Ein skurriler Biker-Treff mit einem wunderlich-herzlichen Besitzer

Ein skurriler Biker-Treff mit einem wunderlich-herzlichen Besitzer

Wenn man Motorrad (auch Moped oder Bike genannt)  fährt, hält man zwangsläufig auch mal an. Nicht wie in einer Blechdose (Auto), weil man aufs Klo muss, Stau ist etc., sondern man hält an Orten an, wo sich Biker treffen. Diese liegen meistens an/mitten/ in der Nähe von schönen Strecken (der Weg ist das Ziel) und sind so gestaltet, wie sich Wirt ein Biker-Treff vorstellt. Eine Einrichtung, die von Wohnhöhle über Campingbude bis hin zu außergewöhnlich bzw. cool reicht. 

Das schöne Neckartal, ein Biker-Paradies

Eine leicht skurriler Biker-Treff ist das Motorcafe Point von Eddy Edelstahl   im Neckartal. Berühmt wurde es durch einen Beitrag im SAT 1 Frühstücksfernsehen Ende 2016. Aber man sollte ihn und seinen Biker-Treff schon mal persönlich kennenlernen. Eins vorneweg: wer als Gast darauf steht, dass man ihm den Hintern pudert, der ist da falsch; jemand der in einer sehr tollen Location leckeren Kuchen essen will, ist da genau richtig. Das erste Mal war ich mit Kasia (auf ihrer Empfehlung hin) im März 2014 da. Zu dem Zeitpunkt noch mit dem Auto, die Honda NC 700 S habe ich mir erst einen Monat später gekauft. Gesagt, getan; wir fuhren einen frühlingshaften Sonntag ins Neckartal; das Motorcafe liegt in Neckarhausen, einem Ortsteil von Neckarsteinach. Kurz hinter dem Ortseingangsschild sollte man den Bremsfallschirm auswerfen, frühzeitig blinken (da ist nicht 50, sondern 70 erlaubt) und dann mit dem Auto entweder links auf dem öffentlichen Parkplatz parken oder rechts direkt vor dem Haus. Dann ging es in den Gastraum herein, das erste, was auffällt, ist Rockmusik und eine Einrichtung, wo man staunt. Links neben dem Eingang der Tresenbereich und rechts der Gastraum ……… aber das ist nicht der einzigste Raum. Sitzgelegenheiten, wohin man schaut, ob nun direkt an der Straße, hinter dem Parkplatz, neben dem Haus oder oben auf der Terrasse ganz ruhig Richtung Neckar. Und überall praktische Dinge aus Edelstahl (daher auch der Name) vom Kleiderhaken über die Helmablage bis hin zum Kuchentresen alles Handarbeit. Und dann begrüßte uns Eddy lebhaft, ein älterer Typ mit lachenden Augen. Was gleich ein bisschen auffiel war sein Redebedarf, damit lernt man mit der Zeit umzugehen und kann das mehr oder weniger rigoros abbremsen. Gegenüber dem Tresen eine Fotowand …….. Motorräder mit Frauen bzw. die diversen Besucherinnen über die Jahre hinweg.

2014 vor dem Cafe Point (Wahlweise: Edelstahl-Eddy)

Wenn man was bestellen möchte, dann sollte man den Smalltalk ziemlich schnell beenden und auf das Wesentliche kommen. Bedient wird bei Eddy nicht, wenn man Sachen bestellt die zum Beispiel warm gemacht werden, dann muss man sich die holen. Das führt bei dem einem oder anderen Gast schon zu Irritationen, da Eddy das nicht gerade ……… wie ein Gastgeber äußert. Aber egal, es ist Gewöhnungssache; wichtig ist der Kuchen, der wirklich lecker ist. Bestellen und genießen, am besten hinter dem Haus oben auf der Terrasse. Da ist der Straßenlärm nicht zu laut und man hat Blick auf den Neckar mit der kleinen Spielzeugfähre. Wenn man pragmatisch veranlagt ist, kann man sich schon mit Eddy unterhalten, er wird einem sein Leid klagen und wenn man „Glück“ hat bekommt man seine skurile Art auch live dargeboten. Zum Beispiel wenn gegenüber dem Haus Biker anhalten und NICHT in seinen Laden kommen. Da fängt er schon mal an zu schäumen wie Rumpelstilzchen auf LSD. Das wird es auch sein das er eher Stammgäste, statt spontane Gäste hat. Ab und zu ist es schon mal voll, aber bei der Lage müsste das kontinuierlich sein.

Fahrt hin und macht euch selbst ein Bild.

Ausblick von der Terrasse des Point Cafes
Ein Besuch im Sommer 2013

Ob Tische, Regale oder die Garderobe – alles ist in guter, alter Handarbeit selbst entworfen worden.

Mit Eddy
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