Preisfrage: sind Verallgemeinerungen, bei denen sich die meisten schmunzelnd wiedererkennen, schon Klischees oder sind sie es nicht? Was sind Klischees überhaupt?

Es ist schwierig. Ja, es ist wirklich nicht einfach, Länder, Landstriche, Kulturkreise oder einfach nur eine größere Gruppe Menschen mit einer Beschreibung zu umkreisen, ohne sich dem Vorwurf des Pausschalisierens auszusetzen. Und dabei meinen wir es alle so gut. 

"Warum ich auf Klischees stehe" weiterlesen

Es ist so schön und klein, gemütlich und stimmungsvoll, dass ich erst einmal stehen bleibe und beobachte. Beobachte die kleine Wunderwelt, in der Weihnachtslieder noch von Kindern gesungen werden, in der die süßen Kleinigkeiten in den Holzbuden zum großen Teil noch von Hand gemacht sind und in der es keinen Platz gibt für touristischen Nippes, „Last Christmas“ und Currywurst. Und gleichzeitig werde auch ich von einem lachendem Augenpaar beobachtet…

"Klein, gemütlich und zauberhaft – Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues" weiterlesen

Ich hätte nicht gedacht, dass es hier in der Stadt so etwas Schönes gibt.
Nach langer Zeit (zu lange, wenn ihr mich fragt…) habe ich mein Team wiedergesehen. Nun stehen wir da und halten unser Glühwein in der Hand. Doch nach einem ausgiebigen Abendessen ist klar, dass wir an diesem Abend nicht zu lange bleiben können, denn der Weihnachtsmarkt schließt jeden Tag pünktlich um 21 Uhr, egal ob unter der Woche oder am Wochenende. Und so versuchen wir, das beste draus zu machen und die Zeit optimal zu nutzen.

"Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Hannover" weiterlesen

Die Frau im Glühweinstand lächelt mich einladend ein, während ich meinen Mantel enger um mich schlinge und die Handflächen aneinander reibe. „Sie sehen so verfroren aus. Ein Glühwein könnte helfen.“ Ich bedanke mich, während ich die Aufschriften auf dem Glühweinstand betrachte. Der Erlös aus dem Verkauf geht für den guten Zweck. Ja, der gute Zweck hat mich schon überzeugt. Aber ich hatte schon einen und ich muss noch fahren…

"Weihnachtsmarkt in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands" weiterlesen

Seit einigen Minuten verfolge ich nun die Leuchtanzeige über meinem Kopf. Bus kommt in sieben Minuten. Bus kommt in fünf Minuten. Bus kommt in zwei Minuten. Und da, da kommt er schon – fröhlich und erwartungsvoll stelle ich mich an den Rand des Gehsteigs. Nur um dann den starken Luftzug des vorbeifahrenden Vehikels an meinem Gesicht zu spüren. Der Bus ist weiter gefahren. Mit zersaustem Haar stehe ich da wie ein begossener Pudel.

"Bus fahren in Dublin" weiterlesen

Es regnet, doch es ist kein Regen, wie wir ihn kennen. Die Wassertropfen fallen nicht senkrecht herunter, sie sind in der Luft, sie füllen den Raum, sammeln sich als Nebel um den gelben Lichtkegel der Straßenlaterne. Wir strecken unsere Köpfe nach oben, zu einem kleinen grauen Fenster empor. Da oben ist es, genau hier ist es passiert. Ein zugenageltes, schmuckloses Fenster. Hinter diesen Scheiben hatten sich Studenten auf unerklärliche Weise das Leben genommen…

"Das Geisterzimmer von Maynooth" weiterlesen

Dublin liegt an der Küste. Ist klar, ne? Daher ist die Stadt nicht nur für ihre gemütlichen Pubs bekannt, man kann hier auch wunderbar bei langen Spaziergängen am Wasser entspannen. Dafür sind zwei Orte gut geeignet: North Bull Island, wo es tatsächlich einen Sandstrand gibt und den Ortsteil Sandymount, wo du vor allem, wenn sich das Wasser bei Ebbe zurück zieht, kilometerweit durch den Schlick wandern kannst. Klingt nicht so nach Irland, klingt eher nach Nordsee? Geschenkt. Schnapp dir die Gummistiefel, nimm den Hund an die Leine und los gehts…

"Dublin – Wattwandern am Sandymount-Beach" weiterlesen

Langsam und vorsichtig nähere ich mich den Tieren, die Schutz in einem der vielen Baumhaine gesucht haben. Einige Hirsche sitzen gemütlich im Gras, zwei oder drei halten aufmerksam Wache. Aus einer anderen Richtung nähert sich auch ein Pärchen. Nicht so nah dran, denke ich mir, als ich sehe, dass beide jegliche Distanz zwischen sich und den Tieren zu überwinden suchen. Und dann hat die Frau noch eine Karotte in der Hand. Warte, die wird doch nicht etwa…

"Bitte nicht füttern – Die „wilden“ Hirsche im Phoenix-Park" weiterlesen

Es ist irgendwie wie ein schlechter Traum. Ich betrete einen Raum. Dieser Raum ist voller Menschen. Menschen, die still da sitzen und auf etwas warten. Die Spannung scheint mit den Händen greifbar zu sein, kaum ein Mucks ist zu hören. Ich spüre, ich bin hier falsch, denn hier wollte ich nie landen, nein, ganz und gar nicht – hier wollte ich nie hin. Ich befinde mich in einem Gerichtssaal. 

"Das Kilmainham Gaol – Wie Kasia ins Gefängnis kam…" weiterlesen