Things to do – in Kathmandu

Things to do – in Kathmandu

Bis zuletzt hatte ich es irgendwie im Gefühl. Deswegen habe ich so lange nichts geplant und auch ewig nichts gebucht. Diese Reise hätte alles Mögliche sein können – von Palästina über Sri Lanka, Irland oder Indien – ja, es hätte sogar eine Segeltour oder ein Trip durch den peruanischen Dschungel werden können. Doch letzten Endes kristallisierte sich Nepal immer klarer heraus. Nachdem jedoch meine Reisebegleitung kurzfristig abgesagt hatte (ich war nicht wirklich überrascht, wie gesagt, ich hatte es im Gefühl…), heißt es nun für mich in Anbetracht der gekauften Flugtickets bei Katar Airways – Kasia, zieh es durch!

Zuallererst beruhige ich mein panisch gewordenes Umfeld. „Kannst du die Tickets stornieren?“ – so meine Mutter. „Wie, sie kommt nicht mit, wie kann sie nur?“ so mein Freund. Doch ich bin weder böse noch enttäuscht und die Tickets zurück geben will ich wirklich nicht. Nur meine Freundin Anne drückt mir die Daumen. „Ich bin sicher, dass du es schaffst und dass es eine tolle Erfahrung sein wird, an der du wachsen wirst.“ Ja, ich habe auch Panik. Ein wenig. Doch ja, Nepal wird großartig. Das weiß ich jetzt schon.

Ich beginne, etwas genauer zu recherchieren, schaue mir Bilder an, lese Berichte. Und weiß jetzt schon: Nepal wird der totale Schock, der totale Flash, Nepal wird der Wahnsinn. Ich fühle mich aufgeregt, habe dieses Kribbeln in mir. So viele Dinge müssen im Vorfeld eruiert werden: wie komme ich vom Flughafen zum Hostel? Wie bewege ich mich fort in der großen Stadt? Was alles werde ich brauchen und last but not least – was alles will ich sehen? Welche Route will ich nehmen? Wie sieht mein Zeitplan aus? Und nochmal: wie finde ich mich zurecht?

Im Laufe der Zeit arbeite ich einen groben Plan heraus, immer im Bewusstsein der Tatsache, dass die Pläne sich verändern, scheitern oder übern Haufen geworfen werden könnten und dass ich genügend zeitlichen Puffer einbeziehen müsste für alles, was da eventuell schief laufen könnte. Eine genaue Recherche ist unabdingbar, um nicht plan- und orientierungslos in Kathmandu zu stehen und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Ich bin gerne vorbereitet. Und dann rechne ich damit, dass es sowieso ganz anders kommt, als man denkt.

Mein Reisezeitraum fällt eigentlich noch in die Regenzeit. Das war die Idee meiner Begleiterin, denn Ende August bis Anfang September könne man, wie sie sagte, die Berge schon sehen und es fielen kaum noch Regenschauer. Der große Vorteil für mich: ich werde Nepal mehr oder weniger für mich haben, denn der große touristische Ansturm auf die Wandertreks rund ums Himalaja Gebirge beginnt erst ab Oktober. Nepal verzeichnet Jahr für Jahr steigende Touristenzahlen. Der Annapurna Trek ist einer der bekanntesten, doch ich werde mich an den weniger frequentierten Wanderstrecken orientieren – und hoffen, dass ich mich nicht verlaufe. Nachteil dieser Reisezeit ist wohl der ungewisse Zustand der Straßen. Je nachdem, wie stark die Regenfälle gegen Ende August noch ausfallen, können Straßen unpassierbar sein oder es kann zu Erdrutschen kommen. Und dann sitzt so eine kleine Kasia in einem Bus am Berghang – na danke. Wir werden sehen – wenn ich Pokhara oder den Chitwan Nationalpark sehen will, komme ich wohl um eine Busfahrt nicht herum.

 

Things to see in Kathmandu

  • Asan Bazaar, ein Markt nicht weit vom Durbar Squar. Am Durbar Squar gibt es Tempelanlagen zu sehen und in einem dieser Paläste wohnt die lebende Göttin, die Kumari von Kathmandu. Manchmal zeigt sie sich mittags am Fenster, wo sie bereits von Gläubigen und Neugierigen erwartet wird. Es gibt keine Garantie, die Göttin zu sehen, doch ich will es versuchen.
  • Pashupatinath, der berühmteste Hindu-Tempel des Landes mit seinen brennenden Ghats. Am Ufer des heiligen Flusses Bagmati werden Feuerbestattungen abgehalten.
  • Der Swayambhunath bzw. Affentempel
  • Die Stupa Bodnath, den größten buddhistischen Schrein Nepals umrunden
  • Die Freak-Street von Kathmandu, die ehemalige Hippie-Straße
  • Thamel – nichts Besonderes, nur das Touristenviertel von Kathmandu
  • Naulo, das Roboter-Restaurant, in dem Roboter das Essen servieren
  • PatanBhaktapur und Kathmandu sind die drei Königsstädte im Kathmandutal. Bhaktapur hat über 170 Tempelanlagen und in Patan gibt es den schönsten Durbar Squar, so werden die centralen Plätze mit Tempelanlagen genannt.
  • Nagarkot, ein Aussichtspunkt am Rande des Kathmandutals, mit Blick auf die Stadt und den Mount Everest

 

To see in Nepal

  • Chitwan Nationalpark nahe der indischen Grenze mit seinen Nashörnern und Tigern. Hier kann man Jeep Safaris, einen Jungle Walk oder eine Kanufahrt auf dem Rapti-River machen. Von Sorakhutte in Kathmandu fahren morgens gegen sieben Busse nach Sauraha, nahe des Nationalparks. Im Tharu Community Homestay kann man gleichzeitig am Leben der Nepalesen teilnehmen und in Ratnanagar heiße Quellen besuchen.
  • Pokhara soll ruhiger und schöner sein als Kathmandu. Von hier aus starten die meisten Treks, unter anderem der Mardi Himal Trek, der noch als Geheimtipp gehandelt wird. Ansonsten kann man am Phewa-See Bootstouren unternehmen oder zur Word Peace Pagoda hinauf wandern, um einen Ausblick über den See und die Stadt zu haben. Vielleicht erkunde ich den Devis Fall, den unterirdischen Wasserfall und das Höhlensystem der Mahendra Cave.
  • Der Mardi-Himal-Trek: die Wanderung dauert überschaubare 5-7 Tage, es wird in gemütlichen Teehäusern übernachtet, aus Eimern geduscht und sich mit Dal Bhat gestärkt (Dal Bhat Power, 24h!)

All diese Tipps sind meine Planung für Nepal und beinhalten nur die Ziele, die mich interessieren, sozusagen mein „digitales Notizbuch“. Es gibt noch so vieles zu sehen und eine große Auswahl an Treks, die man auch miteinander kombinieren kann.

Ob ich den Trek tatsächlich wandern werde, hängt sehr vom Wetter ab, wie gesagt, die Reise fällt noch in die Regenzeit. Zudem bin ich sicher von den ersten Eindrücken in Kathmandu so geflasht, dass ich vermutlich mehr Zeit im Kathmandu-Tal verbringen werde. Und mit zwei Wochen ist die Zeit in Nepal überschaubar. Eventuell eine zweite Nepal-Reise?

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