Chillen am Strand – auch All Inclusive hat seine Reize

Chillen am Strand – auch All Inclusive hat seine Reize

Die Temperaturen sind perfekt, hier auf der Liege mit dem Gesicht zum Strand. Der angenehme Wind erinnert an Aruba, die Insel unter den Winden, und lässt schnell vergessen, wie heiß und wie schwül es hier tagsüber sein kann. Die Strandverkäufer versuchen unermüdlich, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen, während das scheue Streifenhörnchen vor uns auf dem Baumstamm es tunlichst vermeidet, selbige auf sich zu ziehen. Stefan liest und ich schreibe… na ja, eben das hier.

Anscheinend ist hier just vor fünf Minuten ein Einmeter-Waran vorbeigekommen und hat ein wenig die Gäste aufgescheucht. Und was macht Kasia in der Zeit? Kasia ist auf dem Zimmer und verpasst das Spektakel.

Gestern Abend kamen wir nach der sechs Tage dauernden Tour mit Soliya ins Hotel zurück. Unsere Freunde, die netten deutschen und österreichischen Paare trafen wir an der Bar an, wo sie, wie ich stark vermute, fast jeden Tag und jeden Abend ihres Urlaubes verbrachten. Stefans etwas angeberische Schwärmerei für Supuns Tours hatte zufolge, dass die Visitenkarten, die mir unser Fahrer beim Abschied in die Hand drückte, noch am selben Abend bereits vergriffen waren. Wir lassen die tolle Tour bei einem Cocktail ausklingen, daraus werden zwei und drei und schließlich endet alles in einer selbstgemachten Strandparty bei Live Musik, für die ein vom Hotel angestellter Alleinunterhalter sorgt. Zunächst bemerke ich den Mann gar nicht, denn seine exzellente Stimme lässt mich an eine Originalaufnahme vom Band glauben.

Wir sind eine lustige Runde und irgendwann fangen die ersten an zu tanzen; geendet hat das Ganze in einer Polonaise, in die alle zufällig vorbeigekommenen Gäste jeglicher Colour mit hineingezogen werden. So ergeht es auch den zwei chinesischen Mädchen, die schließlich auch in der Menschenschlange mittanzen, die sie soeben mit ihren Smartphones auf Video festzuhalten versuchten. Stefan singt (!) laut die Lieder mit. Ich habe ihn selten so gelöst gesehen.

Jetzt beobachte ich die Streifenhörnchen, die wie angeklebt am Baumstamm hin und her flitzen. Wenn sie mit Brotkrümmeln oder anderem angelockt werden, fressen die Tierchen sogar aus der Hand, was uns eine Urlauberin eindrucksvoll vorführt. Doch schnell versammelt sich eine Horde Krähen um sie herum und die kleinen Nager bleiben weg. Eine Krähe setzt sich hinter mich ans Kopfende der Liege und schaut mich forsch aus dem pechschwarz glänzendem Auge an. Sie versucht, ihre Chancen auf Essbares abzuschätzen und unwillkürlich muss ich daran denken, dass diese Tiere intelligenter sind als Hunde.

Die „Streifenhörnchen-Flüsterin“

Sri Lanka hat eine unglaubliche Vielfalt an diversen Vogelarten aufzubieten, so dass wir immer wieder etwas Neues entdecken. Gerade hüpft ein Vogel am Baum herum, der aussieht wie ein Specht mit roter Punkerfrisur. Bestimmte Arten sind hier endemisch, wie zum Beispiel der Grau-Langur-Affe, das Sumpfkrokodil oder das Lafayette-Huhn, der Nationalvogel Sri-Lankas.

Tagsüber faulenzen wir auf der Liege, abends türmen sich Gewitterwolken auf. Am Vormittag ist das Hotel wie eine Festung von Strandverkäufern umzingelt, die am Zaun stehen und das Treiben in der Anlage keine Sekunde lang aus den Augen lassen; am Abend trauen wir uns dann raus an den Strand. Dann verschwinden die aufgehängten, bunten Kleidchen wie von Zauberhand; für die Beachboys ist dann Mittagessenszeit oder Familienzeit, oder aber sie gehen in die Kneipe, um der Familie zu entkommen, wer weiß das schon so genau…

Weiße Tempelblumen fallen uns vor die Füße, ihr Duft ist berauschend. Der Himmel ist mit Wolken verhangen, das Meer hat eine gelbliche Färbung angenommen. Der Abend naht und alles wartet auf den täglichen Regen.

 

Am Abend, einen Tag später…

Die Wellen sind mal sanft, mal stürmisch – mal umschmeicheln sie die Füße, mal schlagen sie mit voller Macht gegen die Oberschenkel. Das Meer ist stürmisch, mal mehr mal weniger, doch die Farben am Horizont, da, wo sich die Wolken sammeln und das Licht sie flutet, sind magisch. Immer wieder anders. Rund anderthalb Stunden stehe ich hier schon am Wasser und schaue der Sonne beim Wandern zu, versuche, die kleinen Krustentiere aus dem Sand zu graben, die sich beim Zurückziehen der Wellen immer wieder schleunigst im weichen, nassen Sand einbuddeln. An einer Unregelmäßigkeit in der nassen, spiegelglatten Fläche kann man sie erkennen, an einer halbmondförmigen Ausbuchtung im sonst glatten Sand. Ich zeige Stefan, der sich zu mir gesellt hat und mit seiner Zigarette zufrieden im Sand steht, wie man die Tierchen findet; genauso wie es mir „mein“ Beachboy am ersten Tag gezeigt hat.

Das Licht wird immer leuchtender, die Farben am Himmel immer intensiver: Pastelltöne von babyblau bis rosa, intensives Gold, das sich in den Wellen spiegelt. Magisch und immer wieder anders. Als die Dämmerung einsetzt, sehen wir Flughunde wie ausgeschnittene, schwarze Schablonen sich scharf vom abendblauen Himmel abzeichnen. Der Security-Mann lächelt mir zu. Immerzu hat das Personal hier ein Auge auf den Strand und die Touristen, die sich dort aufhalten; am Strand weht eine rote Fahne. Auch ohne mich groß auszukennen ist die Bedeutung klar: rot heißt Gefahr, Baden ist nicht drin. So trauen sich die Leute nur bis zu den Waden in den stürmischen Ozean.

 

„Marihuana kaufen? Kein Problem…“

Heute Mittag liegen wir faul auf der Liege herum, das grandiose Frühstück gut im Bauch verstaut. Ich sagte bereits zu Stefan, das ich den Chefkoch und den Konditor am liebsten beide in den Koffer stecken und mit nach Deutschland nehmen würde, auf dass sie für mich kochen mögen. Es ist wolkig und es weht ein erfrischender Wind. Ich laufe vor zum Zaun, der den Strandbereich vom Hotelterrain abgrenzt, lehne mich an und betrachte die Wellen und den ockergelben Sand. Lange bleibe ich nicht allein: wie ein Flaschengeist taucht ein Strandverkäufer neben mir auf.

„Heute ist kein guter Tag zum Schwimmen.“ Sagt er und ich nicke. „Woher kommst du? Deutschland oder Russland?“ Da ich den Smalltalk bereits kenne, warte ich ab, um zu sehen, was der Mann (verkaufen) will. Es ist immer wieder interessant, die Vorgehensweise der Jungs zu beobachten.

Zunächst kommt Smalltalk. Wie gehts? Schönes Wetter… Woher kommst du? – und mit dieser – Woher Kommst Du – Frage fängt das taktische Verkaufsgespräch bereits unbemerkt an, ehe überhaupt ein Angebot gemacht worden ist. Das nennt man: ich lote das Gewässer aus. Die als nächstes angebotene Ware (Tuk Tuk? Zigaretten? Schmuck?) richtet sich preislich nach dem Herkunftsland des Kunden (die cleveren der Verkäufer haben sich ein paar Sätze in der entsprechenden Landessprache bereits angeeignet) und liegt optimalerweise ein wenig, jedoch nicht allzu viel, unter den im Herkunftsland gängigen Preisen. So hat der kaufwillige Kunde das Gefühl, ein Schnäppchen gemacht zu haben, der Verkäufer hingegen ist zufrieden mit seinen Gewinn.

Da ich weder Zigaretten noch Tuk Tuk noch irgend eine Art von Schmuck gebrauchen kann (der Bruder hat zufälligerweise ein Schmuckgeschäft in der Stadt; es ist erstaunlich, wie viele Leute einen Bruder/Vater/Onkel mit Schmuck/Souvenir/sonstigen Geschäften haben, man kann ja schlecht erzählen, hey mein Lieber, komm mit und ich erhalte eine Provision…), winke ich ab. Immer schön „nein, danke“ sagen, lächeln und stets freundlich bleiben. Ich halte nichts davon, die Jungs komplett zu ignorieren oder gar anzuschnauzen, so wie es manch andere Urlauber tun, schließlich sind es Menschen und keine Hunde. Und wann, wenn nicht im Urlaub, wenn man entspannt ist und die Seele baumeln lässt, hat man sonst die Muße und Ausgeglichenheit, um sich in Geduld und Freundlichkeit zu üben?

Zigaretten interessieren mich zwar nicht und auch keine Tuk Tuk Fahrt, ich habe jedoch eine andere Idee. „Verkaufst du auch Zigarren?“ Frage ich mit eher wenig Hoffnung, dass ich hier auf Sri Lanka wirklich so etwas bekommen könnte. Jedoch, wie mein Chef immer zu sagen pflegt: Man kriegt das, was man bestellt – denn der Mann verkauft (oder kennt jemanden, der das tut) tatsächlich Zigarren!

„Nicht Zigaretten; Zigarren, die großen? Ja, ich verstehe.“ Er grinst. „Magst du auch Marihuana? Kein Problem, du kannst auch Marihuana kaufen. Hier in Sri Lanka – kein Problem. Du kannst hier alles kriegen, kannst es sogar auf dem Hotelzimmer rauchen. Kein Problem in Sri Lanka. Wirklich nicht.“

Da ich keine illegalen Substanzen in einem Land konsumiere, dessen Gesetzgebung mir nicht geläufig ist, winke ich lachend ab. Sri Lanka ist nicht Amsterdam und davon abgesehen reichen mir die Zigarren völlig zu meinem Glück. So einigen wir uns auf einen Preis von knapp unter vier Euro für eine Zehnstück-Packung. Wesentlich günstiger, als es in Deutschland der Fall gewesen wäre, jedoch, da Sri Lanka eigenen Tabak produziert, hatte der Junge sicher eine nicht gerade kleine Gewinnspanne gemacht. Vor allem laut der weit verbreiteten Meinung: die Deutschen haben Geld.

Nun sitze ich auf dem Balkon und rauche meine Zigarre. Es ist dunkel und pünktlich mit Anbruch der Dunkelheit hatte es zu regnen begonnen. Die Zigarre schmeckt gut, sehr mild und aromatisch, entweder durch richtige Lagerung oder durch die allgemeine Feuchtigkeit in der Luft ist sie nicht so staubtrocken wie die Tabakwaren, die ich aus Deutschland kenne.

 

Zwanzigtausend Rupien

Gestern sind über hundert Personen aus Sri Lanka selbst im Hotel angekommen, beim Abendbuffet ging es entsprechend turbulent zu. „Die Leute kommen von der Insel und machen hier übers Wochenende Urlaub.“ Erklärt uns der Koch auf Nachfrage. Und fügt hinzu: „Sie sind sehr laut…“

Das Service-Personal muss sich nun zwei- und dreiteilen, um der vielen Arbeit gerecht zu werden. „Unser“ Service-Junge, dessen Aufgabe es ist, Getränke aufzufüllen, die Teller wegzuräumen und nach unseren Wünschen zu sehen, scheint seine Augen überall zu haben: Sobald etwas fehlt oder wir etwas brauchen, taucht er zuverlässig neben uns auf wie ein Flaschengeist, ohne dass wir ihn rufen müssen. Auch ist im Essensraum eigens eine Dame dazu abbestellt, den Gästen die Türen zu öffnen. Stefan hat einen der Poolboys, der sich sein Deutsch an der Abendschule beibringt, gefragt, was dieser so verdient. Der Junge sagte, es seien so an die zwanzigtausend Rupien jetzt in der Nebensaison monatlich. In der Hauptsaison werden es schon bis zu vierzigtausend Rupien.

Ein Euro sind aktuell ca. 191 Sri Lanka Rupien.

Der Mann hat trotz seines sehr jungen Alters eine Frau und zwei Kinder. Das bedeutet, dass eine vierköpfige Familie, vorausgesetzt nur einer arbeitet, mit ca. vier Euro am Tag auskommen müsste. Doch der Junge hat noch einen Nebenjob am Abend.

Kein Wunder, dass die Eintritte für Ausländer überall um ein Vielfaches höher sind, dass das Personal auf die Trinkgelder angewiesen ist; kein Wunder, dass die Händler so anhänglich sind, dass die Kokosnusspreise von den üblichen dreißig- bis vierzig Rupien plötzlich auf hundert Rupien ansteigen. Es ist ein Kampf, ein verdammt harter. „Doch das soll nicht unsere Sorge sein.“ Sagte ein Urlauber neulich zu mir.

Wirklich nicht?

Auch Spaß muss sein: Tauziehen der Hotelmitarbeiter 🙂

 

Die Neugier

Die Menschen, vor allem Kinder, werfen immer wieder faszinierte Blicke in meine Richtung. Vermutlich wundern sie sich, wie jemand so hell sein kann. Mit einem Mädchen habe ich bereits jetzt stillschweigend so etwas wie Freundschaft geschlossen. Sie hat ein kluges, aufgewecktes Gesicht und sie lächelt immerzu schüchtern, wenn sie mich sieht, und auch ein zurückhaltendes, kleines Winken ist drin.

Dafür sind die umherfliegenden Krähen überhaupt nicht schüchtern, wenn es darum geht, Essen von unbeaufsichtigten Tellern zu stibitzen. Eines dieser klugen Dinger haben wir sogar auf frischer Tat erwischt: mit einer Praline im Schnabel hob er den Kopf, schaute sich noch einmal um und flog davon…

Am Mittag feiert die Sri Lankische Reisegesellschaft, allem Anschein nach eine Arbeitsgruppe, eine Firmenfeier im Freien. Menschen organisieren Spiele und haben Spaß, während sich eine Schar Raben über die unbeaufsichtigten Teller hermacht. Die Streifenhörnchen auf den Bäumen trauen sich nun aus ihren Verstecken, sie werden von den Vögeln in Ruhe gelassen, die anderweitig beschäftigt sind. So hat jeder etwas davon…

Am letzten Abend kommt „unsere“ Kleine zu uns an den Tisch. Unsicher steht sie da und lächelt und möchte am liebsten Weglaufen, doch, ermuntert von ihrer Mutter, beginnt sie schüchtern, mir im fehlerfreien englisch von sich zu erzählen. Ich bin gerührt und versuche angestrengt, in der Geräuschkulisse um uns herum und dem Klirren von Tellern und Besteck, das Kind zu verstehen. Sie sagt ihren Namen, dass sie sieben Jahre alt ist und hier in der Nähe zur Schule geht. Das hier ist ihre Mama – besagte Mama lächelt mich an – und ihre beiden Brüder. Dann steht sie da.

„Hello!“ Sage ich. „It ist really nice to meet you.“ Mehr kriege ich nicht raus, so geplättet bin ich von der Ansprache. Das Mädchen lächelt und läuft weg, wir bleiben zurück und zerschmelze dahin. „War DAS nicht SÜÜÜß?“

Später laufe ich nochmal zurück, und diesmal ist es Stefan, der mich ermuntert. Ich habe mir für die Kleine etwas Besonders einfallen lassen. Ich finde sie am Buffet wieder und tippe ihr auf die Schulter. „Ayubovan! Mage nama Kasia.“ Das ist singalesisch und bedeutet so viel wie: Hallo, mein Name ist Kasia. Mehr Brauchbares gibt unser Reiseführer jedoch leider nicht her und so erkläre ich dem Mädchen auf englisch, dass wir aus Deutschland sind und morgen wieder zurück fliegen werden. „Sag ihr das besser.“ Meinte Stefan. „Sonst sucht sie morgen nach dir.“
Was für eine schöne Begegnung.

 

Meine Kultur, deine Kultur

Versonnen betrachte ich den Swimmingpool, während ich an der Bar auf meine Getränke warte. Vor allem Sri Lankische Familien haben sich hier eingefunden, diesmal sind Touristen in der Minderzahl. Ein deutsches Paar schwimmt eine Runde.

Die Kinder im Wasser trollen herum, lachen und spritzen sich gegenseitig nass. Mädchen und Jungen baden gemeinsam, doch erwachsene Frauen sehe ich im Wasser kaum. Sie sitzen vollbekleidet im Schatten am Rande des Pools und beobachten von da aus das Treiben ihres Nachwuchs. Und ich sitze da und betrachte sie, und viele Gedanken gehen mir dabei durch den Kopf.

Alle sprechen davon, wie wichtig es ist, sich respektvoll an die Gebräuche des Gast- oder Urlaubslandes zu halten. Auch ich war zu Anfang bemüht, mich an alle mir bekannten kulturellen Eigenheiten zu halten; Hotel hin oder her, meine Kleidung hatte immer eine angemessene Länge, ich aß nur mit der rechten Hand und achtete peinlichst darauf, niemanden beim Sonnen auf der Liege aus Versehen meine Füße entgegen zu strecken.

Aber vielleicht, denke ich mit Blick auf die spielenden Kinder, aus denen mal Männer und Frauen werden – vielleicht brauchen wir einfach ab und zu die knapp bekleidete Touristin, die mit kurzen Shorts am Pool flaniert; vielleicht brauchen wir die Amis, Deutschen und Engländer, die ihr Essen je nach Situation mit links oder mit rechts zu Mund führen und vielleicht brauchen wir den Bikini, der verwunderte Blicke der Einheimischen auf sich zieht. Respekt und Rücksicht sind sehr schöne Dinge, doch wenn sich jeder im jeweiligen Land komplett assimiliert, wie soll dann überhaupt irgend eine Art kultureller Austausch stattfinden? Wenn es jeder so macht wie die Einheimischen – wie sollen diese dann wissen, dass es auch anders geht?

 

Und zum Schluss…

Ein Tag ist wie der nächste, die Zeit verläuft im plätscherndem Tempo. Hier steht man freiwillig um halb sieben auf, sobald das Tageslicht die Fenster erhellt. Dafür geht man aber auch freiwillig zwischen neun und halb zehn am Abend wieder schlafen, da es am späten Abend eh nicht mehr viel zu tun gibt, wenn man nicht unbedingt an der Bar versacken möchte.

Hier, in diesen letzten Tagen verstehe ich, wieso sich Menschen ihren gesamten Urlaub lang in ihren All-Inclusive-Resorts einigeln, wieso sie vom Buffet zur Bar wandern, dann weiter zur Sonnenliege und danach wieder zum Buffet. Weil sie ihre Ruhe haben wollen, einfach mal gar nichts tun und sich zwei oder drei Wochen lang hofieren und vom Koch jeden Tag mit neuen Gerichten verwöhnen lassen. Einfach mal keine neuen Eindrücke mehr, einfach an gar nichts mehr denken. Sollen sich doch die Backpacker in ihren Budget-Unterkünften abmühen, von einem Kulturflash zum anderen eilen. Wir strecken unsere blassen Kadaver und die immer mehr werdenden Speckröllchen der Sonne entgegen und lassen uns von einen Tag in den anderen hinein gleiten, eingelullt durch die seichte Musik, die aus dem Saxofon des Alleinunterhalters beim Abendessen rieselt.

Auf das Leben!

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