlegen, sondern erst drehen und diese Stelle umfahren müssen. „Da, schaut her.“ Sagt er und zeigt auf das sich nähernde Schiff. „Da könnt ihr es sehen.“ Ich kann diese Geschichte weder bestätigen noch widerlegen, denn bei späteren Recherchen finde ich dazu – null. Keine Information von einem Schiffswrack vor der Felsküste der Insel. Wenn jemand von euch eine Information dazu hat, teilt es mir gerne in den Kommentaren mit.

Für den Rückweg zum Strand wählt Mamadou geschickt einen Schleichweg nach dem anderen. Wofür ich dankbar bin. Wir schlappen entlang der Häuser, die den Bewohnern Gorées gehören, vorbei an im Schatten ruhenden Schafen und einem armen Esel, der seinen Fessel nicht entkommen kann. Anwohner passieren uns, schwere Lasten auf dem Kopf oder Rücken tragend, und leuchtend bunte, frisch gewaschene Kleidung hängt an aufgespannten Wäscheleinen. So idyllisch die Insel auch wirken mag, der Alltag will auch hier bestritten werden.

Am Place du Governement, spielen Kinder Fußball. Der kleine, bunte Gummiball wechselt den Besitzer. Mamadou fängt ihn auf, gibt ihn weiter, wechselt mit den Jungs lachend ein paar Worte. Die Erwachsenen sitzen im Schatten ausladender Äste der Akazienbäume. Die Kleider der Händlerinnen sind bunt und gemustert, goldgelb oder orange wie das Obst, das vor ihnen auf dem kleinen Holztisch liegt.

Mamadou verlässt uns gegen halb drei am Nachmittag, nicht ohne uns vorher ein Restaurant zu empfehlen. „Ich komme immer mit meinen Gästen hierher.“ Sagt er, trinkt einen Espresso und geht. Der Nachmittag ist eine freie Zeit. Für den Guide und für uns.

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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4 Kommentare

  1. Ja, hättet ihr mal besser auf die fetten Koffer verzichtet! Diese Erkenntnis ereilte mich auch schon auf der einen oder anderen Reise. Gorée macht einen wirklich schönen Eindruck, der düsteren Geschichte der Insel zum Trotz. Die anhängliche Verkäuferschar hätte mich ja einiges an Nerven gekostet. Aber ihr scheint das trotz der aufdringlichen Art ja höflich und zumindest äußerlich gelassen gemeistert zu haben.

    1. Oh ja, diese Koffer! Welch furchtbare Idee. Zum Glück haben wir uns jetzt Stofftaschen zugelegt, die sind leichter und wendiger. Und Stefans Bandscheiben sind auch schon besser geworden.

      Die Insel war total idyllisch. Auf die Verkäufer haben wir durchaus gelassen reagiert, was nicht zuletzt dem Urlaubsfeeling geschuldet war. Im Berufsalltag wollt ich das nicht haben…

  2. Diese Insel war mir völlig unbekannt, vielen Dank für diese Geschichte, die eine weniger schöne Seite unserer Zivilisation erzählt. Glücklicherweise können wir uns an die Insel auch als Blumeninsel erinnern.

    1. Diese Insel kannte ich bis dahin auch nicht. Es ist heute ein wirklich zauberhafter Ort.

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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