Aruba, Mai 2016

Oranjestad ist ein wilder Mix aus blinkenden Leuchtreklamen und quitschbuntem Kolonialstil. Teure Läden, große Autos… und viele amerikanische Touristen.

Angelockt von einer rhythmischen Instrumentalmusik, die aus einer Nebenstraße kam, folgten wir den Klängen bis hin zum alten Fort Zoutman, eine alte militärische Festung der Holländer, um welche herum die Stadt ehemals entstanden ist.

Am Eingang zum Fort standen Spieler, weiß gekleidet, Instrumente in den Händen, und spielten voller Hingabe karibische Folklore-Musik. Um die Band herum haben sich Menschen versammelt, manche nahmen das Spektakel mit ihren Handys auf. Das Fort selbst sah sehr malerisch aus am rosa werdendem Abendhimmel.

Später, auf dem Weg in Richtung Hafen, begrüßte uns wieder ein leuchtend orangener Sonnenuntergang. Die schlanken Palmen und die Boote, die auf dem Wasser schaukelten und die sich am Himmel als schwarze Silhouetten abzeichneten, wirkte alles fast wie in „Fluch der Karibik.“ Laternen, die warmes gelbes Licht spendeten, verstärkten diesen zauberhaften Eindruck noch.

Als dann die Sonne unten und der Himmel dunkel war, sprangen die bunten Leuchtreklamen und blinkenden Schilder noch mehr ins Auge. Ralph Lauren, Prada, Louis Vuitton… Die Shopping Malls waren sehr nach amerikanischen Touristen ausgerichtet, und das gefiel mir nicht.

Musik, überall…

Stefan wollte zu Starbucks, doch irgendwie schaffte ich es, ihn in einen Cocktail Lounge zu lotsen. Einen Augenblick später saßen wir draußen in bequemen Sesseln, er einen Latte und ich einen Mojito in der Hand. In Gedanken versunken betrachtete ich die blau beleuchteten Palmen.

In der Bar neben uns fing eine Band an, schnelle lateinische Musik zu spielen. Ich schaute rüber; es saßen dort auch mehr Menschen drin. Die Außenbereiche der beiden Lokale wurden nur durch halbhohe Trennwände räumlich aufgetrennt, so dass wir die Musik in vollen Zügen genießen konnten.

Dann begann in unserer Lounge eine Solistin zu singen, begleitet von einem Gitarrenspieler. Sie sang langsame, melancholische Songs, und diese Musik fand ich stimmungsvoller und irgendwie passender.

Die Band von nebenan spielte wieder ihr schnelles Latino, unsere Solistin sang dagegen an, und wir saßen genau an der Schnittstelle von beiden. Als dann auch noch die Folklore-Spieler von vorhin die Straße entlang marschiert kamen, befanden wir uns im Epizentrum der Musik.

Es war ein schöner Abend.

Zu Hause saß ich dann mit geschundener Haut und leidender Miene da, während Stefan meine verbrannte Haut mit Aprés Lotion versorgte.

„Du musst dir jetzt wirklich überlegen, ob du mit den Verbrennungen schnorcheln gehen willst.“ Sagt er zu mir. „Und zwar; gründlich überlegen.“

Ich überlege nur kurz. Der Rücken ist besser geworden, man könnte  sich ja dick eincremen, am Bord lange Kleidung tragen…
„Ich werde schnorcheln.“ Sage ich dann. „Auch wenn ich dafür meine komplette Haut einbüßen muss.“ Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Gebiete um Aruba herum zu den schönsten Wasserwelten überhaupt gehören sollen. Und so wie ich uns kenne, so wie ich mich kenne… Ich werde nicht wiederkommen. Ich mache nur sehr selten, wenn überhaupt, zweimal Urlaub am selben Ort.

Die Schnorchel-Tour sollte der Höhepunkt der  Reise sein. Und das jetzt nicht zu machen… Nein.Während Stefan also die Schnorcheltour bucht, merke ich, wie mir immer wieder schummrig vor Augen wird, sobald ich aufstehe. Es wird wohl an der Hitze und meinem Kreislauf liegen. Und dabei trinke schon so viel, fast andauernd habe ich die Öffnung einer Wasserflasche am Mund. Was für eine Mimose, schimpfe ich im Stillen über mich selbst. Reiß dich zusammen, Kasia, du bist hier in der Karibik, nicht in der Sahara.So, Schnorcheln ist gebucht, Freitag ist es soweit. Die Tour startet Vormittags (gut für meine Haut, da die Sonne um die Urzeit hoffentlich noch nicht so stark ist) und geht über vier Stunden (die Dreistunden-Touren waren nicht mehr verfügbar). Und bis Freitag hat sich meine Haut auch wieder erholt.Ganz sicher.

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Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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