Florenz

Toskana, Juli 2012
Teil 1.

Florenz – das war die erste Tour mit meiner Freundin Nina. Florenz war Kunst, abendliche Musik und ungewöhnliche Menschen, die wir trafen. Es war Auszeit und Erfahrung zugleich, wie ein schlafwandlerischer Traum voller Lichter und Schönheit – und muskulöser, weißer Statuen aus Stein…  Florenz weiterlesen

Stadt der Kunst und Musik

Toskana, Juli 2012
Teil 2.

Nie werde ich den ersten Abend in der Altstadt von Florenz vergessen. Man taucht in die Erinnerung ein und, erstmal mittendrin, erinnert man sich an so viele Details… so viele Bilder flattern im Kopf herum und warten darauf, in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Die Studentin, die Opern gesungen hatte, so beeindruckend und kraftvoll, dass wir nicht umhinkamen, uns zu fragen, wie denn diese Stimme aus solch einem kleinen, zarten Körper kommen konnte. Stadt der Kunst und Musik weiterlesen

Der erste Abend

Toskana, Juli 2012
Teil 3.

Die Stimme der Sängerin ist kraftvoll und klar. Zuerst hören wir im Dunkeln nur den Klang ihrer Stimme, sehen nichts außer einer Menschentraube, die sich mitten auf dem Bürgersteig versammelt hat. Wir drängen uns an ihnen vorbei, um mehr zu sehen; die Fantasie malt mir bereits das Bild einer kräftigen, stark geschminkten Opernsängerin in langem, glitzernden Kleid.  Der erste Abend weiterlesen

„Prego!“

Toskana, Juli 2012
Teil 4.

So viel hatte ich schon über Touristenfallen gelesen – Lokale, die Besucher anlocken und niedere Qualität zu überteuerten Preisen anbieten. Nahe berühmter Sehenswürdigkeiten aller Art sollen sie sich befinden und man solle sie meiden wie die Pest.

Und all das Wissen, all die Vorkenntnis hindert uns jetzt nicht daran, beim erstbesten Lokal am Dom von Florenz dem erstbesten nett lächelnden Kellner in die Fänge zu laufen und uns an einen der kleinen Tische dirigieren zu lassen.  „Prego!“ weiterlesen

Jonny & Ale*

Toskana, Juli 2012
Teil 5.

Keine Ahnung, wo wir sie aufgetrieben haben. Oder sie uns? Wie auch immer, plötzlich sind wir mit den beiden unterwegs und sie zeigen uns die Nacht von Florenz.

Lag es an der Hitze? An dem Rauschen des Wassers? Den leisen Schritten anderer Fußgänger, die über das Steinpflaster flanierten?Vermutlich lag es wieder einmal an Nina; an ihrer Ausstrahlung, die Menschen jeglicher Nationalzugehörigkeit, Geschlechts und Kultur für sich einzunehmen vermag. Wir wandeln zu viert durch das nächtliche Florenz.  Jonny & Ale* weiterlesen

Der Garten von Palazzo Pitti

Toskana, Juli 2012
Teil 6.

Wir nähern uns der linken Seite; von dort aus beginnen wir unsere Erkundungstour. Am gemauerten Eingang mit den vielen Säulen vorbei passieren wir eine Skulptur von Bacchus, dem Gott des Weines und der Lebensfreude, der nackt, dickbäuchig und zufrieden mit einem Lorbeerkranz auf seinem Haupt auf einer Schildkröte reitet. Die Statue fällt mir besonders ins Auge; gerade hier in Florenz, inmitten so viele nackter, perfekt in Stein gemeißelter Körper bildet sie einen herrlichen Kontrast zum Ideal. Der Garten von Palazzo Pitti weiterlesen

Peppe

Toskana, Juli 2012
Teil 7.

Bekanntschaften zu schließen ist in Florenz kein Problem. Insbesondere dann nicht, wenn man das Glück hat, als zwei junge, quasi alleinstehende Frauen durch die Gegend zu laufen. Es möchte uns jeder einmal mehr die Stadt zeigen. An sich ist das gar nicht so verkehrt.  Peppe weiterlesen

Die Strand-Disco

Toskana, Juli 2012
Teil 8.

Wir folgen Peppe durch die dunklen, abgelegenen Bezirke von Florenz, passieren wenig belebte und schummrig beleuchtete Gassen der Altstadt. Unruhe macht sich breit. Nina und ich wechseln bedeutsame Blicke miteinander. Wo bringt der Alte uns hin? Ist es noch weit, wollen wir wissen. Nein, wir sind gleich da. Er wolle uns was zeigen. Die Strand-Disco weiterlesen

Wer ist Peppe?

Toskana, Juli 2012
Teil 9.

So wurde Peppe unser Begleiter auch für den darauffolgenden Tag. Wieder einmal laufen wir durch das nächtliche Florenz und am belebten Ufer des Arno entlang. An der Ponte Vecchio lauschen wir den Gitarristen, von vielen Menschen umgeben. Ab und zu streift eine Polizeipatrouille durch die Menschenmenge. Wer ist Peppe? weiterlesen

Der polnische Gitarrist

Toskana, Juli 2012
Teil 10.

Nina wollte unbedingt ein Bild mit ihm.

Manchmal am Nachmittag, doch meist gegen Abend saß er da und spielte. Er war meistens am Piazza della Signoria anzutreffen – es war diese – seine – Musik, die uns jeden Abend umgab, die uns zu dem erleuchteten Podest mit den Krieger-Skulpturen führte, wo wir dasaßen mit unzähligen anderen ganz jungen Menschen und seine Musik mit ihren sanften, melancholischen Klängen eine wunderbare Atmosphäre erzeugte. Hier und da wurde ein Bierchen gekippt; eine ganz entspannte Stimmung.

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