Gedanken

Berlin, Anschlag

Dezember 2016

Ich sitze jetzt schon eine Weile da, vor dem leeren Bildschirm, vor dem blinkenden Cursor, würde gerne etwas schreiben, doch ich weiß nicht, was. Akte 2016 am 20 Dezember; ich finde die Berichtserstattung zu… sensationsfokussiert.
Bilder. Bilder. Noch mehr Bilder.
Das Schlimme ist… ich befürchte, dass das noch nicht alles war. Ich befürchte, dass da noch was kommen wird. Mittel und Wege, anzugreifen, finden sich immer.

Haben wir nicht erst am Wochenende zwei große deutsche Weihnachtsmärkte, Erfurt und Goslar, abgeklappert? Hätte es nicht jeden Weihnachtsmarkt treffen können?

Und überall auf fast jedem Sender läuft weiter die aggressive, schreiende, weihnachtliche Werbung. Kauft, liebe Leute… kauft… als gäbe es kein Morgen.
Als wäre nichts geschehen.

Noch mehr Bilder. Ich bin jetzt bei n-tv.

Es sind die wichtigen, besonderen Tage, die oft zum Anlass für solche Angriffe werden. Es war der Nationalfeiertag in Frankreich. Es ist die Weihnachtszeit bei uns.

Die Flüchtlinge in Deutschland werden keinen leichten Einstand haben nach solchen Geschehnissen.

Menschen beten gemeinsam.

Es kann noch mehr entzweien – oder vereinen. Christen und Muslime. Muslime, die sich distanzieren, die mittrauern.

Doch, ich denke, das schlimmste Gefühl dabei ist die uns aufgezeigte, unsere Verwundbarkeit. Bei Frankreich sagten wir noch, oh, wie nah es doch war. Und jetzt? Jetzt sind es wir. Das Gefühl, dass es jeden, überall treffen kann. Auch (gerade?) dann, wenn man sich am sichersten fühlt.

Ich habe keine tröstenden Worte gefunden, weil ich keine solchen Gedanken habe. Nach einer Weile wird es wieder wie bisher. Die Weihnachtsmärkte werden laufen wie bisher, das Leben wird laufen wie bisher. Bis auf das mulmige Gefühl.

 

kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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