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Würzburg

Tour nach Würzburg, Juli 2016
Teil 4.

Würzburg zeigt sich von seiner schönsten Seite. Mehrere Brücken ziehen sich über den Main und verbinden die Bezirke der Stadt miteinander, die schön und prächtig in der prallen Sonne stehen. Wir überqueren die Löwenbrücke und steigen seitlich davor im Schatten der Bäume ab. Das Schloss, hoch oben auf dem Hügel, residiert über der Stadt  und auf dem Main herrscht reger Schiffsverkehr.

Hier, im Schatten der Bäume, lässt es sich leben. Stefan bevorzugte es auch, hier zu bleiben, während ich in schweren Stiefeln nochmal auf die Brücke stampfe. Ich will Bilder: vom Schloss, vom Main und von der Stadt. Von hier oben kann ich ein Stück weiter bereits die Altstadt mit seinen prächtigen Häusern sehen. Ach wie gern würde ich jetzt zur Abkühlung hinunter in den glitzernden Strom springen!

Später in der Stadt lasse ich Stefan draußen am Tisch eines Lokals im Schatten sitzen und mache mich auf zu meiner Erkundungstour. Diese ist allerdings zeitlich begrenzt. „Wie lange brauchst du? Eine halbe Stunde?“ Ähm… nein… eine Stunde mindestens…

Würzburg, von der Löwenbrücke aus gesehen.

Im Stift Haug Münster fragt mich beim hinausgehen eine Besucherin, ob es denn nicht zu heiß sei in der Lederhose. „Sie gehen doch sicher ein!“
„Ich würde ja gern behaupten, die Hose sei luftiger als sie aussieht, doch nein… das ist nicht der Fall.“ Ich lache, die Frau schaut verständnisvoll.

In der Kirche wäre ich gerne geblieben. Obwohl innen sehr schlicht ausgestattet, ist sie wohl mit Sicherheit der kühlste Ort in der ganzen Stadt. Doch ich habe nur eine Stunde Zeit, danach wollen wir uns für die Rückfahrt bereit machen. Ich schlappe also wieder hinaus in die Sonne. Die Blicke anderer Passanten erklären mich eindeutig für verrückt. Das ist Motorradbekleidung, ihr Ignoranten… – denke ich mir.

Stift Haug

Nach einer Runde zur Fuß komme ich an der Marienkapelle an, die ich schon bei unserer Ankunft flüchtig gesehen hatte. Die Kapelle ist direkt am Marktplatz gelegen, an dem gerade der Grüne Markt und der Spezialitätenmarkt stattfinden, mit allerlei Selbstgeschnitztem und -gehäkeltem für zu Hause. Doch gemütlich hindurch schlendern ist nicht drin, denn meine „Stunde“ verrinnt; und so spare ich mir diesmal die Besichtigung der Kapelle. Am Markt angekommen begnüge ich mich mit ein paar Fotos. Die prachtvoll verschnörkelte Rokoko-Fasade des Falkenhauses, im Mittelalter Sitz des Dompfarrers, hat es mir besonders angetan.

Das Falkenhaus; eine der schönsten Rokokofassaden in Süddeutschland.

Der Besuch in Würzburg… Ich hatte nicht wirklich einen Eindruck von dieser schönen Stadt bekommen können. Mit der Uhr im Nacken kam ich wieder am Tisch des Restaurants an; wir zahlten und fuhren nach Hause. Das war Würzburg. Ich ringe mit mir, ob ich noch einmal hierher kommen soll – diesmal mit dem Zug…

Grüner und Spezialitätenmarkt

Hier ist eine Übersicht aller Folgen der Würzburg-Tour:

Teil 1 – Biker-News
Teil 2 – Landgasthof Wellmann
Teil 3 – Iphofen und Marktbreit
Teil 4 – Würzburg
Teil 5 – Der Zen-Garten

Mai 27th, 2017 at 9:59 pm

Sehr schöne Eindrücke, was hat dir persönlich denn am besten gefallen und hast du einen geheimtipp für mich?

Mai 28th, 2017 at 11:05 pm

Hallo Maximilian, vielen Dank! Der Besuch in Würzburg war gefühlt viel zu kurz gewesen. Was ich persönlich gerne mal erleben möchte, ist das African Festival, welches zweimal im Jahr in der Stadt stattfindet, mit afrikanischem Tanz, Snacks und Musik. Und auch der Weinkeller hoch oben auf der Festung soll zu den schönsten der Welt gehören…

Maximilian
Juni 11th, 2017 at 8:20 pm

Danke für die Antwort, war schon 2 mal auf dem African Festival ist zwar immer sehr voll aber lohnt sich definitiv vor allem Abends gibt es jede Menge Shows und Essenstände.

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