Asien, Europa, Malediven, Nepal, Tschechien

Meine Reisehighlights 2019 – Teilnahme an Blogparade

Mit diesem Beitrag nehme ich Teil an der Blogparade „Meine 3 Highlights aus 2019„, die Jessica von Yummy Travel gestartet hat. Die Blogparade läuft noch bis Ende Januar, schaut unbedingt rein 😉

Gleichzeitig nehme ich euch mit auf einen kleinen Rückblick und zeige euch Orte und Ereignisse, die mich im letzten Jahr nachhaltig beeindruckt haben. Vorhang auf! 😉

 

Schnorcheln mit Walhaien auf den Malediven

6-20 Mai 2019, Pauschalreise, Strandurlaub mit Stefan
Unterkunft: Bungalow (jeah man…)
Highlight: Natur

Zur Anfang wollte sich diese Reise nicht wirklich zu einem Highlight entwickeln. Warum nicht? Nun, wie sag ich es am besten: sie war zu schön, um wahr zu sein.

Wie bitte?

Die maledivischen Atole. Es ist ein perfekter Traum, doch man langweilt sich genauso schnell. So erging es zumindest mir. Eine perfekte Welt, nur zu einem Zweck erschaffen: um dich zufrieden zu stellen. Es ist, als ob man immerzu aufzuwachen versucht, nach dem Echten sucht. Eine Reise, so ganz ohne Reibungsflächen? So ist reisen nicht! Schon am zweiten Tag fehlte mir etwas. Soll das Herumliegen am Strand etwa das sein, wofür ich hierher gekommen bin?

Nicht falsch verstehen, der erste Anblick des unglaublich blauen Wassers und der ewig langen, schneeweißen Sandbänke haut einen erstmal um. Auch die Unterwasserwelt ist irre schön und die ganze Insel duftet nach Blumen. Es ist perfekt.

Es ist unecht.

Doch ich muss sagen, etwas Grandioses habe ich auf dieser Reise doch erlebt, und zwar das Schnorcheln mit Walhaien. Einmalig, diesen großen, sanften Tieren so nahe zu kommen. Als der Walhai direkt auf mich zugeschwommen kam, machte ich vor lauter Angst fast ein Salto im Wasser. Der Riese gab sich so unbeeindruckt, als wäre ich nur ein kleiner Wasserfloh. Und vielleicht war ich das auch – just in diesem Augenblick.

Noch lange danach sah ich vor meinem inneren Auge das riesengroße Maul auf mich zukommen und fühlte, wie mich die Wellen davon tragen. Und das Grinsen ging mir gar nicht mehr aus dem Gesicht. Also hat sich das, was anfangs „nur“ herumliegen am Strand zu werden „drohte“, doch zu etwas Grandiosem entwickelt. Verbuchen wir das mal unter Natur 😉

 

In Bier baden in Karlsbad, Tschechien

Pfingsten, 8-10 Juni 2019, Städtetrip, solo
Unterkunft: Hotel
Highlight: Wellness

Karlsbad, die schöne, herausgeputzte Stadt, die vor heilenden Quellen und Kurbädern nur so strotzt! Ich glaube, das herausragendste Erlebnis war ein Bad im hölzernen Bierfass, gefüllt mit… na mit was wohl 😉 gefüllt mit Bier; oder zumindest mit seinen Bestandteilen: Hopfen und Gerstenmalz. Ungeheuer entspannend, im duftenden Wasser des Sprudelbades zu liegen. Vielleicht kam die Entspannung aber auch aus dem Zapfhahn neben der Wanne, aus dem man sich nach Belieben Helles und Dunkles zapfen konnte, soviel man wollte… Wie denn auch sei: jederzeit wieder!

Doch auch die Tour in den Karlsbader Untergrund war ein spannendes Erlebnis. Hier erfuhr ich eine Menge über die Entstehung der Karlsbader Quellen, die Wirkung des Heilwassers und konnte einen Blick auf die Versinterung der typischen Karlsbader Souvenirs werfen. Doch bei diesem Trip stand eindeutig Wellness im Vordergrund.

 

Nepal – chaotisch, spirituell, prägend

26 August bis 8 September 2019, Backpacking, solo
Unterkunft: div. Hostels, 1x Tharu Homestay in Chitwan
Highlight: slow travel, Natur, Kultur

Chaotisch, laut, stinkig. Anstrengend. Bereichernd. Voller neuer Eindrücke, voller herzlicher Menschen. Tolle Natur, leckeres Essen. Die traumhaften Mo-Mos vom Everest Momo Center, mit einem Hauch Schärfe und einem Schuss Koriander. Und natürlich der mit Duft von Räucherstäbchen geschwängerte, mystische Durbar Square

Noch lange nach der Reise spukte mir Kathmandu, das chaotische, unruhige Kathmandu, wie ein Geist im Kopf herum. Die Geräusche, dieses untergründige, tiefe, spirituelle, das den Chaos durchdringt. Begegnungen, Wanderungen, Geschichten. Wie die von der Frau, die mich auf einem Berg aufgelesen und zu sich nach Hause brachte. Ich könnte ewig erzählen. Nepal ist voller Geschichten.

So vieles muss ich noch aufschreiben, so vieles geistert noch in meinem Kopf herum. Nepal hat gleich drei Kategorien zugeteilt bekommen, denn wie könnte ich so ein komplexes Erlebnis in eine einzige packen? Wer schon einmal dort war, wird mir vielleicht zustimmen: Nepal entdeckt man langsam. Man lässt sich Zeit, lässt sich auf die Menschen ein. Es ergeben sich fast immer spannende Gespräche oder jemand lädt dich unerwartet zu sich nach Hause ein.

Kultur

Die Tempel, das allgegenwärtige Mantra: Om mani padme hum, das Mantra der Liebe und des Mitgefühls. Man hört es vielerorts: an buddhistischen Tempeln oder auch in der Stadt. Doch auch der Hinduismus nimmt einen wichtigen Stellenwert im Leben der Nepalesen ein. Buddhistischen und hinduistische Tempel existieren nebeneinander, und viele Nepalesen bekennen sich zu beiden Religionen. Im buddhistischen Affentempel lässt sich sehr gut sehen, dass sowohl die buddhistischen Stupas als auch hinduistische Schreine und Gottheiten ihren Platz haben. Im Pashupatinath-Tempel (Pashupati, wörtlich: Herr des Lebens), einem der wichtigsten Hindu-Tempels, werden Menschen zu ihrer letzten Ruhe begleitet und im Dakshinkali-Tempel nahe Kathmandu hatte ich die Gelegenheit, einer großen Opferzeremonie beizuwohnen.

Doch die Spiritualität der Menschen, die mich tief beeindruckt hat, macht nicht nur bei den Tempeln und religiösen Ereignissen halt. Sie ist allgegenwärtig, sichtbar in den kleinen Gebeten, die Menschen einfach so vor den kleinen Schreinen durchführen, die es überall in Kathmandu zu sehen gibt. Ein kurzer Moment der Andacht, bevor man sich weiter seinem Alltag widmet. Das Abbrennen der Räucherstäbchen und das Läuten der Glocke am Morgen, noch ehe die Sonne aufgeht und bevor der Tag beginnt. Diese kleinen Rituale geben den Menschen Halt.

Natur

Natur on mass erlebte ich im Chitwan Nationalpark, als ich auf einer Stay-over-night Tour den seltsamen Rufen der Hirsche lauschte (ja, richtig gelesen, die stoßen ganz schrille Rufe aus…), die sich auf einer Wiese unter unserem Baumhaus dicht an dicht zusammen drängten. Doch das half ihnen wenig, denn gegen Mitternacht kam der Tiger; mein Guide und ich hörten nur noch den Tumult und das panische Schreien der Tiere. Danach sagte der Guide: der Tiger hat sich eines geholt. Bei so einer Jagd zu lauschen ist etwas, das vergisst man nicht.

Natur on mass, als mich die Nashorn-Mutter bemerkte, wie wir hinter einem dicken Baumstamm kauerten und einen Blick auf sie und ihr Junges riskierten. Sie setzte an, um in unsere Richtung zu stürmen, doch dann passierte das völlig unfassbare: meine beiden Guides bäumten sich zu voller Körpergröße auf und vertrieben sie mit viel Krach und dem Schlagen mit Stöcken gegen den trockenen Baumstamm. Noch nie habe ich mein Leben auf diese Weise in die Hände von jemand anderen gelegt.

Wie gesagt, viele dieser Geschichten warten erst darauf, geschrieben zu werden.

Das Land hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Menschen, die Kultur… es ist eines der Reiseländer, welches ich nochmal besuchen möchte. Und dabei war ich noch nicht einmal Trekken, was ich unbedingt nachholen werde. Es gibt einen weisen Satz, was die Besucher des Landes betrifft. Er besagt folgendes: „Das erste Mal kommt man nach Nepal wegen der Berge; das zweite Mal kommt man wegen der Menschen.“ Bei mir war es umgekehrt. Beim ersten Mal kam ich wegen der Menschen. Das zweite Mal werde ich wegen der Berge kommen.

 

Island im Winter – wie aus einem Märchen

21 Dezember 2019 bis 1 Januar 2020, Pauschal-Busreise, solo
Unterkunft: Hotel, Hostel
Highlight: Natur, ganz klar Natur! 🙂

Ein einmaliges, ein sehr besonderes Land. Wie einem Märchen entnommen mit seinen schwarzen Stränden, Wasserfällen und stillen atmenden Gletscherlagunen. Brodelnde heiße Quellen. Und der stets vorwärts fahrende Bus mit einem Guide, der uns mit alten, isländischen Sagen und Mythen unterhält. Was hat es mit der menschenfressenden Katze auf sich? Was machen Trolle unter einem Wasserfall? (Sie duschen natürlich, was für eine Frage!) Island ist magisch und wer einmal dort war, wird es nie wieder vergessen.

Es ist ein Land, das mich einnimmt und davon träumen lässt, sofort zu packen und mich für immer dort niederzulassen. Es ist so ruhig und entschleunigt. Gerne würde ich die Insel noch einmal im Sommer sehen, wenn die Landschaft grün ist und Schafe auf den Weiden grasen. Weiße Nächte haben sicher auch ihren Reiz.

Und eigentlich sind Pauschalreisen gar nicht so mein Ding. Eigentlich. Denn in diesem Falle hatte ich vor einem Autotrip zu viel gesunden Respekt. Auf eigene Faust durch den isländischen Winter zu fahren ist nicht ohne; ich wollte mir die Gegebenheiten erstmal vor Ort anschauen. Das Wetter in Island ist unberechenbar und eine gute Vorbereitung ist alles. Zudem schonen Busreisen das Klima 😉

So, das waren sie: meine Highlights aus 2019 (statt drei sind es vier geworden…). Ich bin schon auf all die anderen teilnehmenden Beiträge gespannt. Nichts ist schöner als sich inspirieren zu lassen… 🙂

kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von windrose.rocks. Auf meinem Blog teile ich Geschichten. Die Geschichten meiner Reisen, die Geschichten der Menschen, die mir begegnen. Schon als Kind liebte ich es, mich in Erzählungen über ferne Länder zu verlieren. Die vergessenen, verstaubten Bücher im Regal, die mich nach Afrika und Südamerika entführten. Später die langen Reportagen, die Fernweh weckten. Heute lebe ich nicht mehr von den Erzählungen anderer Menschen; heute bin ich selbst der Erzähler.

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