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Die Blogparade gegen Fernweh – Ich will wieder nach…

Für die einen ist es Patagonien, wie für die Veranstalterin der Blogparade, Gela von „Unterwegs mit Kind„. Für die anderen vielleicht Karibik, Afrika oder Südostasien. Wir alle haben Sehnsuchtsorte, zu denen es uns auf unerklärliche Weise zieht. Welche sind es bei mir?

Wenn ich mich selbst befragen sollte, müsste ich feststellen, dass es nicht diesen einen Ort gibt. So gerne ich, wie ich immerzu sage, „die ganze Welt“ bereisen möchte, so wenige Plätze geben mir das Gefühl, zurückkommen zu wollen. „Ich will wieder nach…“ Wohin will ich denn?

Nicht jeder Ort hinterlässt einen gleichbleibenden Eindruck. Manche Orte bleiben für immer im Gedächtnis, während man sich an andere wiederum kaum noch erinnert, obwohl es eigentlich schön war. Von manchen Orten kann man kaum genug bekommen, während man andere mit dem Gedanken: „Es war schön, aber einmal reicht“ verlässt. So erging es mir mit Jordanien, mit den Malediven, mit einigen anderen.

Und manche möchte ich besuchen, doch einfach nur, um andere Ecken davon kennen zu lernen. Wie den Norden Sri-Lankas.

Dann gibt es Destinationen, an die ich keinesfalls wieder zurück möchte. Obwohl ich sie total vernarrt verlassen habe. Wie Paris. Paris hat einen so starken Eindruck hinterlassen, dass ich Angst hätte, irgend etwas – oder irgend jemand – könnte diesen bei einem nochmaligen Besuch zerstören. Manchmal ist es das Ergebnis einer bestimmten Konstellation aus Jahreszeit, Wetter, Zufällen und unserem Empfinden, das darüber entscheidet, wie wir einen Ort in Erinnerung behalten, und ob es uns dort gefällt. Und gerade bei Paris erscheint mir all das zu fragil, als dass ich einen zweiten Besuch riskieren möchte. Klingt das jetzt zu abgedreht?

Es ist nicht ein bestimmtes Land. Es sind ausgewählte Plätze, die sich, warum auch immer, in die Hirnwindungen gefressen haben. Wo ich das Gefühl hatte, „zu wenig“ davon bekommen zu haben. Und es sind nur wenige, die das geschafft haben.

 

Nepal

Ganz klar an erster Stelle steht Nepal, mein persönliches Sehnsuchtsland schlechthin. Und das, obwohl dieses chaotische Land gegen Ende meiner Reise für einen leichten Kulturschock gesorgt hatte. Nepal wurde mir zu viel – vorerst. Doch dann, zu Hause, hatte ich den Eindruck, nicht genug davon zu haben. Träumte mich zurück nach Kathmandu. Stand im Wachzustand mit stumpfen Augen und nach innen gekehrtem Blick da. Und war ganz woanders.

Die staubigen Straßen von Kathmandu, der mittelalterliche Durbar Square, der so stark gelitten hat unter dem großen Erdbeben 2015. Ich möchte wieder dorthin entlang schlendern, mich durch den unmöglichen Verkehr schlingen, den Tauben auf den Dächern der Pagoden zusehen. Doch nicht nur das.

Mit dem Boot über den Phewa-See schippern, auf Berge klettern mit nichts als einem Handtäschen gerüstet. Nochmal durch den Dschungel von Chitwan streifen, mit einem kundigen Guide. Dem Tiger bei der Jagd belauschen. Auf Trekking gehen. All das – und mehr. Nepal hat mich im Sturm erobert.

 

Tirasberge, Namibia

Hier ist es dieser eine Ort, der etwas in mir klingeln lässt. Die Farm von Thorsten und Linn, abseits von allem, jenseits von Gut und Böse. Welch wunderschöne Farben die Wüste doch haben kann! Gelb, orange, rosa, grau-grün. Als hätte ein Künstler seinen Pinsel geschwungen, großzügig und zurückhaltend zugleich. Lauernde Falken, lebensmüde Antilopen, die einem fast vors Auto rennen. Stefan, der laufend am Fluchen ist und eine staubtrockene „Straße“, die ins Nichts zu führen scheint.

Und dann, inmitten dieser Wüste – das Juwel, die Oase, umgeben von grünen Kameldornbäumen. Die Farm, ein Ruhepol, der in der Hitze des Tages zum Nichtstun einlädt. Wo am Morgen, wenn es draußen noch kühl ist, Steinböckchen und Paviane auf den hohen Felsen lauern. Wo die Sonnenuntergänge einfach nur majestätisch sind. Eine ganze Woche dort bleiben, einen Monat, ein ganzes Jahr. Leider reisten wir nach nur einer Nacht wieder ab.

 

Island

O Island, du raue Schönheit. Lange Zeit dachte ich, du seiest überbewertet – bis ich dich mit eigenen Augen sah. Du bist wie ein Märchen, gewoben aus Trollen und Feen, aus Wasserfällen und Gletschern. Deine Landschaften verschlagen die Sprache. Du hast weder den wärmsten Sommer noch den kältesten Winter, dein Wetter will gar nicht gefallen. Doch du hast so viel mehr. Schwarze Strände. Weiße Nächte. Tiefstehende Sonne. Heavy Metal. Nordlichter. Eishöhlen. Eislagunen. Diamantene Strände. Du bist wie ein Vulkan, der jederzeit droht, einem untern dem Hintern auszubrechen. Nein, warte… du bist der Vulkan, der vor sich hin brodelt. Wenn du es willst, steht der Flugverkehr still.

Noch einmal im Sommer möchte ich dich sehen. Wenn alles grün ist und die berühmten, isländischen Pferde draußen herumtrollen. Wenn alles blüht und es keine Nächte mehr gibt. Du bist so bodenständig, trotz deiner Schönheit. So leer, so einsam, so frei. Dorthin möchte ich zurück.

 

Bonaire

Bonaire? Sofort! Tauchen, Schnorcheln, Salinen und (halb)wilde Esel fallen mir dazu ein. Die Unterwasserwelten rund um Bonaire sind einmalig; nicht umsonst bezeichnet sie sich selbst als Divers Paradise. Doch auch schroffe Küsten, Flamingos und wilde Natur machen den Zauber der „Insel unter dem Winde“ aus, ebenso wie das Fehlen großer Bettenburgen. Ja, das größte Gebäude auf der Insel ist das täglich andockende Kreuzfahrtschiff…

Die zweitgrößte der ABC-Inseln in der Karibik ist (noch) ein Geheimtipp, denn in erster Linie werden Aruba und Curacao vorwiegend besucht. Doch das soll mir recht sein, soll die Schöne ruhig noch lange ein Geheimtipp bleiben. Deshalb werde ich mich hier auch gar nicht groß weiter in Lobeshymnen ergehen. War ganz nett dort. Braucht keiner zu wissen, dass Stefan und mich mit Bonaire eine immerwährende Liebe verbindet, und dass wir, kaum auf der Insel angekommen, bereits Pläne schmiedend für immer dort bleiben wollten…?

Nein, das muss niemand wissen. Bonaire ist ein solcher Schatz, dass ich noch immer das Bedürfnis habe, ihn vor der Welt beschützen zu müssen. Also ja, es war ganz nett… *seufz*

 

Wohin zuerst?

Und wohin wird es mich ziehen, sobald das Reisen wieder uneingeschränkt möglich ist? Vermutlich als erstes nach Nepal. Alleine, da das Land für meinen Liebsten keine (Reise)option darstellt. Zu voll, zu laut, zu unübersichtlich. Doch ich, ich möchte sofort meine Tasche packen. Denn da sind noch so viele Dinge, die ich in Nepal gerne machen möchte. Die längste Zipline der Welt in Pokhara hinunter sausen. Den Gokyo-Trek laufen. Mehrere Tage im Dschungel verbringen. Mit meinem Lieblings-Guide das Kathmandu-Tal erkunden. Und bis an die äußerste Grenze im Westen des Landes fahren, dorthin, wo die Gegend noch recht unbekannt, untouristisch, mit einem Wort: unentdeckt ist. Ja, als erstes will ich wieder nach Nepal…

 

Und schließlich…

Ich vergaß es beinahe. Denn es ist so selbstverständlich, dass es keine Erwähnung mehr bedarf. Noch bevor ich nach Nepal gehe oder sonst irgendwohin auf der Welt, geht es rüber über die Grenze, in den kleinen Ort Blonie in Polen, unserem östlichen Nachbarn. Denn schließlich sind Sehnsuchtsorte nicht nur dort, wohin man gerne reisen möchte einfach um des Reisens willen. Sie sind in erster Linie dort, wo unsere lieben Menschen leben, nur einen Katzensprung entfernt durch eine Grenze voneinander getrennt, so nah und so fern.

Zur Erklärung für diejenigen, die sich fragen, wieso ich nicht einfach schnell über die Grenze hüpfe: richtig, offiziell gibt es bisher keine Kontrollen für Pkw, die einreisen, doch diejenigen, die zurückkehren, müssen sich in Deutschland in eine zehntägige Quarantäne begeben. Was für mich keine Option darstellt. Auch können die Grenzen jederzeit wieder schließen, da die Sache mit den Virusmutationen unübersichtlich ist. Die Frage ist nicht, wie ich hin- sondern wie und wie schnell ich wieder zurück kann; es besteht die nicht unerhebliche Gefahr, dass das mit meinem Job kollidiert. Solange es also keine Regelungen für im Ausland lebende Familien gibt und keine Öffnung in Sicht ist, fahre ich nicht hin.

Und was sind deine Sehnsuchtsorte? Von welchen Reisezielen träumst du, solange man noch nicht reisen kann? Schreib es mir in den Kommentaren oder noch besser: nimmt gleich an der Blogparade von Gela teil…

 

Leseempfehlung

Dir geht es so wie mir und wie vielen anderen Reisenden auch? Ich habe hier ein Beitrag für dich, der vor Fernweh nur so strotzt. Indien, USA, Tel Aviv… all das und viel mehr möchte Elke (wieder)sehen. Routine? Nein, danke. Und der aktuelle Stillstand lässt sie vor allem eines denken: „Ich! Will! Hier! Raus!“

Ein etwas älterer, doch ungeachtet dessen sehr passender Artikel von „Keine Eile“ beschreibt hingegen, warum sich das Fernweh nur dann stillen lässt, wenn man zu Hause glücklich ist.

Kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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43 Kommentare

  1. Danke für die Erwähnung als Leseempfehlung. Das freut mich sehr!

    1. Liebe Elke, sehr gerne. Es ist auch ein toller Beitrag 🙂

      1. Danke 😀

  2. Bei mir erstreckt sich die Sehnsucht gar nicht auf einen besonderen Ort (außer die jahrelangen Träumereien von Afghanistan und so), sondern eher auf die Art des Reisens:

    Ich vermisse die Spontanität, die Unplanbarkeit, die zufälligen Begegnungen unterwegs, insbesondere beim Trampen.

    Sobald die Pandemie weitgehend besiegt sein wird, stelle ich mich also einfach an den Straßenrand und schaue, wohin mich freundliche Fahrer bringen werden. Ohne Ziel, aber mit viel Zeit.

    1. Das ist, glaube ich, die ursprünglichste Form des Unterwegssein. Einfach hinaus, ohne zu wissen, wie und wohin. Den ersten Schritt machen.

      Davon träume ich auch manchmal, ist aber nichts, was ich auch so umsetzen würde. Denn da kommt dieses kleine Männchen in meinem Kopf und flüstert: „Ach komm schon, ein bisschen planen musst du doch schon, oder?“ 🙂

      1. Ja, ich muss das auch erst langsam abstellen. Meist habe ich doch noch die Sorge im Hinterkopf, wo ich die Nacht verbringen werde.
        Aber im Sommer, wo man mal eine Nacht draussen bleiben kann, wenn man nichts findet, bin ich mittlerweile ein bisschen lockerer. Und wenn ich keine Schlafplatz finde und die ganze Nacht friere, dann hole ich den Schlaf am nächsten Tag nach, indem ich mich ein paar Stunden in die Wiese lege.

        Aber ich muss wohl noch ein Leben lang an meiner Spontanität arbeiten… Am besten mit kleinen Schritten anfangen, zuerst einen Tagesausflug ohne Planung, dann zwei Tage, dann ein bisschen weiter weg…

        1. Was, DU musst an deiner Spontanität arbeiten? Das glaube ich dir nicht 🙂 Das „freie“ übernachten ist in Deutschland übrigens nicht verboten, solange man kein Zelt aufbaut, kann man seinen Schlafsack überall ausrollen… Also, theoretisch 🙂

          1. Doch wirklich, die Übernachtung und die Dusche machen mir schon immer ein bisschen Sorgen beim Wandern und beim Trampen.

            Aber ein paarmal habe ich mich schon überwinden können: In England bin ich mal völlig ohne jeglichen Plan und Buchung den Hadrianswall abgewandert und habe einfach nachts dort geschlafen, wo ich gerade umgefallen bin.

            Und letzten Sommer bin ich eine Woche durch Bayern gewandert, wo ich ein paar Tage vorab eine Übernachtung organisiert hatte, und an den anderen Tagen draussen schlief bzw. einmal eingeladen wurde:
            https://andreas-moser.blog/tag/koenig-ludwig-weg/
            (Vorsicht, sehr langer Artikel in 9 Teilen, besser für dann aufheben, wenn du mal mit gebrochenem Fuß im Bett liegen musst oder so.)

          2. says:

            Gut, deinem Rat folgend habe ich den langen Artikel schon mal vermerkt und für morgen abgespeichert. Ich lese recht schnell 🙂

            Hm, also so wie sich das anhört, brauchst du an deiner Spontanität nicht wirklich zu arbeiten… nur so als Vergleich, ich würde vermutlich, nachdem ich dort eingeschlafen wäre, wo ich gerade stehe, frierend aufschrecken, mich fragen, was das für Geräusche sind und was da an meinem Ohr krabbelt und mir dann ein Uber rufen… 😉 Also, überzeugt, ja, du bist spontan… *grins… Angeber…*

          3. Manchmal ist dsa Abenteuer aus der Not geboren.
            Mangels Smartphone kann ich nämlich gar kein Uber herbeiholen. 🙂

  3. Du hast es wunderbar beschrieben: manche Orte findet man schön, aber einmal gesehen zu haben, reicht, aus den unterschiedlichsten Gründen. Andere packen einen, man will unbedingt wieder hin!

    Ich glaube dir gerne, dass Polen akut an erster Stelle steht, wenn es darum geht, wieder an den Reisestart zu gehen. Menschen sind wichtiger als Orte! Was Nepal betrifft, so bin ich bei dir: da möchte ich auch sehr gerne wieder hin. Spannend finde ich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung und Einschätzung ist, was zu viel ist. Ich glaube, es hängt entscheidend davon ab, wo man vorher war. Ich reiste von Indien aus nach Nepal – und habe dort erst einmal tief durchgeatmet und entspannt. Denn Indien fand ich viel kulturschockierender und anstrengender! Da empfand ich Kathmandu im Vergleich wie einen Kurort.

    Island und Namibia kenne ich noch nicht. Beide stehen aber auf meiner Liste. Von Bonaire hatte ich ehrlich gesagt bisher noch nie was gehört. Danke, dass du es in mein Bewusstsein gerückt hast, auch wenn das nicht deine Absicht war 😎.

    Was meine Sehnsuchtsorte sind? Würde jetzt hier im Kommentar etwas den Rahmen sprengen, steht aber in meinem Beitrag zu Gelas Blogparade. Habe gestern dann doch noch rechtzeitig die Kurve gekriegt. Falls du es lesen möchtest: Du weißt ja, wo du mich findest.

    1. Liebe Elke,

      Bonaire ist wunderschön. Einzelne Besucher schaden der Insel auch nicht, man sollte vielleicht nur keine Horden an Instagramern dorthin lassen 😉 Mit solchen Orten bin ich immer hin und her gerissen. Einerseits möchte man darüber berichten, andererseits ist da der Gedanke: was, wenn das mal einer von den „größeren“ Bloggern sieht und aufgreift? Dann war es das mit dem Paradies… *lach*

      Kathmandu war an sich gar nicht so schockierend, zumindest nicht auf den ersten Blick. Es war eher eine Ansammlung an Eindrücken, und irgendwann war es einfach zu viel. Indien kann ich mir gar nicht vorstellen, aber ehrlich gesagt dachte ich, Kathmandu hätte mich ein wenig vorbereitet, tja, war wohl nix 🙂

      Und an erster Stelle steht die Familie. Ich hätte nie gedacht, dass der kleine Hüpfer über die Grenze sich anfühlen könnte, als wäre es auf dem Mond…

      Liebe Grüße
      Kasia

  4. Liebe Kasia,
    Ich war jahrelang getrieben von mehr und mehr Reisen, doch irgendwann kam eine Sättigung, durch die Erfüllung so vieler Reiseträume und nun Corona.
    Und jetzt denke ich kaum mehr an Fernreisen, sondern an Radfahren oder Wandern mit Freunden oder daran das eigene Land zu erkunden.
    Alles hat seine Zeit und ich denke mit meiner Rückkehr nach Deutschland und der ’neuen Normalität‘, bin ich in eine neue Phase in meinem Leben eingetreten, was das Reisen betrifft. Wobei ich nicht ausschließen will, dass sich da auch wieder ändert (ich gehe sogar stark davon aus).

    Es gibt kaum Länder oder Orte, zu denen ich nochmal reisen will. Viele waren so wunderschön, sei es wegen der Natur, den Menschen oder den meist unerwartenden Erlebnissen, dass ich mit der Erinnerungen daran sehr glücklich und dankbar bin, so etwas erlebt haben zu dürfen. Und ich hätte Angst enttäuscht zu werden, denn das erste Mal ist eben immer am aufregensten und schönsten.

    Vielleicht ist mein Sehnsuchtsort doch einfach mein Zuhause? 🙂

    Beste Grüße sendet
    Christoph

    1. Lieber Christoph,

      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen! Ich denke, das Gefühl der Sättigung (kann man das so sagen?) ist mit ein Grund dafür. Es ist schön, dass du nichts mehr vermisst, denn mich treibt die Neugier noch immer an. Ich habe aber, das muss ich dazu sagen, relativ spät angefangen zu reisen. Sobald das hier vorbei ist, werde ich dies fortsetzen.

      Und ja, ich kann sehr gut verstehen, dass man sich den ersten, positiven Eindruck von einem Ort nicht durch einen nochmaligen Besuch „verderben“ möchte. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die darüber entscheiden, ob es uns gefällt oder nicht. Vieles ist nicht wiederholbar.

      Die Welt ist so groß, so unglaublich groß, es gibt so viel zu sehen… ich bin noch lange nicht fertig damit. Ich hoffe, dass ich irgendwann an diesen Punkt komme, an dem du gerade bist: die Erkenntnis, dass der Sehnsuchtsort das Zuhause ist.

      Wie sagt man so schön? Zuhause ist es am schönsten? 😉

      Liebe Grüße
      Kasia

  5. Das hilft ja beim Träumen 🙂

    1. says:

      Das ist wahr. Wobei… ich träume ja mehr von Orten, an denen ich noch nicht war… 🙂

      1. Gibt es davon noch viele 😉 ???

        1. says:

          Ja, schon 🙂 Man hat so seine Reise-Prioritäten. Bei mir ist es der Nahe Osten, Zentralasien, Indien, allerdings der äußerste Norden, der Balkan, Skandinavien, Antarktis.

          Russland, generell der ganze Ostblock: Belarus (wenn wieder ruhiger), Kaliningrad.

          Afrika, da allerdings eher untouristische Ziele wie der Sudan (wenn das möglich sein sollte), Dschibuti und Äthiopien (wenn sich die aktuellen Unruhen gelegt haben), Gambia, Malawi.

          Joah… Ah, und in Europa noch Andorra, Liechtenstein, Südfrankreich…

          Und ich kann nicht mal sagen, ob das alles ist, denn irgendwas habe ich bestimmt vergessen. Ah Grönland habe ich vergessen…

          Seufz ich habe noch so viel vor 😉

  6. says:

    Liebe Kasia,
    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag zu meiner Blogparade. Das Gefühl, irgendwohin lieber nicht nochmal zu fahren, um den Eindruck nicht zu zerstören, kenne ich auch sehr gut. Ein bisschen ist es bei mir sogar mit Patagonien so. Ich habe tatsächlich Angst, dass es mit meinem Sohn zusammen einfach nicht so toll wäre, weil er die weiten Fahrstrecken einfach nur „Gähn“ finden könnte … Alos kurzum: Gar nicht abgedreht, sondern sehr verständlich 🙂
    Liebe Grüße
    Gela

    1. says:

      Liebe Gela,

      die Blogparade ist eine wundervolle Idee, um ein bisschen zu träumen. Wer träumt denn nicht gerne von schönen Dingen (hier: Reisen…). Eventuell müsstest du die Tour mit deinem Sohnemann bloß etwas anders gestalten, damit ihm unterwegs nicht langweilig ist… vielleicht die Fahrstrecken kürzer halten 😉

      Liebe Grüße
      Kasia

  7. Ich möchte gerne wieder nach Griechenland. Die aktuellen Zahlen machen mir da so schnell keine große Hoffnung. Da gibt es nur eines: von den Erinnerungen zehren!

    1. Zu Griechenland hat eine Freundin von mir (Griechin) jede Menge Tipps in petto. Bisher kam ich aber leider nicht dazu, schade… Vielleicht wird es den sog. „Impfpass“ geben, so dass man wenigstens innerhalb Europas reisen kann. Das wäre gar nicht mal so schlecht, weil ich mir die Zeit, Europa zu erkunden, bisher noch nie genommen habe. Es musste immer weiter weg sein…

      Innerhalb Europas möchte ich nach Norwegen, Schweden, Finnland, nochmal Rumänien…

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
      Kasia

      1. In Griechenland – bisher in der Pandemie ganz gut weggekommen – schnellten jüngst die Infektionszahlen nach oben. Auch Schweden denkt gerade laut über einen massiven Lockdown nach. Ich fürchte das mit dem Reisen muss noch ein wenig warten…

        1. says:

          Das ist schade. Das klingt nicht gut…

          1. says:

            Trotzdem ist und bleibt Griechenland mein Sehnsuchtsort… https://wp.me/p8O5tv-4bs

          2. says:

            Ja, deine Kaffeegeschichten aus Griechenland 😉

          3. says:

            Darum will ich da ja auch wieder hin…

  8. Sehnsuchtsland ist definitiv Schottland, gefolgt von Schweden und den anderen skandinavischen Ländern. Sehnsuchtsorte: die Ostseeküste (Lübeck Stralsund, Rügen, Hiddensee) und der Harz (zum Glück auch in diesen Zeiten nicht völlig unerreichbar). Nach Prag möchte ich noch einmal und nach Krakau; da hatte ich viel zu wenig Zeit. Überhaupt hat mir Polen gefallen und es gibt dort noch so viel zu sehen.

    Wenn der Spuk vorbei ist, geht es ertstmal ins Baltikum; die Reise habe ich voriges Jahr nicht machen können. Auch so eine Ecke, von der ich noch lange nicht genug kenne. Dann ist noch Budapest auf der Liste.

    Zukunftsträume: Island, Grönland, Spitzbergen. Russland (nochmal St.Petersburg und dann die Wolga runter, mit der Transsib zum Baikalsee, Moskau …). Außerhalb Europas reizt mir nur Kanada. Vielleicht Namibia, bin mir nicht sicher. Aber Wüste wäre schon mal interessant.

    1. says:

      Hallo Gabriele,

      vielen Dank, dass du deine Ziele und Sehnsuchtsländer mit mir teilst! Deine Richtung (Osten…) ist auch für mich sehr reizvoll. Russland, St. Petersburg… In diesem Jahr hätten wir eine Kreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau machen sollen, dann kamen leider die uns bekannten Umstände dazwischen… Letztes Jahr in Herbst hätte es Kanada werden sollen… bei uns beiden überschneidet sich einiges 😉

      Namibia kann ich dir nur empfehlen. Wundervolles Land, mit so viel Weite, mit unglaublichen Landschaften und Farben, die man dort nicht vermuten würde.

      In Polen habe ich auch noch nicht viel gesehen.. eigentlich eine Schande, da ich von da komme 🙂 Breslau ist eine tolle Stadt. Wenn du in der Nähe bist, schau sie dir an…

      Und Island. Die meisten verlieben sich in Island. Ich dachte immer, das sei übertrieben, aber es ist dort wirklich so schön, wie alle sagen… 😉

      Liebe Grüße
      Kasia

      1. Hallo Kasia,

        ich habe deinen Blog vor ein paar Tagen gefunden, irgendwie via Twitter und weiterfürelnden Links, und bin dann hängen geblieben. Ich habe allerdings bei den älteren Artikeln nicht kommentiert, weil ich nicht weiss, ob das noch gelesen wird; daher ist das heute mein erster Kommentar.

        Breslau habe ich mir während meiner Tour im April 2019 angeschaut; es hat mir sehr gefallen. Ich mag historische Architektur und erinnere mich gern an eine ruhige Stunde mit Mittagspause im Botanischen Garten, ungeben von blühenden Magnolien. Ich war auch ein bischen Zwerge suchen. *grins* Von Polen kenne ich bisher Danzig, Krakau und Breslau sowie die Marienburg und Burg Ogrodzieniec (ja, ich ’sammle‘ Burgen 🙂 ). Land und Leute haben mir Lust auf mehr gemacht.

        St.Petersburg ist reizvoll, vor allem die restaurierten Ecken. Wenn man von den großen Straßen und offiziellen Wegen abbiegt, sieht es allerdings schon mal nach dem Petersburg der Romane Dostojevksis aus.

        Mein Blog ist übrigens kein typischer Reiseblog, sondern widmet sich mehr der Geschichte der Orte, die ich besucht habe. Leider ist meine Motivation hzur Zeit ziemlich im Keller; ich hoffe, dass mich die Situation nicht in eine ausgewachsene Depression treibt. Vielleicht wird es ja besser, wenn das Wetter wärmer und weniger virenfreundlicht wird.

        1. Liebe Gabriela,

          schön zu hören, dass du mir schon so lange folgst 🙂 Du bist herzlich eingeladen, jederzeit einen Kommentar dazulassen, wenn dir was auf der Zunge liegt…

          Ich war bereits zwei Mal in Breslau; ich steige dort immer für eine Nacht ab, wenn ich unterwegs zu meiner Mutter nach Warschau bin. Der Breslauer Weihnachtsmarkt ist richtig schön! Wenn es wieder Weihnachtsmärkte gibt, schau ihn dir bei Gelegenheit an, lohnt sich…

          Insgesamt hast du mehr von Polen gesehen als ich 🙂 Ich freue mich sehr, dass es dir gefällt. Das Land ist schön und die Leute sind zwar gewöhnungsbedürftig am Anfang und wirken etwas kühl, aber das gibt sich in der Regel schnell 😉

          Liebe Grüße
          Kasia

  9. Also ich bleib dabei !!!! Mein Traum war immer nach Santorini und den habe ich mir erfüllt ! Griechenland ist eh meins und das war das Highlight. Diese weißen Häuser mit den blauen Dächer und Fensterläden, die Steilküste von Fira, das blaue Meer der Ägäis, die griechische Gastfreundlichkeit, die atemberaubende Sonnenuntergänge ( zählen zu den schönsten der Welt)
    usw. all das hat mich verzaubert und für mich ist es die schönste Insel der Welt.
    Auf Grund der Größe würde ich aber nicht mehr hinfahren wollen. Einmal gesehen und es reicht !
    Nicht weil sie einen Urlaub nicht wert war, sondern weil 30 Tage im Jahr zuwenig sind um die gleichen Ziele nochmals zu bereisen.
    Ich stehe dazu ! War ein Traum und diesen Wunsch habe ich mir erfüllt ! LG Manni

    1. says:

      Oh, mit deiner Begeisterung hast du mir jetzt total Lust auf Santorini gemacht… Mein Freund will da unbedingt mal hin und ich habe immer gesagt, joa, kann man ja machen… aber wenn du so davon schwärmst, muss was dran sein…

      Das Leben ist zu kurz, um die gleichen Ziele zu bereisen. Das ist wahr. Kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich will die ganze Welt sehen, nicht nur wenige Orte auf der Welt, und die dafür mehrmals.

      Es gibt da nur ganz wenige Ausnahmen. Wie eben Nepal, Bonaire, Island. Das wars eigentlich auch schon…

      Liebe Grüße
      Kasia

  10. Hawaii!! Ich will dahin :). Obwohl momentan würde mir eine Woche Ost- oder Nordsee reichen

    1. Hm, ich würde sagen, Hawaii toppt Ostsee… oder? Eventuell dürfen wir nächstes Jahr wieder und du weißt ja… die Hochzeitsreise wartet 😉

      1. Wie unterschiedlich die Menschen sind. Bei mir toppt die Ostsee Hawaii. 🙂

        Ich möchte auch noch Neues sehen, aber das beschränkt sich weitgehend auf Nord-, Mittel- und Osteuropa. Manchmal bin ich auch Wiederholungstäter – wann immer ich nach Schottland fahre, wo es immer noch unbekannte Ecken gibt, bleibe ich ein bis zwei Tage in Edinburgh. Die Stadt schafft es, sogar bei Herbstnebel irgendwie schön zu sein, zumindest für mich.

        1. says:

          Schottland habe ich noch nicht gesehen. Würde ich sehr gerne… Bei Edinburgh unbedingt auch die „Stadt unter der Stadt“…

          Bei Ost- oder Nordsee ist es bei mir so… ja, es ist sehr schön dort und ich genieße es, wenn ich vor Ort bin. Aber auf Hawaii war ich noch nicht und zudem ist es „exotisch“, wenn man das so sagen kann… vielleicht macht das für mich einen größeren Reiz aus. Keine Ahnung… 😉

          Ja, die Menschen sind so verschieden. Ich glaube, mein Liebster könnte jedes Jahr an die Nordsee, wahlweise Ostsee fahren und wäre vollkommen glücklich damit…

          Liebe Grüße
          Kasia

          1. Mir wäre Hawaii wahrscheinlich auch zu warm. Zudem ist Reisen für mich leider auch eine Zeit- und Geldfrage, und da gibt es einfach noch zu viele Ziele, die mich mehr reizen. Mal abgesehen davon, dass ich kein junger Hüpfer mehr bin. Wanderungen, die mir vor zehn Jahren nichts ausgemacht haben, können heute schon in den Bereich ‚anstrengend aber machbar‘ fallen.

          2. says:

            Ich habe auch so meine Ziele, die mehr Priorität haben… Hawaii ist mehr Stefans Steckenpferd, aber irgendwie hat er mir Lust darauf gemacht.

            Wichtig sind „machbare“ Ziele, sonst macht das ganze keinen Spaß, wenn man sich zu viel zumutet. Und immer das zuerst, was einem „nachgeht“… 🙂

            Liebe Grüße
            Kasia

  11. says:

    Hi Kasia,
    ja, es gibt diese Orte, die man im Herzen trägt, bei denen man Sinneseindrücke bekommen hat, die man im „normalen Leben“ nie bekommen hätte. Das ist vielleicht der Unterschied: In meiner Zeit als Messebauer bereiste ich ganz Europa: Paris, Amsterdam, Brighton, Leipzig (damals noch DDR), Montreux – das sind nur die Städte im Ausland an die ich mich jetzt, während des schreibens – erinnere. Meine Freunde waren immer neidisch, wenn Sie das hörten und sagten, das muss ja toll sein, was Du alles gesehen hast. Im Ernst? Wenn ich nach einem harten Arbeitstag das Messegelände (das ja in den meisten Fällen nicht in den Zentren der Städte liegt) verliess – verdreckt, staubig, verschwitzt und müde – hatte ich ganz andere Sorgen als mir die Schönheiten der Städte anzuschauen. Und damit meine ich nicht nur die architekturischen.. 😉
    Es gibt eigentlich nur einen Ort, an dem ich gerne nochmals zurück möchte – auch um dort meinen Lebensabend zu verbrigen.
    Das ist Südfrankreich – das Gebiet um St. Tropez, St. Maxime, Frejus..
    Die Landschaft mit den Stränden an der Straße, die Kiefer und Pinien-bäume, die kleinen malerischen Dörfchen. All das entschleunigt..Eine Wohltat für einen Großstädter, der quasi eine 24Stunden Reizüberflutung hat. Immer ist irgendwas, will jemand irgendwas, soll man sich um irgendwas kümmern…
    Und hier kommt das große Problem. Meine Eindrücke von dem Land sind 30 Jahre alt. Wie ist es jetzt dort? Ist es immer noch malerisch oder hat der fortwährende Touristenstrom auch dort die Gegend „verseucht“. Denn das Tourismus der Natur schadet ist ja leider auch bekannt. Wohnen dort vielleicht sogar schon prozentual mehr Deutsche als hier in meiner Wohnsiedlung? Wurden die alten malerischen Häusschen abgerissen und durch unansehnliche graue Betonbunker ersetzt?
    Wenn dem so wäre, wäre einer wenigen schönen Erinnerungen dahin.
    Vielleicht sollte man man manche Erinnerungen einfach nur im Herzen behalten und Sie dort bewahren ohne zu versuchen sie aufzufrischen..
    CU
    Peter

    P.S. Nee.. bei Blogparaden mache ich nicht mehr mit. Den Grund kannst Du in meinen nächsten Sonntagsgedanken lesen.. 😉

    1. Gutem Morgen,

      ich glaube, ich kann mir den Grund bereits denken, warum du keine Blogparaden mehr mitmachst 😉

      Die berufliche Reiserei, da kann ich dich gut verstehen. Sowohl ich als auch mein Männle sind beruflich in ganz Deutschland unterwegs. Vom Auto aus kannst du dir die Gegend schon angucken, wenn du zum Beispiel in der Eifel oder an der Mosel bist. Aber es ist nicht das gleiche. Manchmal nehme ich mir die Zeit und ziehe nach Feierabend los, einfach weil die Neugier so groß ist und weil ich denke… ich bin jetzt hier, und am Wochenende komme ich sicher nicht nochmal. Doch oft genug bin ich auch zu müde dafür, um mir die Gegend genauer anzusehen. Zudem wird mich alles, was in oder um mein Gebiet herum liegt, immer auch an die Arbeit erinnern, und das will man nach Feierabend nicht…

      Deshalb habe ich diesen ganzen „mache dein Hobby zum Beruf“- Rufen widerstanden. Wenn ich das tue, brauche ich ein neues Hobby. Als digitaler Nomade auf Reisen Geld verdienen? Nein danke, ich will was vom Reisen haben… Dann lieber die wenigen Wochen im Jahr, dafür aber intensiv, und mit freiem Kopf. Irgendwo muss man immer Abstriche machen, man kann selten alles miteinander vereinbaren.

      Südfrankreich? Da wollen wir mal mit dem Motorrad hin. Nun, wenn du es nicht versuchst, wirst du nicht wissen, wie es aktuell vor Ort aussieht. Ich für meinen Teil hätte wohl die Erinnerung behalten so, wie sie war. Kann verstehen, wie das ist, wenn man nicht „entzaubert“ werden möchte.

      Liebe Grüße
      Kasia

      1. says:

        Ja, dieses entzaubern ist wie bei alten Videospielen und Ex-Freundinnen. Man denkt wehmütig an die alten Erinnerungen zurück und wünscht sich da mal wieder mit zu spielen – um dann enttäuscht festzustellen, dass die aktuellen Versionen ’ne viel geilere Optik haben.. 😉

        1. says:

          Zu Exfreundinnen kann ich nix sagen, ich hatte nie welche… 😉 aber ja, bei alten Filmen geht es mir so. Ich frage mich heute, was haben die Leute (mich eingeschlossen…) bloß daran gefunden? Hm…

Was brennt dir auf der Zunge? ;-)

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