Deutschland, Europa, Gedanken

Warum Mannheim meine Wahlheimat ist

Mannheim ist meine Stadt. Ich bin gerne hier. Ich wüsste nicht, wo ich sonst sein sollte. Und das eine habe ich mit Xavier gemeinsam (auch wenn ich sonst nichts gemeinsam mit diesem Menschen habe…): „…meine Stadt ist meine Frau, der ich alles anvertrau…“ Gut. In dem Fall mein Mann. Aber wo bliebe da der Reim?

Meine vielen Umzüge

Seit ich mich erinnern kann, war mein Leben geprägt von Umzügen. Der Wohnortwechsel gehörte seit meiner Teenagerzeit unabänderlich dazu. Irgendwann habe ich aufgehört zu rechnen, doch manchmal mache ich mir den Spaß, sie im Geiste (oder laut) alle aufzuzählen.

Begonnen hatte alles mit meiner Ankunft in Deutschland. Gut, da wären noch zwei Umzüge, die ich als Baby absolvierte, doch an diese kann ich mich naturgemäß nicht mehr erinnern, also ob sie mitzählen? Schmunzeln muss ich manchmal über Formate wie „die Auswanderer“ und meine früheren Träume, mal irgendwo zu leben, wo es immerzu warm ist. Ob es schwer wäre, den Wohnort, ja, sogar das Land, in dem man lebt, zu wechseln? Einfach so? Lasst euch gesagt, es ist nicht einfach. Doch man bekommt es hin, genauso wie man alles hinbekommt. Irgendwie.

„Abschied ist ein kleines bisschen wie sterben.“ Schrieb Stefan von Digital Painting in seinem Artikel: „Mannheim und ich (Abschied)„.

Und immer, wenn ich daran dachte, mal in wärmere Gefilde zu ziehen und mich fragte, ob ich es wohl schaffen würde, wird mir schleichend bewusst, dass ich mir nichts mehr beweisen muss. Ich habe das ganze schon durch. Viele Ortswechsel. Es ist nicht leicht, auf diese Weise einen Heimatbezug zu entwickeln.

Also, als da wären: mein Umzug von Blonie in Polen nach Heppenheim an der Bergstraße. Damals war ich elf. Es folgten zwei Jahre später je ein Umzug nach Bensheim und zurück. Warum „je ein Umzug“? Weil sich die Geschichte wiederholte. Hin und zurück. Also waren es der Umzüge insgesamt vier. Schließlich blieben wir für einige Jahre in hessischem Lampertheim. Von mir damals als das absolute Dorf empfunden, was verwunderlich ist, da ich in Polen vom Land komme und das Großstadtleben bis dato gar nicht kannte. Doch Lampertheim war – ein Dorf im Geiste. Ja, dieser Ort hatte mir nichts zu geben. Bis auf eine liebe Freundin, die ich dort kennenlernte und die ich bis heute „mein eigen“ nenne. In diesem Jahr feiern wir unser Zwanzigstes.

Was dann folgte, geschah aus meinem eigenen Antrieb. Einmal Bürstadt und zurück, der Liebe wegen. Im zarten Alter von achtzehn lebte ich zwei Jahre im Nachbarort. Doch Bürstadt hatte mir noch weniger zu geben, war noch mehr ein Dorf als Lampertheim es je vermocht hatte.

Überhaupt hat sich Lampertheim seit dieser Zeit gewandelt. Es ist modern geworden. Kulturell interessant und abwechslungsreich. Doch all das ist innerhalb einer Zeitspanne von zwanzig Jahren geschehen.

Bis dann die Offenbarung kam, und mich die vier Reiter der Apokalypse, in Gestalt meiner Schulklasse und der betreuender Klassenlehrer, zu einem Tagesausflug nach Mannheim brachten.

In Mannheim hängen geblieben

Mannheim war eine Offenbarung. Mannheim war interessant, Mannheim war schön. Und überhaupt, es schien die Sonne an diesem Ausflugstag, und so trivial das im Nachhinein erscheinen mag, so trägt es wesentlich zum ersten Eindruck bei. Ich weiß nicht, wer oder wieso die Idee hatte, einen Ausflug nach Mannheim zu machen, denn Heidelberg als eine der zehn schönsten Städte Deutschlands hätte sich für mein Empfinden dafür viel eher angeboten.

Doch sei es wie es sei. Mannheim also. Wir wackelten (oder fuhren mit der Straßenbahn?) zum Zentrum und verteilten uns dort. Ich weiß noch, wie uns die Gangsterclique aus unserer Klasse Schläge androhte, falls wir sie wegen Rauchen verpetzten (noch so ein Grund, weshalb ich schnell erwachsen werden wollte; in Schulen herrscht das Gesetz der Straße…). Doch das schmälerte die Freude nicht. Und hinterließ einen leuchtenden Fleck als Erinnerung in meinem Kopf.

Es war also meine erste logische Wahl, die ich traf, als es hieß, das heimische Nest zu verlassen und flügge zu werden. Doch noch sollte es nicht für immer sein. Noch war ich nicht bereit, die Entwurzelung so einfach aufzugeben.

Zunächst suchte ich mir etwas günstiges, das ich auch während meiner Ausbildung von Nebenjobs finanzieren könnte. Ich traf auf eine Mädchen-WG. Ein altes Ehepaar vermietete in einem Einfamilienhaus in Neckarau das ganze Obergeschoss. Schon bald bekam (besser: leistete mir) ich dort das größte Zimmer. Meine Sachen wurden in die beinahe antiken Möbel verteilt und die Familienbilder in Bilderrahmen auf dem alten Kachelofen platziert. Dieser sorgte für eine angenehme Wärme selbst in den kältesten Monaten.

Ich richtete mich liebevoll ein und wir lebten alle vor uns hin. Mein Zimmer war schmuck, in der Küche und im Bad dagegen herrschte Chaos. Wie das in Jugend-WGs halt so ist. Doch irgendwie lief alles. Ich denke gerne an diese Zeit zurück.

Irgendwann musste etwas größeres her. Mit dem Eintritt in mein Berufsleben und dem Wechsel in höhere Tariflagen (nicht dass es viel gewesen wäre, das Gehalt einer PTA in den ersten Berufsjahren ist zum weinen gering) wuchs in mir der Wunsch nach einem eigenen, kleinen Nest. Mit eigenem Bad, eigener Küche, eigenem Geschirr und eigenem Hausrat. Klein, aber fein und mein.

So etwas fand sich schnell, und zwar auf der Rheinau, im südlichen Bezirk der Stadt Mannheim. Es war eine Einzimmerwohnung, vermutlich unverhältnismäßig teuer, wie Einzimmerwohnungen in Universitätsstädten nun mal sind (ich studierte nie; warum zog ich also nochmal hierher?). Die Küche war eine kleine, schmale Kochnische, das Bett war eine ausklappbare Couch. Es gab sogar einen Balkon. Denn das eine war für mich klar; wohnen ohne Terrasse, Garten oder Balkon kam für mich nicht infrage.

Was kam dann? Etliche Umzüge innerhalb von Mannheim. Zusammenziehen mit meinem damaligen Freund. Eine Hochzeit, größere Wohnung. Trennung, Auszug, Scheidung. Wieder eine Einzimmerwohnung für mich allein, diesmal mit Garten und in Neckarau. Kirchenglocken, die alle Viertelstunde klangvoll schlugen. Auch an diese Zeit habe ich mich gerne erinnert.

Danach, nur noch ein Umzug. Hierher, wo wir jetzt sind. Es gefällt mir. Auch wenn die Wohnung etwas dunkel ist, enthält sie ein Juwel: den wunderschönen, großen Garten, in dem ich den Wechsel der Jahreszeiten mitverfolgen kann. Manchmal poste ich davon Bilder. Manchmal sitze ich einfach nur auf der Terrasse, schlürfe Weinchen und lese ein Buch. Oder schnacke mit meiner Nachbarin von oben, die inzwischen zur Freundin geworden ist. Manchmal lausche ich den Singvögeln, die abends und in den frühen Morgenstunden wahre Arien singen.

Mannheim hat viel zu bieten

Selten habe ich eine kulturell so vielfältige Stadt gesehen und erlebt. Mannheim hat so vieles. Sie ist Stadt der vielen Kulturen, wo du im Nu in eine andere Welt tauchen kannst. Sie ist Stadt der Vielfalt. Da sitzt du in einem türkischen Laden und trinkst griechischen Kaffee, es gibt Afrikatage, du kannst vietnamesisch essen und bekommst das beste Sushi im Umkreis von Meilen. Du siehst in so viele Gesichter, Gesichter und Geschichten aus aller Welt. Mannheim hat keine „Bezirke“, diese Stadt ist gelebte Integration.

Museen, Kunst- und Fotografieausstellungen, die jährlich stattfindende „Lange Nacht der Museen“, wo dir hier und in Ludwigshafen eine Vielzahl an Museen, Ausstellungen und Kunstgalerien offen steht. Streetart; überlebensgroße Murals an den Wänden. Blues am Hauptbahnhof, ein kostenloses Blueskonzert, welches mehrmals im Jahr stattfindet und von den Betreibern der Geschäfte finanziert wird. Der „Nachtwandel“ in Jungbusch.

Ich könnte so lange weiter aufzählen. Die Stadt hat den perfekten Mix aus Stadtleben und grünen Naherholungsgebieten. Aus kulturellem und kulinarischem Angebot. Sie ist nicht zu touristisch wie Heidelberg es zu sein vermag. Sie ist vielleicht auf den ersten Blick nicht die Allerschönste, doch ja, schön ist sie dennoch. Sie hat keine Problemghettos wie Frankfurt oder Dortmund, ist nicht altbacken und auch nicht zu gestriegelt. Sie ist ausgeglichen in ihrer Struktur, eine Mischung aus Großstadtleben (gut, über Mannheim als „Großstadt“ ließe sich sicher diskutieren…) und ruhigen Stadtteilen, in denen sich gut leben lässt. Wenn man will, ist man in wenigen Minuten im Stadtzentrum.

Ein beliebter Treffpunkt im Sommer ist der Wasserturm. Früher habe ich mich einfach nur hingesetzt und die Menschen beobachtet. Hier kann man flanieren, oder sich nah am Wasser niederlassen, wenn man müden vom Stadtbummel ist. Und am Abend in den Sommermonaten sind die Wasserfontänen mit bunten Lichtern untermalt.

 

Wo, wenn nicht hier

Lange Zeit dachte ich, es sei egal, wo ich schlussendlich lebe. Durch die Entwurzelung, die ich erlebte, durch den ständigen Wechsel meines Wohnortes hatte ich jegliches Heimatgefühl verloren. Ob hier oder dort, ob in Mannheim, in einer anderen Stadt oder auf einem anderen Planeten – es schien mir möglich, mich überall gleich gut wiederzufinden und zu integrieren. Erst seit gar nicht so langer Zeit ist so etwas wie ein Heimatbezug entstanden. Die Stadt ist so lebens- und liebenswert.

Immer, wenn ich von einer weiten Reise ans andere Ende der Welt zurück in meine Stadt komme, wenn ich den Mannheimer Hauptbahnhof vor mir sehe, dann weiß ich, ich bin zu Hause. Es ist so vertraut, seit langen Jahren schon. Ich wollte in Mannheim nur mal kurz hängen bleiben, doch daraus sind inzwischen rund fünfzehn Jahre geworden. Und immer war es nur ein Wohnort. Doch über die Jahre hat sich die Stadt in mein Herz geschlichen, ohne große Gesten, ohne Pauken und Trompeten und ohne jegliches Drama. Ganz leise und nebenbei. Und seit einiger, nicht allzu langer Zeit ist die Stadt nicht nur Wohnort, sondern Zuhause geworden.

 

Eine kleine Galerie

An manchen Tagen habe ich am Wasserturm, dem Sommertreffpunkt der Stadt, viel Zeit verbracht, flanierte oder saß da und schaute mir die Wasserspiele an. Ich fotografierte viel oder traf mich mit Freunden. Auch die Mittagspause wurde ab und zu hier verbracht. Ich teile euch ein paar Eindrücke mit aus einer früheren Zeit, von 2008. Damals war ich gerade erst mit meiner Ausbildung fertig geworden und arbeitete in meiner ersten, öffentlichen Apotheke. Ich war vor kurzem in diese Stadt gezogen. Wer hätte gedacht, dass ich von da an hier bleiben würde…?

Du willst mehr über meine Wahlheimat wissen oder dir Mannheimer Impressionen anschauen? Dann habe ich hier folgende Blog-Empfehlungen für dich:

Alles Mannheim – Die Stadt auf meiner Seite
Fotoblog Mannheim

Und als besonderes Schmankerl Stefans Beitrag „Mannheim und ich (Abschied)“ auf Digital Painting, in dem er eindrucksvoll von seiner Ausreise aus der damaligen DDR in seine neue Heimat Mannheim beschreibt. 

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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24 Kommentare

  1. Das ist eine wunderschöne Liebeserklärung an die Stadt, in der du nun schon so lange lebst und die dir Heimat bedeutet. Klasse und auch beneidenswert im guten Sinne! Du bist angekommen. Das können wohl nicht so viele von sich behaupten. Ich gönne es dir von Herzen!

    Ich selber tue mich ja schwer mit dem Heimatgefühl. Ich bin ja irgendwie in der Welt zuhause und könnte wie Udo Lindenberg auch gut in einem Hotel leben – am liebsten öfter mal in einem anderen 😅. Hauptsache, ich habe einen sicheren Rückzugsort und eine Handvoll der mir wichtigen Dinge dabei. Das ist aber absolut ok für mich.

    1. Das ist auch schön, liebe Elke, überall zu Hause sein zu können. So bist du flexibel und brauchst nicht nur einen bestimmten Ort, welcher dir dieses Heimatgefühl vermittelt.

      Ein Gefühl von Zuhause sucht man nicht, man fragt auch nicht danach; es ist irgendwann einfach da. Lange Zeit dachte ich tatsächlich, dass ich überall leben könnte. Und vielleicht könnte ich es auch, wer weiß. Aber als vor kurzem im Gespräch war, umziehen oder nicht und wenn ja, wohin, da wurde uns beiden so nach und nach klar, dass wir eigentlich nirgendwohin wollen 🙂

      Wenn du mal wieder mit dem Zug durchfährst, sag bescheid, dann treffen wir uns auf einen Kaffee to go… 🙂

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
      Kasia

      1. Ja, das stimmt. So ein Gefühl kann man nicht suchen. Entweder es stellt sich ein, wann und wo auch immer. Oder eben nicht. Schön auch, dass ihr beiden euch da so einig seid mit dem Angekommensein 👍.

        Sehr gerne können wir uns auf einen Kaffee to go treffen! Tatsächlich steige ich schon nächsten Mittwoch nach langer Zeit wieder einmal in Mannheim um. Da bin ich allerdings direkt nach meiner Ankunft in Saarbrücken schon verabredet – und muss somit den Anschlusszug kriegen, der schon 12 Minuten nach meiner Ankunft in Mannheim losfährt. Ein wenig kurz für einen Kaffee 😅. Sonst könnte ich in Mannheim einfach einen Zug später nehmen. Denn für die Regionalbahnen gibt es ja keine Zugbindung. Beim nächsten Mal (das wird im Laufe des Sommers sein) lass uns das gerne so machen!

        1. Liebe Elke, sag einfach bescheid. Zwölf Minuten könnten knapp für einmal winken reichen, das verschieben wir lieber 🙂 und hoffentlich gibt es in Sommer wieder mehr als einen Kaffee to go – vielleicht gibt es da schon einen Kaffee to sit down…

          (mit was der heutige Mensch schon glücklich wäre… unglaublich wie unsere Ansprüche gesunken sind, oder?)

  2. Schön, wenn Du einen Ort gefunden hast, an dem Du heimisch bist. Ich glaube jeder Mensch braucht so einen Ort. Dort leben zu dürfen ist ein Privileg…

    1. Vielen Dank. Manchmal merkt man es erst nach Jahren, dass man nach langem Suchen zu Hause ist 😉

  3. Man könnte meinen Mannheim sei die schönste Stadt Deutschlands, soviel Liebe hast du in den Artikel gelegt.
    Der Wasserturm ist wirklich schön. Die Straßennummerierung gewöhnungsbedürftig.

    Das mit vielen Umzügen kenne ich. Nach 13 Umzügen bin ich auch endlich angekommen.

    Liebe Grüße
    Liane

    1. Liebe Liane,

      nach den vielen Umzügen ist es irgendwann auch gut, ich hoffe, dass nicht mehr so viel kommt 🙂 Mannheim ist nach all den Jahren einfach so vertraut und lebenswert. Es ist und war nie der Hauptakteur auf der touristischen Bühne, aber auf seine ruhige Art ist es eine wirklich tolle Stadt 🙂

      Liebe Grüße
      Kasia

  4. Das ist ein schöner Beitrag über deine Wahlheimat und über Mannheim
    LG Andrea

    1. Vielen Dank, liebe Andrea und dir ein schönes Wochenende 🙂

  5. Ich habe Verwandte in der Mannheimer Ecke, aber mir liegt das Klima dort nicht; es ist mir einfach zu warm. Ich bin eher ein norddeutsches Kind. Umzüge gab es bei mir nicht so viele: Hamburg nach Mölln, dann Stuttgart, wo sich die ganze Familie nicht wohlgefühlt hat, ins Sauerland, nach Nordhessen, dann Studium in Göttingen und Stockholm. In Göttingen kann man leben, als Heimat würde ich es allerdings nicht bezeichnen. Die Stadt ist nett, die umgebende Landschaft reizvoll, ich habe einen akzeptablen Job und eine nette Wohnung, aber meine Heimat liegt eigentlich am Meer. In Stockholm habe ich sowas wie ein Heimatgefühl gehabt, aber ich könnte mir auch vorstellen, in Schottland zu leben oder im Baltikum – Hauptsache Ostseeküste. 🙂

    1. Manchmal entwickelt sich das Heimatgefühl erst mit der Zeit, manchmal braucht es eine Umgebung, die uns was bedeutet. Wie bei dir die Ostsee. Das raue Klima hat auch was für sich. Spaziergänge im Winter am verschneiten Strand. Richtig schön…

  6. Mannheim, die Provinzstadt, die versucht, auf Manhattan zu machen, indem sie ihre Straßen vollkommen langweilig durchnummeriert und -buchstabiert, und damit alle Besucher in Verwirrung, Verzweiflung und schließlich in den Neckar stürzt. 😛

    1. Mannheim versucht auf Manhattan zu machen? Wo hast du den Vergleich denn an den Haaren herbeigezerrt…? 😉

      1. Na, wegen der einfallslosen Straßenanordnung.
        Wie wenn ein Kind einen Stadtplan gemalt hat. 😛

        1. Lach… das geht ganz einfach, wenn man erstmal den Dreh raus hat. Jedes „Quadrat“ steht für eine Häuserreihe. Also, Quadrat A, Quadrat B, C, usw. Dann sind die einzelnen Quadrate nummeriert. Quadrat A, Häuserblock 1. Quadrat A, Häuserblock 2. Quadrat A, Häuserblock 3… usw.

          Dann haben die Häuserblöcke eigens nummerierte Eingänge. Quadrat A1, 2 bedeutet also, dass man im A1 nach dem Eingang zwei suchen muss. Das ist dann die Hausnummer. Der gesuchte wohnt also im A1, 2.
          Siehst du? Ist alles kinderleicht… 😉 😉

          1. Bei so viel Kreativität wundert mich, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, die Häsuer auch noch nach Farben zu sortieren.

            Aber ich sehe schon ein, theoretisch ist das logisch.
            Erinnert mich an Adressen in Rumänien, so wie Straße des 1. Dezember 1918, Haus Nr. 65, Gebäude 2, Eingang 3, Stiege 4, Wohnung Nr. 7.

          2. says:

            Ookay, da steig ich nicht durch 😉 zumindest nicht auf den ersten Blick. Ach Rumänien, müsst ich mal wieder hin…

          3. Genau das dachte ich mir gestern, als ich eine Dokumentation über Siebenbürgen gesehen habe.
            Und heute habe ich gleich ein paar Rumänien- und Siebenbürgen-Bildbände aus der Bibliothek geordert.

      2. Öhm nein wir nummerieren unsere Straßen nicht durch, sondern nutzen ein einfaches System von Buchstaben und Zahlen. Da findet sich jeder Erstklässler durch 😀

  7. Ich bin auch ein paar Mal umgezogen, aber nicht so oft wie du. Schön, dass Sie jetzt die wahre Liebe in Bezug auf die Stadt zum Leben gefunden haben. Geniesse es !

    1. Vielen Dank! Ja, ich denke, ich möchte nirgendwo mehr hin. Wenn mal ein Umzug anstünde, dann nur noch innerhalb der Stadt.

  8. Eine schöne „Liebeserklärung“ an dein Wahl-Zuhause 😊
    Liebe Grüße
    Sabine vom 🕷 🕸

    1. Liebe Sabine, Dankeschön 🙂

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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