Wie ich in Hannover Hiroshima fand

Hannover, März 2017

„Das ist es?“ Frage ich erstaunt den Passanten.
Das ist es? Denke ich und laufe weiter, die Schultern leicht nach oben gezogen, den Kopf einziehend. Es weht ein kalter Wind. Wie ich in Hannover Hiroshima fand weiterlesen

Bremen: Der Flyer

Bremen, März 2017
Teil 1.

„Der Mann hat ja zwei Anschläge verübt!“
Ich stochere in meiner Reisschüssel herum, während ich umso konzentrierter in den Beiträgen vor mir auf dem IPad blättere. Mit angehaltenem Atem lese ich die Schlagzeilen.
„Terror-Fürst endlich verhaftet.“ Steht da. Unter anderem, denn da steht noch mehr. Und es wird darüber spekuliert, wer von beiden, die Türkei oder die USA, mehr Anspruch darauf hat, das Auslieferungsabkommen mit Deutschland für sich geltend zu machen… Bremen: Der Flyer weiterlesen

Bremen: „Lasst diesen Mann frei!“

Bremen, März 2017
Teil 2.

Das Schmorcurry schmeckt ausgezeichnet. Zwischen zwei Bissen runzle ich kauend die Stirn.
„Tja… es gab wohl Gründe, wieso der Mann verhaftet worden ist… nichts geschieht einfach so.“ Bremen: „Lasst diesen Mann frei!“ weiterlesen

Bremen: Streetkitchen Jackie Su

Bremen, März 2017
Teil 3.

Es ist später Nachmittag, die Sonne steht schräg. Ich laufe die Seitenstraße entlang, entferne mich immer weiter vom Bremer Rathaus und schaue hungrig in die Restaurants hinein, während mich im Hintergrund noch andere Gedanken beschäftigen. Ein Schild mit dem Schriftzug Streetfood Jackie Su zieht mich magisch an – für Street Food aller Art bin ich immer zu haben. Bevor ich mich hinein traue, betrachte ich nachdenklich die Speisekarte – eine gut gewählte Mischung aus ungewöhnlichen, asiatischen im Allgemeinen und indischen im Speziellen, Gerichten
Dann stoße ich die Tür auf. Bremen: Streetkitchen Jackie Su weiterlesen

Base Camp

Bonn, März 2017
Teil 1.

Base Camp. Was ist Base Camp? Das klingt so ein bisschen nach Space Shuttle, meint Ihr nicht? Nach einer „Base“ irgendwo am Fuße eines hohen Berges… zumindest konnte ich mir nichts Näheres darunter vorstellen, trotz der Bilder der vielen Wohnwägen, die mir vom Reiseportal her im Gedächtnis blieben. Base Camp weiterlesen

Florenz

Toskana, Juli 2012
Teil 1.

Florenz – das war die erste Tour mit meiner Freundin Nina. Florenz war Kunst, abendliche Musik und ungewöhnliche Menschen, die wir trafen. Es war Auszeit und Erfahrung zugleich, wie ein schlafwandlerischer Traum voller Lichter und Schönheit – und muskulöser, weißer Statuen aus Stein…  Florenz weiterlesen

Stadt der Kunst und Musik

Toskana, Juli 2012
Teil 2.

Nie werde ich den ersten Abend in der Altstadt von Florenz vergessen. Man taucht in die Erinnerung ein und, erstmal mittendrin, erinnert man sich an so viele Details… so viele Bilder flattern im Kopf herum und warten darauf, in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Die Studentin, die Opern gesungen hatte, so beeindruckend und kraftvoll, dass wir nicht umhinkamen, uns zu fragen, wie denn diese Stimme aus solch einem kleinen, zarten Körper kommen konnte. Stadt der Kunst und Musik weiterlesen

Der erste Abend

Toskana, Juli 2012
Teil 3.

Die Stimme der Sängerin ist kraftvoll und klar. Zuerst hören wir im Dunkeln nur den Klang ihrer Stimme, sehen nichts außer einer Menschentraube, die sich mitten auf dem Bürgersteig versammelt hat. Wir drängen uns an ihnen vorbei, um mehr zu sehen; die Fantasie malt mir bereits das Bild einer kräftigen, stark geschminkten Opernsängerin in langem, glitzernden Kleid.  Der erste Abend weiterlesen

„Prego!“

Toskana, Juli 2012
Teil 4.

So viel hatte ich schon über Touristenfallen gelesen – Lokale, die Besucher anlocken und niedere Qualität zu überteuerten Preisen anbieten. Nahe berühmter Sehenswürdigkeiten aller Art sollen sie sich befinden und man solle sie meiden wie die Pest.

Und all das Wissen, all die Vorkenntnis hindert uns jetzt nicht daran, beim erstbesten Lokal am Dom von Florenz dem erstbesten nett lächelnden Kellner in die Fänge zu laufen und uns an einen der kleinen Tische dirigieren zu lassen.  „Prego!“ weiterlesen