Ununterbrochen wird sie umringt, fotografiert, gefilmt. Es ist die Rolle ihres Lebens – die Rolle der glücklichen Braut. Und sie ist glücklich, wie sie mir, als wir uns später sehen, erklärt. Dies sei der schönste Tag ihres Lebens gewesen und genau so hatte sie sich ihn vorgestellt.

Doch im Vorfeld, am Tag ihrer Hochzeit, innerhalb des Trubels, des Lächeln und Posieren mache ich mir ein wenig Sorgen um sie.

"Wie Sizilianer feiern – Stefanias Hochzeit" weiterlesen

Wir schleichen durch die düstere Halle, langsam und vorsichtig betreten wir einen Raum nach dem anderen. Spärliches Licht gelangt durch die geschlossenen, kleinen Fenster und die dicken Vorhänge halten die Sommerhitze Italiens fern. An den Wänden sehen wir Gebrauchsgegenstände früherer Zeiten: Möbel, Truhen, eine geöffnete Truhe. In der Truhe liegt etwas; eine menschliche Gestalt. Ich trete näher.

"Siziliens Süden – Castello Chiaramonte" weiterlesen

Lächelnd stehe ich im Torbogen und habe dabei unbewusst eine erwartungsvolle Haltung angenommen. Und wieder und wieder schießt Jimmy* ein Foto von mir, und noch eines, und noch… doch bei jedem prüfenden Blick bin ich nicht zufrieden, denn keines dieser Bilder will mir so recht gefallen. Ich möchte, dass der Torbogen vollständig mit im Bild ist, warum klappt das denn nicht?

"Taormina auf Sizilien" weiterlesen

Diesen Tipp von unserem Vermieter Franco findet man so schnell in keinem der Sizilien-Reiseführer: die heißen Quellen von…
„Mensch, wo war das nochmal? Verdammt…“
Ich krame in den alten Fotos, krame in meinen Erinnerungen, suche nach irgend einem Hinweis. Francos Tipp mit den heißen Quellen mitten in den Wäldern (wer hätte gedacht, dass Sizilien überhaupt über solche Wälder verfügt…?) war Gold wert, doch heute, sieben Jahre später, verblasst bereits die Erinnerung.

"Sizilien – Heiße Quellen im Wald" weiterlesen

Die Fahrt mit der Seilbahn nach oben ist schon eine wackelige Angelegenheit; Jimmy* mit seiner Höhenangst schwitzt Blut und Wasser und versucht, sich nach Möglichkeit in der Mitte der schwankenden Kabine zu halten. Mit einer Hand umklammert er die Stange in der Mitte und wenn es Götter gibt, an die er glaubt, so betet er sie sicher just in diesem Moment an.

Wir sind auf dem Weg zum Gipfel des Ätna. 

"Am Gipfel des Ätna" weiterlesen

Das Land sieht aus wie ein vielfarbiger Teppich aus grünen Flächen, Feldern und sandfarbenen, kargen Gebieten. Mein Blick wandert weiter, bis hin zum Meer und den kleinen, weißen Spielzeugbooten, die von hier oben kaum noch zu sehen sind. Der Horizont verschwindet in feinem Dunst. Ich sitze da, schaue hinunter. Könnte ewig da sitzen und hinunter schauen.

"Sizilien – Die Burg von Erice" weiterlesen