Die Brücke von Remagen

Remagen, März 1945

Der Führer tobt. Er schreit. Er läuft den Raum auf und ab, das Gesicht feuerrot angelaufen. Seine Männer haben versagt. Versager, alle miteinander! Seine Stimme wird heiser.
Oder…
Der Gedanke ist so naheliegend und zugleich ungeheuerlich, dass er sich kurz setzen muss. Sein Gesicht wird noch eine Spur dunkler.
Vielleicht haben sie gar nicht versagt. Nein, unmöglich; schließlich nennt er die besten Offiziere des Landes sein eigen. Sie haben nicht versagt… sie habe ihn verraten! Die Brücke von Remagen weiterlesen

Die Apollinaris-Kirche

Remagen, Juni 2017

Ich fühle mich komplett entrückt, wie in einer anderen Zeit. Alle Geräusche sind fern, gedämpft, wie in Samt gehüllt. Ich bleibe sehr lange. Betrachte eingehend die Wandbilder, den Altar, das hohe Deckengewölbe, fange die Details auf und immer wieder eröffnen sich mir neue. Das Licht fällt durch die Rosettenfenster und erleuchtet die Tür. Die Sonnenstrahlen, der indirekte Schein lässt den Gang unwirklich erscheinen. Ja, das ist das Wort, welches ich gesucht habe. Unwirklich. Das Tor der Barmherzigkeit, steht über dem Torbogen. Was bedeutet es?

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Die Frau vor meiner Tür

Kalenborn, Juni 2017

Als ich mein Zimmer verlasse, stutze ich kurz. Ich drehe mich leicht zur Seite, die Augenbrauen runzelnd. Habe ich da eben richtig gesehen? Ist es…?
Ja, ist es. Es ist ein Hintern. Riesig, überdimensional. Übermächtig. Er gehört einer Frau. Einer sehr korpulenten Frau.
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Das Ulmener Maar

Eifel, April 2017

Als ich am nächsten Morgen in Frühstücksraum sitze, liegt ein Nebelschleier über den Hügeln der Eifel. Die Sonne scheint matt auf das scheinbar mit Spinnweben geflochtene Netz.
„Hier: Der Blick ins Tal vom Blick ins Tal aus.“ Schreibe ich unter das an Stefan verschickte Bild. Das Ulmener Maar weiterlesen

Blick ins Tal

Eifel, April 2017

Ein später Nachmittag mit einem leicht trüben Himmel, an dem die Sonne wie ein Geist nur dem Namen nach präsent ist. Eine sich schlängelnde Straße, die zwischen Bergen und Tälern entlang führt, teilweise so eng, dass mir jeder Gedanke an Gegenverkehr Schnappatmung verursacht. Und ein ungeduldiger Zeitgenosse, der hinter mir gerne mal Nürburgring spielen würde – es aber nicht kann… Blick ins Tal weiterlesen

Luxemburg – fast and furios…?

Zelten in der Eifel, August 2016
Teil 2.

Anfangs hatte ich gut geschlafen, doch in der Nacht weckte mich ein Anliegen, das sich irgendwann nicht mehr ignorieren ließ. Irgendwann morgens um drei kroch ich aus dem Zelt, zog meine Schuhe an und ging den langen Kiesweg zu den sanitären Räumen entlang. Der Himmel hatte sich stellenweise zugezogen und es blitzte und donnerte in der Ferne. Der Fluss plätscherte zuverlässig vor sich hin und der Campingplatz lag in tiefer Ruhe. Luxemburg – fast and furios…? weiterlesen

Zelten in der Eifel – und meine Erfahrungen mit der Actionpro

Zelten in der Eifel, August 2016
Teil 1.

Gespannt löse ich die Actionpro x8-Kamera aus der Verpackung. So, mein kleines Teil… mal sehen, was du so alles kannst! Zelten in der Eifel – und meine Erfahrungen mit der Actionpro weiterlesen