Gedanken

Zu Reiseblogs

Einen guten Ratschlag habe ich gleich zu Anfang mitgenommen, einen, der sich zieht wie ein roter Faden durch alle einschlägigen Foren: Sei einzigartig.

Ich folge meinem eigenen Kopf und auch wenn ich immer wieder verschiedene Reiseblogs durchstöbere, so lasse ich mich nicht allzu häufig davon inspirieren. Ein Grund dafür mag auch sein, dass sich viele Inhalte von Blog zu Blog wiederholen. Vervielfältigtes Wissen. Unzählige Packlisten, Zusammenfassungen der Welt- oder je nach Thema Asien; -Europa; Afrikareisen. Was ich lieber lese, sind die Geschichten der Menschen. Ich will keine Zusammenfassung. Ich will wissen, was genau du erlebt hast. So schreibe ich.

Auch das menschliche interessiert mich. Die über mich Seiten sind die, die von mir zuallererst angeklickt werden.

Doch ja; Ratschläge. Je tiefer ich in die Materie einsteige umso mehr kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass alle Blogs heutzutage darauf ausgerichtet sein sollten, Menschen eine Hilfestellung zu bieten, als vielerlei erdenkliche Art und Weise. Ist ja ganz nett.

Doch tja, da fängt das große Grübeln auch schon an. Denn mit dem Helfen ist es bei mir noch weit hin. Ich sehe alles mit den Augen des Erstklässlers, denn an vielen Orten bin ich, staunend, zum allerersten Mal. Und dieses Neue, diese Aufregung, die möchte ich mit Dir teilen. Wie könnte ich mich da erdreisten, Dir Reisenden Tipps und Ratschläge zu geben? Wenn man wirklich, authentisch auf Reisen ist, nur für sich selbst, nicht für’s Publikum, wie kann man da fünf Hostels und ebenso viele Autovermietungen getestet haben und weiterempfehlen? Wie kann ich mich guten Gewissens zum Reiseexperten hochstilisieren, nur weil ich zweimal den Fuß nach, sagen wir, Spanien gesetzt habe?

Man wächst mit seinen Reisen und ich will Dich mit mir wachsen lassen. Doch sind Dir die ersten Erfahrungen in einem fremden Land bereits eine Hilfestellung? Ich weiß es nicht.

Erfahrungen, Geschichten. Ich lasse den Leser ganz nah an die Geschehnisse heran und lasse ihn am Erlebten teilhaben. Und ab und zu, wenn es angebracht ist und meine eigene Erfahrung wiederspiegelt, lasse ich ein paar Tipps und Empfehlungen einfließen. Doch ein reiner Helfer-Reiseblog? Nein, das bin ich wahrlich nicht.

Denn das ist es, was ich an anderen Blogs so oft vermisse: Sie berichten teilweise sehr allgemein, immer mit dem Blick darauf, was dem Leser nutzen könnte. Nicht falsch verstehen, das ist gut so und oftmals sogar sinnvoll. Doch ich suche das Erlebte, die Erfahrung, den eigenen Eindruck, verbunden mit einer guten Geschichte. Nimm mich mit auf deine Reise so wie ich dich auf meine Reise mitnehmen möchte. Ich möchte keine Erfahrungsberichte, in Tipps umgewandelt. Ich möchte deine persönliche Geschichte, die ich miterleben darf.

Aber ich muss sagen; leider werde ich in der Bloggerwelt solcher Beiträge kaum fündig. Und wenn doch, fesseln mich solche Seiten und lassen mich nicht mehr los.

So wie Carina von Pink Compass, die ihre ganze Persönlichkeit in ihren Blog einfließen lässt. Ich lebe, leide und erfreue mich mit ihr, die Person, die sie durch ihren Blog kreiert hat, ist, so vermessen das jetzt klingt, zu einer guten, imaginären Freundin geworden. Sie inspiriert mich und lässt mich glauben, dass wir alle Großes leisten können.

An Bravebird schätze und bewundere ich ihre absolute Offenheit und Ehrlichkeit. Sie gibt nicht nur das Schöne, sondern auch ihre Schattenseiten preis, teilt gute und schlechte Erfahrungen mit dem Leser und versucht, nichts zu beschönigen. Da spüre ich, dass ein authentischer, ehrlicher Mensch dahinter steht, der sich durch nichts verbiegen lässt.

Während Carina mich inspiriert und ihr Hunger auf das Leben selbst mein Herz höher schlagen lässt und mir Tränen des Glücks in die Augen drückt, ist Ute (Bravebird) die Antwort auf all die leisen Zweifel in meinem Kopf, die Stimme, die sagt; ja, es ist nicht alles heiterer Sonnenschein und ja, es gibt Menschen, die zweifeln und das ist auch gut so. Denn auch das Dauerreisen hat Schattenseiten, und auch das Reisen alleine. Es bringt nichts, diese wegzudiskutieren, sie sind da. Und indem Bravebird diese Schattenseiten anspricht, zeigt sie den Menschen, dass sie sie ernst nimmt mit ihren Zweifeln, aber trotzdem zu ihren Weg steht, ihren Weg geht.

Es gibt schon genug Blogs, die voller heiter Sonnenschein sind. Und als nächstes nehmen wir uns alle an den Händen und singen Kumbaya…?

Sowohl Flügel wie auch Wurzeln sind wichtig, und Zweifel entstehen aus der Intuition heraus. Sowohl Träume wie auch Bedenken haben ihre Berechtigung, doch die Bedenken, einmal berücksichtigt, brauchen uns ja von unseren Träumen nicht abzuhalten… 😉

Einen richtig geilen Artikel zum Thema „Was Blogger nervt“ von Simon Zryd (umdieweltreise) gibt es hier...

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kasia

Hi, ich bin Kasia, die Stimme von "windrose.rocks" :-)
Treibt Dich die Frage um, was sich denn alles jenseits der heimischen Couch verbirgt, bist Du rastlos und neugierig wie ich und spürst den Drang in Dir, in die Welt hinaus zu gehen? Dann tue es! Ich nehme Dich mit auf meine Reisen und lasse Dich hautnah das Unterwegs sein miterleben - in all seinen Facetten. Lass Dich inspirieren, komm mit mir und warte nicht länger, denn... die Welt ist so groß und wir sind so klein, und es gibt noch so viel zu sehen!

Die Welt wartet auf uns.

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